Long-Covid – CFS & IHHT

Long-Covid – CFS & IHHT

Longcovid – CFS & IHHT

Die Symptome von Long-/Post-Covid sind sehr facettenreich und ähneln teilweise dem Fatigue- Syndrom (CFS/ME).

Bisher konnten keine bewiesenen Ursachen und Mechanismen gefunden werden, die eindeutig und einheitlich die bunte Symptomatik erklären. Vielmehr dürfte es sich um eine individuell unterschiedliche Erkrankungsgenese wie beim CFS handeln mit individuell vorausgehenden Risikoparametern, die auch im Bereich der Genetik und Epigenetik zu suchen sind.

Bei CFS/ME/Fatigue weiß man, dass unterschiedliche Triggerfaktoren zum Bild des Erschöpfungssyndroms führen können in vielen Fällen eine virale Infektion, oder auch die Reaktivierung von viralen Belastungen, wie z. B. dem EBV-Virus. Dieser wohnt aber in den B Zellen von fast allen Individuen, ohne dass er zwingend irgendwelche Krankheitssymptome verursachen muss.

Schon ein körperliches oder psychisches Trauma, zB auch ein Unfall mit HWS Beteiligung oder ein Schockerlebnis können ein schleichendes oder plötzliches CFS zur Folge haben. Man weiß inzwischen, dass eine Störung der Immunregulation und eine Beeinträchtigung des autonomen Nervensystems, welche eng zusammenhängen, an dem Geschehen auf jeden Fall mitbeteiligt sind. Da das vegetative Nervensystem an der Regulation fast aller Körperzellen mitbeteiligt ist, kann es zu vielfältigsten Symptomen im Gefäßsystem, Herzkreislaufsystem, Darmregulationssystem uvm kommen.

Das POTS-Syndrom mit Dysregulation im Gefäßsystem bei Körperlageänderungen ist charakterisiert durch erhebliche Herzfrequenzsteigerungen bei kaum wahrnehmbarer Blutdruckänderung im Stehen. Der Patient spürt Schwindel und Schwäche und kann sich kaum aufrecht halten. Der Gefäßtonus ist durch die vegetative Dysregulation gestört und möglicherweise spielen hier auch Autoantikörper gegen alpahadrenerge, betadrenerge und muscarinerge Rezeptoren (GPCR-AAK) eine wesentliche Rolle.

Außerdem kommt es in vielen Fällen zu Autoimmunreaktionen und auch nachweisbarer Autoantikörperbildung gegen andere Systeme wie Thrombinrezeptoren oder ACE2 Rezeptoren. Dies kennen wir von vielen anderen Autoimmunkrankheiten auch.

Vorbestehende Toxinbelastungen , genetische Dispositionen mit Polymorphismen im Lipidstoffwechsel, Entgiftungsstoffwechsel, Thrombophilie und auch im Interleukinmuster sowie im angeborenen und erworbenen Immunsystem sowie nicht zuletzt im Neurotransmitterstoffwechsel mögen zum Krankheitsgeschehen beitragen.

Daraus ist ersichtlich, dass es individuell exakter Diagnostik bedarf, um festzustellen, welche Systeme am meisten mitbetroffen sind, weil darauf nur eine therapeutische Option basiert.

Es gibt Laborwerte, die eine Gefäßentzündung, Mikrogerinnselbildung oder eine Neuroinflammation, ein MACS, eine Autoantikörperbildung und eine defizitäre oder überschießende Immunantwort sehr wahrscheinlich machen. Nicht zu vergessen ist die Vitamin-und Mineralstoffversorgung des Organismus sowie Stuhlparameter, welche Rückschlüsse auf leaky gut, Verdauungsrückstände , Entzündungsmediatoren und Dysbiose geben. Selbstverständlich darf hier die Grundursache der energetischen Schwäche, nämlich die defizitäre Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht fehlen, welche ebenfalls in verschiedensten Laborparametern nachgewiesen werden kann. Die Dysregulation des Immunsystems mit Autoantikörperbildung ist leider ein energieverbrauchender Prozess in die falsche Richtung. Daher resultiert auch oft ein erhöhter Raubbau an Aminosäuren, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen und die „ ganz normale Ernährung“ hilft hier nicht weiter.

Nicht zu vergessen ist auch die gestörte Sauerstoffversorgung der einzelnen Gewebe. Kurzatmigkeit ist ein führendes Symptom von Postcovid. Man findet allerdings kaum eine reduzierte Sauerstoffsättigung in der Peripherie. Eher wahrscheinlich ist eine Sauerstoffaustauschstörung durch hohe CO2 Abatmung durch sympathikotone, flache Stressatmung mit nachfolgender respiratorischer Alkalose. Die Atemfrequenz ist oft viel zu hoch und die Atemtiefe zu gering. Co2 steuert aber auch die Sauerstoffaufnahme in der Zelle. Außerdem ist die Mikrozirkulation gestört durch die vegetative Dysregulation. Das Kapillarsystem ist aber die entscheidende Strecke unserer Gefäßkonvolute, weil hier die ganze Nährstoffversorgung und der Entgiftungsweg der Zellen beheimatet ist und zwar über den Pischinger Raum per Diffusion. Wenn aber die Mikrozirkulation schon gestört ist, kann dies auch nicht mehr funktionieren.

Daher sind parasympathische Stimulationstrategien und Atmunsgtechniken so entscheidend in der Behandlung von Postcovid und CFS! Hier gibt es Körpertherapien und auch Hilfsmittel, die bei stetiger Anwendung deutliche Unterstützung bringen können. Außerdem ist gezieltes, muskuläres Training, streng angepasst an den Erschöpfungsgrad unter unbedingter Vermeidung der postexertional malaise ganz wichtig, und wenn es nur Bettfahrrad oder Yoga im Liegen ist!

Außerdem sind gewisse Ernährungsrichtlinien wie Low carb, Ketone, Fasten, Zuckerreduktion und Ersatz durch Funktionszucker, viele Poyphenole und Antioxidantien im bunten Gemüse und Beeren, und vor allem: gute Fette (Omega 3, MCT, Phosphatidylcholin) Bestandteil der Zellmembranen, vor allem im Hirn, essentiell. Dies muss individuell angepasst werden, nicht für jeden ist Ketose oder Fasten sinnvoll. Auch langgekochte Knochenbrühen mit Biobeinscheiben und Wurzelgemüse sind ein Segen für den Darm und Power für die Mitochondrien.

Kälte ist aber für jeden gut und das kann auch jeder in seiner Dusche bewerkstelligen. Eine Kältekammer hat sich bereits bei Arthritis und Rheuma bewährt. Diese, ggf. abwechselnd mit Infrarot und manuellen Therapien hat z. B. bei den Fibromyalgiesymptomen vieler Post-Covid oder CFS Patienten lindern können.

Je nach vorherrschenden Symptomen und Laborparametern ist das therapeutische Vorgehen auszurichten. Es gibt niemals DIE Therapie, es gibt nur den individuell angepassten Therapieversuch, trial and error. In der Tumortherapie haben wir durch Forschung und individuell angepassten Behandlungen bereits wunderbare Erfolge erzielen können. Auch in der Behandlung von CFS und Postcovid wird es bessere Heilungschancen geben, wenn wir die individuellen Ursachen und Probleme verstanden haben. Hier halte ich die Genetik für einen wesentlichen Schlüssel zum Verständnis.

Allgemein kann man sagen, dass je nach Konstellation Immunapheresen, immunmodulatorische Therapien, antientzündliche und organstützende Maßnahmen erforderlich sind sowie Maßnahmen, welche die Bereitstellung von Betriebsstoffen garantieren. Dies kann durch „schulmedizinische“ als auch „naturheilkundliche“ Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, meist eine Mischung aus beiden gelingen. Was nicht gelingt, ist nur ein stofflicher Support. Denn wir haben es hier mit einem aus den Fugen, aus der Ordnung geratenen Organismus zu tun. Daher müssen ordnungstherapeutische Maßnahmen auf jeden Fall passieren- Körpertherapie, Meditation, Atmungstherapie, Waldbaden, manuelle Therapien müssen angeboten werden und ein geordnetes, stressfreies, emotional stützendes Umfeld muss vorhanden sein. Im Stress kann niemand genesen. Der Sympathikus ist sowieso hoch genug.

Eine sympathikusreduzierende, energiebringende Therapie kann auch die IHHT sein (Hyperoxie-Hypoxietraining). Hier sind die Zellkraftwerke (Mitochondrien) im Focus, welche durch die dosierte Hypoxie regeneriert oder ausgesondert werden sollen. Hier muss allerdings je nach Energieniveau und Zustand der Mitochondrien mit Fingerspitzengefühl vorgegangen werden und eine Standardbehandlung über den Kamm geschert kann sogar gefährlich und kontraproduktiv sein. Deshalb sollte diese Verfahren wie viele andere nur bei Spezialisten durchgeführt werden, die hier Erfahrung gesammelt haben. Bei richtiger Anwendung können hier durchaus Fortschritte im Energiehaushalt möglich sein. Und selbstverständlich gibt es auch hier wie bei anderen Therapien in dem Neuland dieser Erkrankungen kein Heilversprechen.

Die Menschen regenerieren am Wasser und lieben das Meer. Hier ist besonders ein eher kaltes Wasser und nördliches Gefilde mit Salzluft und Wind zuträglich. Früher wurden schwache Kinder an die Nordsee geschickt. Wer es sich leisten kann – warum nicht einen Versuch der Genesung an der Nordsee ausprobieren? Allerdings wird man hier eher Monate einplanen müssen. Überhaupt ist hier in der Regel kein schneller Therapieerfolg zu erwarten, obwohl es das auch geben kann. Monatelange oder jahrelange Unterstützung ist manchmal erforderlich.

Eine Heilung ist immer und jederzeit möglich und passiert immer in dem Individuum selber.

Weitere Informationen gerne in unserer ganzheitlichen Praxis.
Wir sehen immer den ganzen Menschen.

 

Dr. Ulrike Walter
Die Folgen einer Corona-Erkrankung

Die Folgen einer Corona-Erkrankung

Die Folge einer Corona-Erkrankung

für Patientinnen und Patienten mit Long-/Post-Covid

Leiden Sie an Post-Covid Symptomen?

Während der SARS-CoV-2-Pandemie haben sich weltweit mehr als 218,9 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Unabhängig von der Schwere des Verlaufs der Viruserkrankung leiden viele Betroffene noch bis zu Monaten nach überstandener Erkrankung unter einem Zustand der Erschöpfung, der sie sowohl körperlich als auch geistig erheblich einschränkt.

Je nach Zeitraum, in dem die Beschwerden andauern, spricht man von Long-Covid, wenn die Symptome noch mehr als vier Wochen nach Infektion bestehen und vom Post-Covid-19-Syndrom, wenn noch über zwölf Wochen nach Erkrankung Symptome bestehen oder neu auftreten. Die Symptome treten in der Regel nach einer Infektion mit Covid-19 auf und erschweren die Erholung und Rückkehr in einen normalen Lebensalltag für die Betroffenen extrem. betroffen. Die DGP schätzt die Zahl der Betroffenen mit Langzeitsymptomen auf etwas 10-15%. Häufig leiden Corona-Patienten noch monatelang unter Symptomen wie ständiger Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und/Geschmackssinns, Konzentrations-, Gedächtnis- und Sehstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Die zuletzt genannten Störungen werden in Gesamtheit auch als „Brain fog“ bezeichnet, sprich die Patienten fühlen sich wie vernebelt, das klare Denken fällt ihnen schwer.

Man spricht häufig auch vom Chronischen Fatigue Syndrom als Folge von Covid-19 und Teil von Long-Covid. Fatigue, ein Zustand starker Erschöpfung und Abgeschlagenheit, tritt häufig in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen aber auch nach Virusinfektionen, wie Influenza oder Pfeifferschem Drüsenfieber, auf. Man kann davon ausgehen, dass das Immunsystem dafür verantwortlich ist, welches nach einer überstandenen Infektion noch nicht zur Ruhe gekommen ist.

Diagnoseverfahren

Da meist mehrere Organsysteme betroffen sind, werden häufig auch mehrere medizinische Fachdisziplinen in die Behandlung eingebunden. Wir stehen Ihnen nach modernsten Erkenntnissen therapeutisch und diagnostisch zur Verfügung.

Regulationsfähigkeit des veg. Nervensystems (VNS)

Mit der VNS-Analyse wird die Herzfrequenzvariabilität festgestellt. Mit ihr kann auch eine Aussage über den Zustand des vegetativen Nervensystems getroffen werden. Das vegetative Nervensystem (VNS) ist ein komplexes Wechselspiel, das aus zwei Polen besteht. Auf der einen Seite gibt es den Sympathikus, der Antreiber, und auf der anderen Seite steht der Parasympathikus, der für die Erholung zuständig ist. Das Zusammenspiel der beiden Gegenpole reicht weit in die Entwicklung des Menschen zurück. Bei einem Angriff oder der Flucht steigt der Blutdruck, der Herzschlag nimmt zu und der Puls steigt. Der Körper wird dadurch leistungsfähiger und wappnet sich. Der Parasympathikus steht für das Gegenteil: Er sorgt dafür, dass der Körper entspannt, zur Ruhe kommt und sich erholt. Beide zusammen bilden das vegetative Nervensystem. Dieses steuert biologisch festliegende, automatisch ablaufende inneren körperlichen Vorgänge, wie unseren Herzschlag, die Atemfrequenz, das Schwitzen und alle Funktionen der inneren Organe. Ist der Körper gesund, befinden sich Sympathikus und Parasympathikus in Balance. Bei andauerndem Stress oder bei Krankheiten kommt das Gleichgewicht durcheinander.

Im Zuge einer effektiven Behandlung bereits vorhandener Folgen einer Corona-Erkrankung lässt sich mit Hilfe einer VNS-Analyse die Regulationsfähigkeit des VNS innerhalb von wenigen Minuten messen und auswerten. Die Analyse des vegetativen Nervensystems sorgt dafür, Störungen und Ursachen zu identifizieren. Sie kann sogar Erkrankungen in dem Sinn prognostizieren, dass Störungen im vegetativen Nervensystem schon feststellbar sind, wenn sich zum Beispiel ausgewählte Blutwerte noch in einem normalen Rahmen bewegen. Mit dem Herzschlag lässt sich der Zustand des vegetativen Nervensystems ablesen. Dabei steht die Herzfrequenzvariabilität im Zentrum. Es wird der zeitliche Abstand von Herzschlag zu Herzschlag und vor allem die Veränderungen darin gemessen. Im Grundsatz gilt, dass je höher die zeitliche Variabilität zwischen den Herzschlägen ist, desto besser.

Mikronährstoffstatus

Damit unser Organismus einwandfrei funktionieren kann, benötigen wir über 40 verschiedene Nährstoffe. Vor allem durch lang andauernden, chronischen Stress oder Viruserkrankungen, kann es dazu kommen, dass der Körper nicht ausreichend versorgt ist. In diesem Fall kann eine Messung des Mikronährstoff-Status sowie eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Ein klassisches Blutbild liefert zwar Informationen über die Menge der zellulären Blutbestandteile wie rote und weiße Blutkörperchen oder Thrombozyten, jedoch keine individuellen Blutspiegel von Vitaminen, Mineralstoffen, essentiellen Fettsäuren sowie Aminosäuren und Spurenelementen. Man weiß bereits um die immunstärkende Wirkung der Mikronährstoffe Vitamin C, Vitamin D, Magnesium, Zink, Selen, Omega 3 oder L-Lysin. Mit Hilfe einer Blutanalyse kann gezielt nach einem Mangel der Mikronährstoffe gesucht werden. Es können Proben aus dem Blutserum oder auch meist aus dem Vollblut für die Mikronährstoffdiagnostik verwendet werden.

Mitochondrienstatus

Mitochondrien werden oft als die Kraftwerke der Zelle bezeichnet. Sie helfen dabei, die Energie, die wir aus der Nahrung aufnehmen, in Energie umzuwandeln, die die Zelle nutzen kann. Aber Mitochondrien sind nicht nur für die Energieproduktion zuständig. Die Mitochondrien, die in fast allen menschlichen Zelltypen vorhanden sind, sind für unser Überleben unerlässlich. Sie erzeugen den Großteil unseres Adenosintriphosphats (ATP), der Energiewährung der Zelle. Sie sind außerdem an anderen Aufgaben beteiligt, z. B. an der Signalübertragung zwischen Zellen und am Zelltod, auch bekannt als Apoptose. Es wird klar, dass den Mitochondrien bei der Entstehung und Therapie vieler Erkrankungen eine zentrale Rolle zukommt. Wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, fehlt der Zelle, in der sie sich befinden, die Energie. Faktoren wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, chronischer Stress aber auch Viruserkrankungen begünstigen diesen Zustand. Besonders die stark energieabhängigen Gewebe, wie das Nervensystem, Herz und Muskulatur, sind auf eine ausreichende Energieversorgung durch die Mitochondrien angewiesen und sind am stärksten von einer Dysfunktion der Mitochondrien betroffen.

Der Erfassung des mitochondrialen bzw. bioenergetischen Gesundheitsindexes (engl. bioenergetic health index, BHI) kann dabei helfen Aussagen über den Gesundheitszustand und die Funktionsfähigkeit unserer Mitochondrien zu treffen. Das Prinzip des bioenergetischen Profils basiert auf der Messung mitochondrialer Sauerstoffverbrauchsraten (Oxygen Consumption Rate: OCR) in PBMCs (Lymphozyten und Monozyten des peripheren Blutes) unter dem Einfluss verschiedener Zusätze wie z.B. Inhibitoren.

Bei diesem Test können mehrere Parameter ermittelt werden, darunter die Basalatmung, ATP-Produktion, Protonenleck, maximale Atmung, Reservekapazität, nicht-mitochondriale Atmung bestimmt werden. Zusammen ermöglichen sie sowohl die Beurteilung über die Effizienz der Mitochondrien ATP zu generieren als auch die Kapazität der Mitochondrien, Energie bei erhöhtem ATP-Bedarf zur Verfügung zu stellen. So kann man feststellen, ob es sich um eine mitochondriale Dysfunktion handelt und ob und welche Therapieform am besten geeignet ist.

Säure Basen Status (latente Übersäuerung)

Der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers ist ein komplexes Regulationssystem, das dafür sorgt, dass der lebensnotwendige Blut-pH-Wert von 7,35 bis 7,45 im Blut konstant gehalten wird. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass in den unterschiedlichen Bereichen des Körpers, der gerade notwendige pH-Wert herrscht. Es kommt wie immer auf das Gleichgewicht an, denn Säuren und Basen sind weder gut noch schlecht. Die verschiedenen, körpereigenen Elemente des Säure-Basen-Haushaltes sorgen für eben dieses Gleichgewicht, welches unter anderem durch unsere Ernährung, unsere Lebensweise aber auch verschiedene Erkrankungen beeinflusst wird.

Eine Übersäuerung, Mediziner sprechen von einer Azidose, kann akut oder chronisch auftreten und bedeutet, dass der pH-Wert im Blut kleiner als 7,35 gemessen wird. Die chronisch latente Azidose (CLA) entsteht schleichend und kann aktiv vom Patienten beeinflusst werden, zum Beispiel durch mangelnde Bewegung, falsche Ernährung oder Krankheiten.

Sie entsteht in der Regel aus einem Überschuss an Säuren im Blut oder aus einem Mangel an Basen, den Gegenspielern der Säuren. Die Bestimmung des Urin-pH-Wertes ist eine besonders einfach zu handhabende Möglichkeit, Hinweise auf eine Übersäuerung zu finden. Ein dauerhaft niedriger pH-Wert des Urins gilt als Anzeichen einer latenten Übersäuerung. Die Ursache dafür ist, dass die Nieren über den Harn viele saure Stoffwechselprodukte ausscheiden. Der Urin ist dann ständig im sauren pH-Bereich (<7). Im Zuge dessen, kann ein Urin-Tagesprofil nach der Sander-Methode angelegt werden und sogenannte Aziditätsquotienten bestimmt werden. Sehr genaue Werte ermittelt die Methode nach Jörgensen, bei welcher die Pufferkapazität der roten Blutkörperchen in einer Blutprobe ermittelt wird, welche dann Rückschlüsse auf die Basenreserven des Organismus erlaubt.

Stoffwechselanalyse

Mit dem Begriff „Stoffwechsel“ werden alle Abläufe in den Zellen bezeichnet. Die Bildung der Zellen selber gehört genauso dazu, wie der Abtransport von Giften oder die Wirkung von Enzymen oder Hormonen. Der Stoffwechsel ist die Fähigkeit des Menschen, über Nahrung und eingeatmete Luft Energie zu generieren. So kompliziert und schwer überschaubar die einzelnen Vorgänge in ihrem Zusammenwirken auch sind, ihre Funktionsweise lässt sich in einem einfachen Bild darzustellen: der Stoffwechsel funktioniert wie der Motor eines Autos. Die Nahrung entspricht dem Benzin, das mit Hilfe des Sauerstoffs aus der Umgebungsluft verbrannt wird. Dem Essen sind, wie dem Benzin auch, noch weitere Stoffe beigegeben, die zum funktionierenden Lauf des Motors beitragen. Wenn man das Bild etwas genauer zeichnen will, dann lässt sich sagen, dass der Motor des Menschen eigentlich ein Hybridmotor ist, denn er kann verschiedene Energieträger verbrennen: Fett und Kohlehydrate. Dazu kommt noch Eiweiß, das aber als Baustein der menschlichen Zellen eine noch wichtigere Bedeutung hat. Es ist sogar entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass – vereinfacht ausgedrückt – der Mensch Fett abnimmt, der Fett verbrennt. Präventiv nimmt auch der Mensch, der Fett verbrennt, nicht an Fett zu. Findet die Energiegewinnung hingegen zu einem großen Teil aus den Kohlenhydraten statt, dann besteht die Gefahr einer Gewichtszunahme. Ist das der Fall, liegt eine Störung des Stoffwechsels vor. Stoffwechselstörungen können in ganz verschiedenen Bereichen auftreten:

  • Zuckerstoffwechsel
  • Eiweißstoffwechsel
  • Fettstoffwechsel
  • Mineralstoffwechsel

Der negative Effekt ist immer der gleiche: Die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe werden nicht so verarbeitet wie vorgesehen. Die Ursachen dafür liegen oft in unserer modernen Art zu leben und uns zu ernähren aber auch in Viruserkrankungen, wie Covid-19, die den Körper in einen Ausnahmezustand versetzen. Dazu kommen Genussgifte wie Nikotin oder Alkohol. Durch zusätzliche Toxinbelastungen wie zB Schwermetalle, Glyphosat,Zusatzstoffe,Phtalate und vieles mehr, wird auf Dauer möglicherweise die Darmschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen und es entsteht ein leaky gut und dadurch eventuell ein leaky brain mit all seinen Folgen.

Es ist sinnvoll, bei Post Covid Beschwerden bei entsprechendem klinischen Hinweis sowohl das Mikrobiom als auch die Verdauungsleistung sowie die Intaktheit der Darmschleimhaut zu analysieren. Gerade bei Hinweis auch auf Histaminprobleme sowie MACS macht diese Untersuchung Sinn, denn ohne eine gute Funktion des Immunsystems im Darm wird auf Dauer keine wirkliche Beschwerdebesserung zu erzielen sein ,ganz besonders auch hinsichtlich Darm-Hirnachse.

Auch die Analyse der organischen Säuren im Urin gibt eine gute Zusammenschau über mögliche Stoffwechselstörungen.

Spezifische Labordiagnostik

Bei speziellen Fragestellungen sind spezielle Laborparameter erforderlich. Hierzu zählen Parameter hinsichtlich Gefäßentzündung, Mikrogerinnseln, Autoantikörpern.

Außerdem kann es sinnvoll sein, insgesamt den Status des Immunsystems zu erfassen, zB nach der Methode der Lymphozytentypisierung z. B. nach der Mikroimmuntherapie. Außerdem gibt es Laborparameter, die auf bestimmte virale Reaktivierungen oder Borrelienaktivität Rückschlüsse zulassen. Immer wichtiger werden auch Analysen von generellen Belastungen des Organismus z.B mit Schwermetallen.

Nicht zuletzt werden immer mehr genetische Untersuchungen durchgeführt, um überhaupt einschätzen zu können, welche persönlichen Besonderheiten bei bestimmten Stoffwechselprozessen mitgebracht werden, die zwar unveränderlich sind, aber trotzdem bei günstiger epigenetischer Beeinflussung nicht oder nicht ausgeprägt zum Tragen kommen können. Es handelt sich immer um eine individuelle Zusammenschau aller Parameter, um die geeigneten individuellen Therapieverfahren einzuleiten.

Therapieverfahren

Insgesamt ist die Therapie der PostCovid Symptome sowohl schulmedizinisch als auch im Bereich der Ganzheitsmedizin eine Herausforderung. Aber nach meiner Erfahrung macht NUR die Kombination mit Verfahren und Analysen der funktionellen Medizin überhaupt einen Aussicht auf Erfolg. Das heisst nicht, dass schulmedizinische Diagnostik –und Therapieverfahren wie Physiotherapie, Psychotherapie und medikamentöse Therapie generell inadäquat sind. Aber sie werden nicht ausreichen in den meisten Fällen.

Mikronährstoffdefizite ausgleichen – Infusionstherapien

Vor allem durch lang andauernden, chronischen Stress oder Viruserkrankungen, kann es dazu kommen, dass der Körper nicht ausreichend mit Vitalstoffen versorgt ist. In diesem Fall kann eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungen oder der Einsatz von Hochdosis Infusionen sinnvoll sein. Menschen, die zum Beispiel nach einer Corona-Infektion an Erschöpfung leiden, weisen häufig einen Mikronährstoffmangel auf. Aminosäuren-, Mineralstoff- und Vitaminkuren in Form von Infusionen können diesen erhöhten Bedarf ausgleichen. Es gibt verschiedene Arten von Infusionen, die je nach Krankheitsbild und den individuellen Bedürfnissen für jeden Patienten passend zusammengestellt werden. Ein populäres Beispiel stellt die Vitamin-C-Hochdosistherapie dar. Ein besonders hoher Vitamin C-Verbrauch besteht während der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern oder Entzündungen. Der Bedarf kann dann höher sein, als er mit der Ernährung gedeckt werden kann. Dann empfiehlt sich eine Vitamin-C-Hochdosistherapie. Das trifft auch auf PatientInnen zu, bei denen die Darmschleimhäute z.B. nach Antibiotikatherapie, Stress, Allergien nicht einwandfrei funktionieren und damit eine optimale Aufnahme gestört ist. Durch die Infusion mit hoch dosiertem Vitamin C ist der Vitamin-C-Spiegel im Blut zeitweise so hoch, dass auch Gewebe im Körper mit einem besonderen Bedarf ausreichend versorgt werden. Die Infusionen sollten je nach Zustand des Patienten und gewähltem Therapiekonzept einmalig, monatlich, wöchentlich oder sogar mehrmals wöchentlich verabreicht werden. Die Dauer der Infusion kann je nach Behandlungsform 30 Minuten bis hin zu mehreren Stunden betragen. Je nach Krankheitsbild und ist es sinnvoll, eine Infusionstherapie regelmäßig zu wiederholen. Orale Substitution von Mikronährstoffen, Omega 3 Fettsäuren ect findet regelmäßig parallel statt.

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT)

Das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training, sorgt dafür, dass die Zellen angeregt werden, alte Mitochondrien abzustoßen und neue, leistungsfähige zu bilden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training im Liegen oder Sitzen durchgeführt wird. Dabei wird eine bequeme Atemmaske getragen, die PatientInnen schließen die Augen, entspannen sich und atmen. Dabei wird der Atemluft zeitweise Sauerstoff entzogen und zusätzlicher Sauerstoff hinzugegeben. Ziel der Anwendung ist es die die Zellen unter Anspannung zu setzen, dadurch die Bildung von neuen Mitochondrien anzuregen und sie wieder leistungsfähig zu machen. Dieses Zelltraining soll eine bessere Zellatmung in allen Bereichen des Körpers: Herz, Gehirn, Niere, Leber, Muskulatur bewirken. Der Entzug und die Zufuhr von Sauerstoff werden laufend überwacht und individuell angepasst. Um einen möglichst großen Erfolg zu gewährleisten, sind in der Regel zwischen 15 und 20 Sitzungen notwendig. Jede einzelne Trainingseinheit dauert zwischen 30 bis 45 Minuten.

Bei uns werden nach der VNS Analyse, dem gesamtzustand des Patienten und dem BHI Index eine völlig individuelle Einstellung der IHHT gewählt. Dieses Vorgehen hat sich besonders in der behandlung von erschöpften Patienten mit CFS oder PostCovid am besten bewährt. Und: nicht jeder sehr geschwächte Patient kann sofort an die IHHT. Erst müssen grobe Defizite ausgeglichen werden und je nach Labor zb antientzündliche, toxinreduzierende, stoffwechselstützende, antivirale Maßnahmen ergriffen werden.

Akupunktur

Seit etwa 30 Jahren wende ich Akupunktur in meiner Praxis an und sie ist auch oftmals sinnvoll in der Anwendung bei erschöpften Patienten. Hier sollte man besonders vorsichtig vorgehen und stärkende Nadeln setzten für die Optimierung des Energieflusses in den betroffenen Organsystemen. Auch eine anfängliche Laserakupunktur oder die Behandlung mit dem Monolux kann hier zunächst erforderlich sein. Weniger ist hier oft mehr.

Eigenblutverfahren

Eigenblutverfahren könne eine enorm gute Möglichkeit sein, das immunsystem wachzurütteln und ist außerdem ein stärkendes Regulationsverfahren. Ich habe viele EBV Patienten gesehen, die durch die Eigenbluttherapie ( zB Autosangusisstufentherapie) erst einen deutlichen Energieschub und eine Rückerlangung ihrer Immunkompetenz erfolgreich erreicht haben. Die Voraussetzung einer Regulationskompetenz muss allerdings gewährleistet sein.

Individuelle Ernährungsempfehlungen

Nicht nur Geschmack und Geruch können noch Monate später beeinträchtigt sein und so zu Appetitlosigkeit und auf Dauer zu einer Mangelernährung führen. Viele Betroffene leiden neben den langanhaltenden Erschöpfungszuständen, auch unter dem Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn sowie unter Magen-Darm-Problemen, wie Durchfall und anderen Verdauungsstörungen. Mit Hilfe von individueller Ernährungstherapie kann Müdigkeit und Leistungsschwäche gezielt durch eine Ernährungsumstellung gelindert werden. So lässt sich beispielsweise durch zielgerichtete Maßnahmen die Energiebereitstellung auf Zellebene verbessern und wenn den Zellen mehr Energie zur Verfügung steht kann sich auch die persönliche Leistungsfähigkeit verbessern. Long-Covid-19-Symptome, wie der extreme Erschöpfungszustand können so unterstützend behandelt werden. Ketogene Ernährung oder externe Zufuhr von Ketonen muss individuell betrachtet werden.

Bei uns erfolgt in der Regel immer eine kinesiologische Ausgangsdiagnostik nach den Regeln der Applied Kinesiology. Für mich hat sich das sehr bewährt, um überhaupt einen Zugang zu den individuellen Dysfunktionen zu bekommen. Hierauf bauen meine ausgewählten Laboruntersuchungen auf und in der Zusammenschau der ausführlichen Anamnese, der kinesiologischen Diagnostik und den Laborergebnissen bietet sich für mich der beste Ausgangspunkt für die Festlegung eines therapeutischen Weges.

Mit den allerbesten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr Ulrike Walter und Team

Chronische Reizdarm-und Magenbeschwerden

Chronische Reizdarm-und Magenbeschwerden

Chronische Reizdarm- und Magenbeschwerden

Behandlung über den Rücken mit der Sympathikustherapie

Das Reizdarmsyndrom ist inzwischen eine fast alltägliche Beschwerde in meiner ganzheitlichen Praxis geworden. Auch chronische Magenprobleme aller Art sind häufig. Selbstverständlich sind die üblichen Untersuchungen beim Gastroenterologen durchgeführt worden, ohne dass sich eine Ursache der Beschwerden ergeben hätte. Demzufolge wird auch eine Behandlung oft als überflüssig angesehen, ja eher nicht selten als ein psychosomatisches Problem betrachtet.

Immerhin wurde mit der interdisziplinären S3 Leitlinie vom Juni 2021 eine deutlich weitergehende Aufarbeitung des RDS mit Obstipation und Diarrhoe vorgenommen unter Berücksichtigung schulmedizinischer und auch komplementärmedizinischer Therapieempfehlungen. Dies zeigt sich als sehr begrüßenswerte Entwicklung zur Annäherung der verschiedenen Schulen unter Berücksichtigung von mannigfachen Studienresultaten und Würdigung dieser Symptome als primär nicht psychoemotional begründet. Allerdings können natürlich sowohl anhaltende Stressperioden als auch der Stress durch die Symptomatik selber das Krankheitsbild negativ beeinflussen.

In meiner ganzheitlichen Sprechstunde wird eine umfangreiche Anamnese als primärer Zugang zu den Beschwerden und Hintergrundinformationen als selbstverständliche, sehr wichtige Basis angesehen. Daraufhin folgt die Analyse des vegetativen Nervensystems-extrem wichtig um die parasympathische Aktivität ( wichtig für das enterische( Darm-) Nervensystem!) einzuschätzen und Regultionsblockaden zu finden. Danach folgt die für mich unverzichtbare Testung nach FMD oder Applied Kinesiology zur Ursachenforschung und zum Erkennen von Zusammenhängen.

Auch eine manuelle Bauchuntersuchung und ein Blick auf die Statik des Patienten (F.X. Mayr!) kann wertvolle Hinweise liefern. Auch die Ernährungsgewohnheiten und sonstige Lebensumstände müssen natürlich berücksichtigt werden (z. B. Schichtarbeit).

Danach folgt in der Regel ein Labortermin zur weiteren Untersuchung der Schleimhaut-Verdauungs-und Mikrobiomparameter falls noch nicht vorhanden. Auch Mikronährstoffe sind wichtig für eine reibungslos funktionierenden Verdauungsapparat. Nahrungsmittelintoleranzen, Allergien, Histaminprobleme u. v. m. werden bei Verdacht abgeklärt.

Jetzt findet ein wichtiger Parameter zusätzlich Eingang in meine diagnostischen und therapeutischen Verfahren:

Die Sympathikustherapie nach Dr Heesch.

Der Kollege hat als Allgemeinmediziner tausende von Patienten mit chronischen, einseitigen Beschwerden vornehmlich am Bewegungsapparat aber auch von inneren Organen untersucht und behandelt, welche durch keine weiteren Ursachen erklärbar waren. Dabei hat er ein Modell von Übereinstimmungen und Ursachen sehr häufig im Bereich des Sympathikus gefunden-also eines der Nervengeflechte des vegetativen Nervensystems. Dieses Geflecht läuft vorne entlang der Wirbelsäule und enthält viele segmentale Umschaltstellen, die Ganglien. Annähernd jeder Anteil des Körpers wird vom Sympathikus erreicht und beeinflusst. Deswegen hat er eine enorme Wichtigkeit.

Dr Heesch hat nun zunächst das Modell der Grenzstrangirritation durch Wirbelblockaden hauptsächlich im Bereich der Brustwirbelsäule entwickelt. Aber auch Störungen an den Kopfgelenken und des Sakralbereiches sind möglich.Durch die Fehlstellungen der Wirbel entsteht ebenso eine Fehlstellung der damit assoziierten Rippen mit mechanischer Irritation des Grenzstrangs und zwar an umschriebenen Stellen. Durch die hier lokal aufgehobene segmentale Gliederung kann ein buntes Symptomenbild an den zugeordneten Abschnitten der Arme oder Beine entstehen – wie z. B. M. Sudeck, Achillodynie, Handflächenekzeme, frozen shoulder, Karpaltunnelsyndrom ect. Schuld kann hier eine trophische Versorgungsstörung in der Peripherie aufgrund der Sympathikusstörung sein. Aber auch innere Organe können hier eine Funktionsstörung aufweisen-wie z B ein Reizdarmsyndrom, das aufgrund einer Wirbelfehlstellung z. B. in der unteren Brustwirbelsäule ständig unterhalten wird! Auch chronische Magenbeschwerden können hierdurch ausgelöst sein.

Dr Heesch entwickelte eine einfache aber sehr wirksame Therapie für diese Funktionsstörungen durch manuelle Techniken,  Akupressur, Tenderpoints und Akupunkturpflaster. Falls die Diagnose richtig war, besserten sich die Symptome zusehends nach einigen Behandlungen.

Für mich hat sich durch die Sympathikustherapie eine neue Sicht auf chronische Beschwerden von Patienten eröffnet. Allerdings ist hier eine genaue manuelle Diagnostik erforderlich, um die Betroffenen zu erkennen.

Daher sollte immer auch eine Untersuchung der Wirbelsäule bei Reizdarm und Magenbeschwerden erfolgen!

Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit!

Ihr Team Dr Ulrike Walter

Vitamin-D-Mangel und schwere Krankheitsverläufe bei Corona-Patienten

Vitamin-D-Mangel und schwere Krankheitsverläufe bei Corona-Patienten

Eine israelisches Forscherteam untersuchte kürzlich den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Covid-19.

Vitamin-D-Mangel und schwere Krankheitsverläufe bei Corona-Patienten

Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und schweren Krankheitsverläufen bei Corona-Patienten

Vitamin D ist spielt eine bedeutende Rolle für unsere Gesundheit, denn es ist das einzige Vitamin, das wir selbst herstellen können. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird aufgrund seiner Rolle als wesentlicher immunologischer Mediator mit einer Reihe von Autoimmun-, Herz-Kreislauf- und Infektionskrankheiten in Verbindung gebracht.

Ein Vitamin-D-Mangel ist ein globales Gesundheitsproblem. Zu den epidemiologischen Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel gehören eine stärkere Pigmentierung, eine geringe Sonnenexposition und eine fisch- und milchproduktarme Ernährung. In Übereinstimmung mit Labordaten haben klinische Studien einen Zusammenhang zwischen niedrigen 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D)-Spiegeln und einem erhöhten Risiko für Grippe und Atemwegsviren festgestellt. Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien, die zwischen 2007 und 2020 durchgeführt wurden, legen nahe, dass eine Vitamin-D-Supplementierung das Risiko einer akuten Atemwegsinfektion im Vergleich zu Placebos senkt.

Covid-19 ist eine akute Atemwegsinfektion, die durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht wird, das erstmals im Dezember 2019 in China aufgetreten sein soll und sich rasch zu einer weltweiten Pandemie entwickelt hat. Zu den Faktoren, die mit einer schlechteren Covid-19-Prognose assoziiert sind, gehören die geografische Lage in nördlichen Ländern, ein höheres Alter, eine dunklere Pigmentierung, das männliche Geschlecht, Fettleibigkeit und Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck – diese Risikofaktoren sind auch unabhängig voneinander mit einem Vitamin-D-Mangel assoziiert.

Wie bei anderen Atemwegsinfektionen zeichnet sich auch hier ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen vitamin D-Spiegel im Blut und einer Infektion mit Covid-19 ab. Niedrige 25(OH)D-Serumspiegel bei hospitalisierten COVID-19-Patienten wurden auch mit einer erhöhten Krankheitsschwere und schlechteren klinischen Ergebnissen in Verbindung gebracht. Außerdem wurde nachgewiesen, dass hospitalisierte COVID-19-Patienten niedrigere mittlere und mediane 25(OH)D-Werte aufweisen als die Allgemeinbevölkerung und ambulante Covid-19-Patienten. Das Serum 25(OH)D wird jedoch häufig während des Krankenhausaufenthalts bei Covid-19 gemessen. In diesem Fall ist es schwierig, die Richtung und den zeitlichen Verlauf des Zusammenhangs zwischen akuter Covid-19-Erkrankung und niedrigen 25(OH)D-Serumspiegeln zu bestimmen. Mit anderen Worten, es ist schwierig, einen definitiven kausalen Effekt des Vitamin-D-Spiegels im Ausgangszustand auf das klinische Bild während einer aktiven Covid-19-Infektion festzustellen.

Um die zeitliche Abfolge zwischen niedrigen 25(OH)D-Spiegeln und ihrem Zusammenhang mit dem Schweregrad einer akuten COVID-19-Erkrankung besser zu verstehen, haben wir ermittelt, ob der Schweregrad der Erkrankung bei Patienten, die mit akuter Covid-19-Infektion eingeliefert wurden, mit ihren letzten 25(OH)D-Serumspiegeln vor der Infektion korreliert. Unter Verwendung der 25(OH)D-Werte vor der Infektion, d. h. der Werte aus den Krankenakten der Patienten, und unter Anwendung einer neuartigen Cosinor-Modelltechnik zur Vorhersage der jährlichen und monatlichen 25(OH)D-Werte konnten wir statistisch signifikante und konsistente Ergebnisse eines Zusammenhangs zwischen niedrigeren 25(OH)D-Werten und einem höheren COVID-19-Krankheitsschweregrad nachweisen.

Die Wissenschaftler betrachteten für ihre Studie die Infektionsverläufe von 1176 hospitalisierten Covid-19-Patienten, die zwischen April 2020 und Februar 2021 behandelt wurden. Dem Forscherteam lagen zu 253 Patienten zu Teilen ältere Daten zu deren Vitamin D-Spiegeln vor, woraufhin die Patienten nach Vitamin-D-Spiegel und Schweregrad der Erkrankung unterteilt wurden. Die veröffentlichten Studienergebnisse zeigen, dass Patienten mit niedrigeren Vitamin D-Werten häufiger und schwerer an dem Virus erkrankten als jene, die keinen Vitamin D-Defizit aufwiesen und zwar sowohl bei der Omikron-Variante als auch bei anderen Mutationen. Diese Ergebnisse werden durch Untersuchungen, die noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie durchgeführt wurden, unterstützt. Demnach kann Vitamin D das Risiko von Atemwegserkrankungen senken. Trotz der positiven Korrelation zwischen niedrigen Vitamin D-Spiegeln und schwerer Krankheitsverläufe bei Covid-19 ist nicht ganz klar, ob der Vitamin D-Defizit bereits vor der Erkrankung auftritt oder erst mit der Infektion entsteht. So dürfen also auch genetische Veranlagungen, etwaige Vorerkrankungen sowie individuelle Lebensstilfaktoren, wie die Ernährung, in Bezug auf die Schwere des Krankheitsverlaufs bei Infektionskrankheiten, wie Covid-19 nicht außer acht gelassen werden. Es soll in Zukunft weitere Studien geben,die der Frage auf den Grund gehen, inwiefern eine Vitamin D-Supplementierung bei erkrankten Personen den Krankheitsverlauf bei Covid-19 beeinflussen kann.

Quelle: Doctaris

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