Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung

Für Tinnitus-Patienten und alle Stressgeplagten mit unserem audiovisuellen Entspannungssystem!

Unsere Praxis hat unter anderem den Schwerpunkt auf individuelle Tinnitus Beratung und Linderungskonzepte sowie funktionelle Stressmedizin gelegt. Stress und Tinnitus sind ja häufig eng miteinander verbunden – wenn auch sicher nicht ausschließlich.

Wichtig ist für mich nach wie vor, individuelle Tinnitus Ursachen meiner Patienten in unserer ganzheitlichen Sprechstunde aufzudecken. Dies erfordert selbstverständlich eine gründliche HNO-Untersuchung mit verschiedenen Otoneurologie-Verfahren. Auch eine MRT-Untersuchung kann in wenigen Fällen erforderlich sein.
Äußerst wichtig ist – auch nach den aktuell neu überarbeiteten Leitlinien für chronischen Tinnitus –das sogenannte „counseling“. Dies bedeutet so viel wie: intensive Beratung. Dies ist zweifellos ein unabdingbarer Baustein zur erfolgreichen Tinnitus Bewältigung.

Inzwischen gibt es auch die „online“-Verhaltenstherapie, ein weiteres evidenzbasiertes Verfahren zur Tinnitus Bewältigung als digitale Gesundheitsanwendung. Die Ausstellung eines roten Kassenrezeptes zur Vorlage bei der Krankenkasse ist hier möglich.

Auf der Basis der funktionellen Medizin gibt es aber für mich weitere Möglichkeiten der Ursachenforschung und vor allem der Bewältigungsstrategien auf breiterer Basis – auch wenn sie in der Schulmedizin keinen Platz finden. So ist die funktionelle Myodiagnostik in der Applied Kinesiology für mich auch neben der ausführlichen Anamnese eine wesentliche diagnostische Hilfe geworden.

Das Phänomen Stress als Dystress ist allerdings sehr häufig bei der Belastung durch Ohrgeräusche zu finden. Externer Stress kann Tinnitus mitverursachen und Tinnitus verursacht internen Stress. Dieser Zyklus muss unterbrochen werden.

Deshalb haben wir einen weiteren Baustein in unserer Praxis implementiert, um Patienten das Gefühl einer Tiefenentspannung zu ermöglichen- und zwar mittels audiovisueller Stimulation des parasympathischen Regulationssystems zur Aktivierung von langsameren Hirnwellen.

In der Erfahrung werden Delta-Wellen (0-4Hz) der Gehirnströme mit zellulärer Regeneration, Ausgeglichenheit, Harmonie, Schmerzreduktion in Verbindung gebracht. Während dieser Theta- Wellen (4-8Hz) – Dominanz soll Intuition verstärkt stattfinden, sollen Lernprozesse sich beschleunigen, ein meditativer Zustand erreicht werden und es soll sich der Zugang zu geistiger Klarheit und Kreativität leichter öffnen.

Sogenannte Schumann Wellen bei 7,83 Hz finden sich als Resonanzfrequenz in zahlreichen Körperrhythmen. Diese Frequenz wurde von dem Physiker Otto Schumann entdeckt und mit der natürlichen, elektromagnetischen Resonanz der Ionosphäre der Erde in Verbindung gebracht.

Mit Hilfe der audiovisuellen Stimulation sich über das Einschwingen in diese Frequenz sich selbst zu „erden“ kann eine bereichernde Auszeit-Erfahrung in unserer Gegenwart sein, die für viele mit Ängsten, Zeit- und Leistungsdruck, unrealistischen Ansprüchen an sich selbst und andere und die Unfähigkeit, sich selbst zu spüren und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, verbunden ist. Das Gefühl der Isolation und des Getrennt-Seins von unserer ursprünglichen Wesensart und unserer Daseinsbestimmung ist bei so vielen Menschen in unserer Zeit vorhanden, ohne das benannt werden kann, warum das eigentlich so ist.

Natürlich kann eine notwendige Unterstützung durch einen Therapeuten jedweder Art dadurch nicht ersetzt werden.

Aber es kann ein Einstieg sein in das Gefühl des geführten „Loslassens“, weil es Menschen gibt, die sich mit Entspannungstechniken schwertun.

Konkret soll mit diesem System über eine Brille (grün, rot oder weiß) mit Hilfe von Lichtblitzen, die mit Suggestionen und Musik über Kopfhörer synchronisiert sind, ein Entspannungszustand hin zu den beschriebenen Frequenzbereichen der Hirnwellen eingeleitet werden. Die Lichtblitze werden bei geschlossenen Augen und stufenloser Helligkeitsregulation schon bald gar nicht mehr wirklich wahrgenommen. Es kann zwischen vielen verschiedenen Programmen gewählt werden-mit und ohne Tiefensuggestionen, Musikprogrammen, themenbezogenen Programmen wie Tiefenentspannung erreichen, Tinnitus Bewältigung fördern, Unterstützung beim Abnehmen oder bei der Raucherentwöhnung erfahren, Lebensmut tanken, Ängste überwinden, Meditation und Fantasiereisen, Lernprogramme zur Konzentrationssteigerung bei Prüfungen und auch Sportprogramme.

In unserer Praxis werden besonders die Tiefenentspannung, geführte Meditationen und die Tinnitus Suggestionen z. B. als Begleitung bei einer Infusion oder bei einer Akupunkturbehandlung als sehr angenehm und hilfreich empfunden. Schon nach einigen Anwendungen wurde von Patienten über mehr Achtsamkeit, mehr Gelassenheit im Alltag, höhere Belastbarkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besseren Schlaf und bessere Gedächtnisleistung berichtet-dies ist subjektiv und nicht auf jeden Anwender zu übertragen und daher nicht allgemeingültig.

Einen wissenschaftlichen Wirknachweis für diese meditative Selbsterfahrung gibt es nicht. Epilepsie-Patienten, Patienten mit Herzschrittmachern und Schwangere sind nicht für Stimulation mit der Frequenzbrille geeignet.

Für alle anderen Patienten gilt:
Probieren Sie es gerne bei uns aus und vielleicht schaffen Sie sich selbst ein solches Gerät für zu Hause an, weil Sie es nicht mehr missen möchten…

Das Beste für Ihre Gesundheit wünscht
Ihr Praxis- Team Dr Walter

Was ist bei Probiotikaeinnahme zu beachten?

Was ist bei Probiotikaeinnahme zu beachten?

Was ist bei Probiotika-Einnahme zu beachten?

Allgemein gelten Probiotika als gesundheitsfördernd, immunstimulierend, wichtig für die Darmgesundheit und der Verkauf boomt, je mehr Studien es darüber gibt und das öffentliche Interesse steigt stetig. Obwohl immens viel geforscht wird über unser Mikrobiom sind immer noch wenige Gattungen bekannt und auch die Funktion der einzelnen Bakterien ist längst nicht umfassend geklärt.

Insgesamt kann man sicher sagen, dass in der Regel der gesundheitliche Nutzen etwaige Risiken überwiegt. Trotzdem sollte man bei hochgradig immunsupprimierten Personen, Schwerkranken, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und z. B. liegenden zentralen Venenkathetern sehr zurückhaltend mit Probiotika sein.

Wichtig ist, Probiotika sinnvoll einzusetzen. Hierfür eignet sich am besten eine Untersuchung der individuellen Mikrobiota, der Darmschleimhautverhältnisse und der Verdauungsleistung mittels einer entsprechenden Stuhlprobe. Außerdem macht eine Untersuchung der Mikronährstoffverhältnisse Sinn.

Bevor ich Probiotika gebe, sollte ein günstiges Milieu im Darm geschaffen sein, damit sich gesundheitsförderliche Bakterien vermehren können. Insgesamt ist man sich inzwischen darüber einig, dass man es sich nicht unbedingt so vorstellen darf, dass sich die eingenommenen Probiotika im Darm ansiedeln. Sie setzten vermutlich nur einen Kolonisationsreiz für die Vermehrung entsprechender Spezies. Wichtig ist der Stuhl-PH, denn viele Bakterien gedeihen nur in einem bestimmten PH-Bereich. Außerdem leben manche im sauerstoffhaltigen, manche im streng sauerstofffreien Milieu und manche sind Mischformen.

Welche Beschwerden will ich mit den Probiotika bessern?

Falls ich an einer Histamin-Abbaustörung leide, sollte ich wissen, welche Probiotika in meinem Präparat enthalten sein sollen und welche besser nicht. Zu dem Histamin senkenden Bakterien gehören z. B. Lactobacillus rhamnosus, Bifidobakterium infantis, Bifidobakterium longum und Lactobacillus plantarum. Hingegen sollte kein Lactobacillus casei, Lactobacillus lactis, Enterococcus faecium und Lactobacillus bulgaricus enthalten sein. Etliche andere Bakterienarten verhalten sich neutral. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Probiotika für Histaminintoleranz auf dem Markt.

Bei Reizdarmsyndrom gibt es nach den Empfehlungen der Gastroliga bestimmte symptomorientierte Empfehlungen verschiedener Bakterienstämme. So konnte Lactobacillus plantarum z. B. und Bifidobakterium infantis günstige Effekte bei Schmerzen und Meteorismus zeigen und der E.coli Nissle Stamm eher bei Obstipation. Im Lancet wurde 2020 eine signifikante Wirksamkeit des Bakterienstamms B.bifidum HI-MIMBb75 bei RDS veröffentlicht, der auch bereits in Präparaten erhältlich ist.

Zur Vorbeugung und Behandlung einer Reise-Diarrhoe hat sich Saccharomyces boulardii sehr bewährt. Vorsicht ist bei Immunsupprimierten geboten.

Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus casei, Lactobacillus plantarum, rhamnosus, Enterococcus faecalis und bestimmte E.coli Stämme können die Immunabwehr stärken und wirken z. T. immunmodulierend. Die Liste ist nicht vollständig.

Bestimmte Arten des Laktobacillus plantarum konnten auch eine Cholesterinsenkung (moderat natürlich) nachweisen.

Bifidobakterien gelten als sehr sicher. Sie dienen zur Immunstimulation und bilden einige B-Vitamine.

Laktobazillen können für den Menschen unverdauliche Kohlenhydrate spalten. Sie wirken z. T. durch Bildung von Wasserstoff hemmend auf schädliche Bakterienarten und Wirken einer Candidabesiedlung entgegen.

Lactobacillus reuteri kann Cholsterinwerte senken und wirkt verdrängend auf Helicobacter pylorii.

Enterococcus faecalis wirkt immunstimulierend durch Bildung von Schleimhautimmunglobulin A und E.coli kann als Trainingspartner unserer Immunzellen dienen.

Sehr wichtig für den Schutz vor Durchfällen oder Darmentzündungen bei Antibiotikaeinnahme kann die gleichzeitige Einnahme von Probiotika, vornehmlich Laktobazillen und Bifidobakterien sein.

Bei bestimmten Konstellationen wie z. B. Candidabesiedlung kann es sinnvoll sein, zunächst einmal Probiotika mit wenig verschiedenen Arten einzunehmen und erst später hochdosierte Präparate mit vielen verschiedenen Spezies in Milliardenhöhe.

Die Erhaltung der Diversität unseres Mikrobioms ist für unsere Gesundheit einer der entscheidendsten Parameter.

Bacteroidetes Arten ziehen weniger Energie aus der Nahrung als Firmicuten, daher sind Patienten mit dominierenden Firmicutes-Spezies in ihrer Mikrobiota eher mit höherem Körpergewicht zu finden. Aber das ist keineswegs ein Muss und allgemeingültig.

Wichtiger als die Einnahme von Probiotika ist die Ballaststoffzufuhr – vornehmlich in geeigneten Lebensmitteln. Denn Ballaststoffe füttern gesunde Darmbakterien und sie vermehren sich dann von allein. Manche sehr wichtige Bakterien wie Akkermansia muciniphilia und Faekalibakterium prausnitzii sind überhaupt nicht in Probiotika enthalten und können nur angefüttert werden, z. B. mit Inulin, resistenter Stärke, Flohsamenschalenpulver, Akazienfaserpulver, Pektin, Beta-Glukane, Baobab usw.

Artischocken, Zwiebeln, Haferflocken, Topinambur, Gerste, Bananen, abgekühlten gekochten Kartoffeln, Erbsen, Weizen- und Haferkleie sind nur wenige Beispiele natürlicher Lieferanten für Ballaststoffe.

So ist es nicht unerheblich zu klären, was ich mit der Probiotika-Einnahme bewirken will.

Die Präparate sollten frei von unnötigen und potenziell schädlichen Beistoffen sein, es lohnt sich auf den Packungsinhalt zu sehen. Unverträglichkeiten könnten eben manchmal durch die Zusatzstoffe bedingt sein. Schleimhautstabilisierende Mineralien oder Vitamine könnten als Zusatz sinnvoll sein. Meist ist eine Nüchterneinnahme sinnvoll, auch vor dem Schlafengehen. Die löslichen Präparate sollten genau nach den Einnahmeempfehlungen eingenommen werden in den empfohlenen Flüssigkeiten. Die Einnahmedauer beträgt oft mehrere Monate und ist auch als Dauereinnahme denkbar.

Sehr interessant sind die Ergebnisse an 300 Covid 19 Patienten mit leichteren Erkrankungsverläufen und Probiotikagabe. Hier wurde ein neues Probiotikum mit 4 Stämmen bestimmter Laktobacillen und Pediococcus a.den Probanden verabreicht und es wurden sowohl positive Ergebnisse hinsichtlich Symptomdauer als auch Verringerung von Lungenanaomalien erzielt!! Es ist seit 1.7. in der Apotheke erhältlich.

Ich wünsche Ihnen eine gute Gesundheit.

Dr Ulrike Walter

Stress ist messbar

Stress ist messbar

Stress ist messbar

Unsere Praxis ist spezialisiert unter anderem auf ganzheitliche Tinnitusdiagnostik und Behandlung.

Bei dem Symptom Tinnitus spielt in vielen Fällen Stressbelastung jeglicher Art eine große Rolle.
Selbstverständlich gilt dies nicht für jede Art von Tinnitus-deshalb erfordert dieses Phänomen meiner Meinung nach eine wesentlich detaillierte Diagnostik als nur einen Hörtest.

Zunächst muss trotzdem eine detaillierte Abklärung des Hörsystems mit Tinnitusmatching erfolgen.
Meine Ansicht ist: Nur wenn ich der individuellen Ursache des Ohrgeräusches nahekomme, kann ich eine Chance auf Besserung haben, auch wenn dies erwiesenermaßen nicht einfach ist. Daher gibt es in meiner Praxis eine ganzheitliche Tinnitus-Sprechstunde mit speziellen Fragebögen, Diagnostik nach Applied Kinesiology und weiterer Abklärung mit Laboruntersuchungen oder Hinzuziehen anderer Fachgebiete, falls dies erforderlich ist.

Durch standardisierte Stressfragebögen hat man bereits einen Einblick auf die subjektive Stresseinschätzung. Dies entspricht häufig auch der tatsächlichen Stressbelastung des Organismus, aber nicht immer gibt es eine Korrelation.
Die Stressreaktion geschieht über 2 Stressachsen: die neuronale, schnellere Achse über den sympathischen Nervenstrang und die etwas langsamere, hormonelle Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- Achse).
Der Sympathikus aktiviert das Nebennierenmark, welches Adrenalin und Noradrenalin (Katecholamine) ausschüttet. Hierbei erhöht sich bereits der Blutdruck und die Herzfrequenz und die Atmung wird schneller. Die Sauerstoff- und Glukoseversorgung steigt, die Gehirnleistung wird gesteigert. Über die endokrine Stressachse wird dann etwas später Cortisol ausgeschüttet.

Wir führen regelmäßig einen sogenannten Stresstest = VNS-Test (Test des vegetativen Nervensystems) = HRV-Test (Messung der Herzratenfrequenzvariabilität) durch.

Hierbei wird die Variabilität des Herzschlags per EKG zunächst in Ruhe und dann in entspannter Atemvorgabe zur Parasympathikus-Stimulation gemessen. Hier zeigt sich sehr deutlich ein Überwiegen der sympathischen Aktivität unterschiedlicher Ausprägung bei Patienten im Stressmodus. Wichtig ist, ob die Möglichkeit der down-Regulation erhalten ist. Diese Messung korreliert in manchen Fällen nicht mit der subjektiven Bewertung. Das heißt, der Organismus zeigt ein anderes Bild als die subjektive Wahrnehmung.

Eine weitere gute Möglichkeit der Einschätzung der Stressbelastung besteht in der Messung des Cortisol-Tagesprofils im Speichel. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet, unterliegt einem Regelkreis über die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse und ist lebensnotwendig. Cortisol macht uns überhaupt erst leistungsfähig durch Bereitstellung von Energie in Form von Glukose. Durch Cortisol steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller, der Fettstoffwechsel wird aktiviert und die Entzündungsneigung geht zurück. Cortisol unterliegt einer circadianen Rhythmik. Es hat in den frühen Morgenstunden einen hohen Peak, der uns aus dem Bett in die Aktivität bringt und wird dann sehr langsam über den Tag abgebaut. Wenn der Cortisolspiegel abends immer noch hoch ist, wird das Einschlafen schwierig und die dringend notwendigen Erholungsvorgänge des Körpers finden nicht in ausreichendem Maße statt. Im Nebennierenmark werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin (Katecholamine) gebildet, die noch früher als das Cortisol in Stresssituationen sofort ausgeschüttet werden. Diese erhöhen die Aufmerksamkeit und Konzentration, machen sofort wach, erhöhen den Blutdruck unter anderem durch Verengung der Blutgefäße, steigern die Durchblutung des Hirns und der Muskulatur, die Glucoseverwertung steigt.

Die Katecholamine und auch ihre Abbauprodukte sind neben dem Wohlfühlhormon Dopamin und Serotonin im sogenannten Neurostressprofil im Urin messbar.

All das braucht man, wenn man dem Säbelzahntiger gegenübersteht!

Die Flight-or-Fight- Reaktion wird in Bruchteilen von Sekunden durch die Aktivierung der beiden Stressachsen gestartet. Nach überstandener Akutsituation (entweder wir sind erfolgreich geflohen oder gefressen worden) wird das parasympathische System aktiviert und schaltet den Stoffwechsel wieder herunter. Körper und Geist sind erschöpft und brauchen eine Ruhepause. Dies ist nötig, um für die nächste Akutsituation wieder bereit zu sein.

Was aber ist, wenn der Säbelzahntiger jeden Tag vor der Tür steht?

Andere Begriffe für Säbelzahntiger sind z. B. ein gnadenloser Chef, eine unglückliche Ehe, eine chronische Krankheit, der Verlust eines nahen Angehörigen, chronische Geldsorgen, jede vermeintlich ausweglose Situation.
So kann man leicht nachvollziehen, dass jede Dauerstresssituation sehr leicht in chronische Krankheiten wie Blutdruckerhöhungen, Diabetes, Herzinfarkte, Depressionen, Stoffwechselstörungen, Blutfettwerterhöhungen führen kann – und natürlich auch zu Tinnitus, was ja eine erhöhte neuronale Aktivität in der Hörbahn darstellt. Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit, reduziertes Glücksempfinden und vieles andere kommen noch dazu.

Daher ist es sehr wichtig, die individuellen, persönlichen Stressoren zu kennen und aktiv anzugehen, wenn das Leben zur Dauerbelastung geworden ist. Immer wird man den Kampf mit dem Säbelzahntiger nicht gewinnen und wenn es auch nicht tödlich endet, wird man nur mit Verletzungen aus dem Dauerstress herauskommen.

Man hat immer mehrere Wahlmöglichkeiten: 

  • Ich versuche die Situation im Äußeren zu verändern, indem ich geeignete Maßnahmen zu einer Verbesserung treffe.
  • Wenn ich die Situation nicht ändern kann, aber die Möglichkeit sehe, meine innere Haltung zu ändern um dann in eine zufriedene Akzeptanz komme, sollte ich das tun.
  • Wenn ich weder 1 noch 2 schaffe, dann gehe ich aus der mich krankmachen Situation heraus- ich verlasse die Arena.

Am ungünstigsten ist es, eine Opferrolle als Dauerzustand anzunehmen oder eine Kopf-in-den-Sand Haltung zu praktizieren. Die Gesundheit wird darunter leiden und früher oder später wird der Körper eine Änderung herbeizwingen.

Daher ist Vorbeugen und aktives Erkennen der Situation wichtig-damit meine ich nicht eine Prüfungssituation, die durchgestanden werden muss.

Ich meine vielmehr, eine krankmachende, dauernde Überlastung und Fehlbelastung des gesamten Menschen mit seinen persönlichen Stressoren, die sehr unterschiedlich sein können – je nach Erfahrungen, genetischen Dispositionen, Glaubenssätzen, Resilienzen.

Falls Sie näher an Stressberatung und entsprechender Diagnostik interessiert sind, lassen Sie sich gerne bei uns beraten.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr. Ulrike Walter

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsbeschwerden nehmen sowohl bei jungen Patienten als auch in der älteren Bevölkerungsschicht in meiner Praxis einen breiten Raum ein.

Üblicherweise wird zunächst immer an einen akuten oder persistierenden Infekt, eine Mandelentzündung oder ein grippales Symptom gedacht. Dies kann eine mögliche Ursache sein, bedarf aber bei fortbestehenden Beschwerden trotz antiviraler oder antibakterieller Therapie einer genaueren Abklärung.

Zu diesem Thema gibt es eine gerade überarbeitete Leitlinie. Hierbei wurde in infektiöse und nicht-infektiöse Ursachen der chronischen Halsbeschwerden unterteilt. Unter den infektiösen Ursachen sind virale Rachenentzündungen die häufigste Ursache. Außerdem wurden Kriterien festgelegt, nach denen selbst bakterielle Racheninfektionen zunächst ohne Antibiotikagabe nur symptomatisch behandelt werden sollen.

Bei immungeschwächten Personen kann es zu verlängerten oder häufiger wiederkehrenden entzündlichen Racheninfektionen kommen. Immer sollte bei einem chronischen Verlauf eine HNO-Fachärztliche Untersuchung erfolgen. Eine Abstrichentnahme oder ein Labortest wurde nicht primär empfohlen. Trotzdem kann dies in manchen Fällen sinnvoll sein.

In meiner Praxis, die ja auch ganzheitlich ausgerichtet ist, habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass virale Reaktivierungen der Herpesviren, speziell des EBV Virus solche Beschwerden verursachen können. Diese Reaktivierungen sind nicht unbedingt in der Schulmedizin nachgewiesen, trotzdem gibt es Labortests, mit deren Hilfe zumindest ein Hinweis darauf gefunden werden kann. Da sie nicht etabliert sind, sind sie oft auch kein Gegenstand der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Ich teste zunächst mit Applied Kinesiology mögliche Erregerursachen aus, um dann erst weitere Labordiagnostik zu erwägen. Das Verfahren der Applied Kinesiology hat sich bei mir sehr bewährt, ist nicht schulmedizinisch unterstützt und ist eine Selbstzahlerleistung.

Manchmal finde ich immunologische Ursachen, z. B. Herdbelastungen (vor allem nicht bekannte chronische Zahnherde), welche zu Reaktivierungen von Viren führen können, da das Immunsystem ständig an anderen Fronten beschäftigt ist. Manche Viren wie z. B. EBV verbleiben in unserem Körper und „wohnen“ in den B-Zellen der Immunabwehr. Die Schulmedizin empfiehlt symptomatische Therapie zB mit Ibuprofen, was sicherlich eine Zeitlang versucht werden kann, jedoch keine ursächliche Behandlung ist. Vergessen sollte man keineswegs das Mikrobiom in unserem Darm, das eminent wichtig ist für die Schleimhautgesundheit und über die Bildung von sIGA auch für die Abwehr von Erregern. Hier sind unglaublich viele störende Einflüsse, allen voran durch die Ernährung möglich.

Deshalb sehe ich in der Ganzheitsmedizin hier eine große Chance, nähere Ursachenforschung zu betreiben und auch die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde zu nutzen-auch wenn sie nicht durch Studien belegt sind und einfach Erfahrungsheilkunde darstellen. In unserer Praxis kommen iso-und homöopathische Verfahren, Neuraltherapie, Mikroimmuntherapie, verschiedene Infusionstherapien sowie Akupunkturinjektionen (Homöosiniatrie), Ernährungsoptimierung, Ordnungstherapie und Eigenblutverfahren zum Einsatz. Die Liste ist nicht vollständig. In meiner Vorstellung der Behandlung von Immunstärkung bei chronisch persistierenden und rezidivierenden Infekten im oberen Atemwegsbereich sind diese Verfahren unverzichtbar und das Vorgehen erfordert immer eine individuelle Behandlung.

Es wird auch in den Leitlinien auf nicht-infektiöse Ursachen chronischer Halsbeschwerden hingewiesen.

Diese sind mindestens genauso häufig. Hier sind es vor allem die chronische Refluxkrankheit und Schleimhautirritationen durch ständiges Schnarchen, die hier zu nennen sind.

Außerdem gibt es medikamentöse Nebenwirkungen von Medikamenten wie z. B. blutdrucksenkenden Mitteln (ACE-Hemmern), die dies verursachen können.

Muskuläre Ursachen wie bei chronischen Stimmstörungen (Dysphonie), besonders bei schwachem Stimmeinsatz können ebenso zu Halsbeschwerden führen und man muss nach der HNO Diagnostik der stroboskopischen Stimmlippenfunktion daran denken. Muskuläre Überlastungen der vorderen Halsmuskulatur in allen Schichten sowie der Mundbodenmuskulatur sind häufig beim sogenannten CMD-Syndrom bei Bruxismus (Zähneknirschen) zu finden. Hier kann Physiotherapie, Logopädie und unterstützend auch Entspannungstherapie sowie Homöopathie oder Pflanzenheilkunde helfen.

Häufig findet man bei älteren Patienten durch die Osteophytenbildung (Knochenausziehungen) bei chronisch degenerativen HWS-Veränderungen auch eine Beteiligung der Schluckstraße, was sich in Halsschmerzen äußern kann. Seltener sind z. B. ein verlängerter Griffelfortsatz im Bereich der Gaumenmandeln (Eagle-Syndrom) oder einschießende Neuralgien des n. glossopharyngeus beim Schlucken .

Unbedingt sollte auch eine Ursache im Bereich der oberen Kopfgelenke (Atlas/ Axis/Übergang Okziput) sowie nach sogenannten Schädelfehlern mit nachfolgender Duraspannung im osteopathischen Fachgebiet gesucht werden, da diese durch Irritation mancher Hirnnerven – besonders des nervus vagus zu nicht leicht zu diagnostizierenden-Beschwerden auch im Halsbereich führen können.

Es gibt auch noch eine ganze Reihe von wirklich seltenen Ursache, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Schilddrüsenknoten und Struma führen so gut wie nie zu Halsbeschwerden, es sei denn, es liegen akute Entzündungen der Schilddrüse oder eine große, gefüllte Zyste in diesem Bereich vor.

Aus ganzheitlicher Sicht möchte ich auch auf eine mögliche Störung des 5. Chakras des Halschakras hinweisen. In der Schulmedizin wird die Diagnose „Globusgefühl“ kodiert, was soviel bedeutet wie: Druck im Hals ohne erkennbare Ursache.

Hier liegen oft psychosomatische – oft unbewusste Ursachen – zugrunde. Was kann nicht mehr geschluckt werden? Was kann nicht mehr in Worte gefasst werden? Worüber will man nicht sprechen? Was verschlägt mir die Sprache? Was bedrückt mich? Was sind meine Stressoren?

Diese Fragen sind sehr wichtig bei chronischen Halsbeschwerden ohne Diagnose , die nicht einfach durch ein Antibiotikum oder ein Schmerzmittel zu behandeln sind sind, wie leicht zu verstehen ist. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass hier auch Neuraltherapie und Homöopathie helfen kann, natürlich zugleich mit Angehen der tieferliegenden Ursachen.

Es ist sehr wichtig, eine fachärztliche Abklärung bei chronischen Halsbeschwerden durchzuführen zu lassen, die auch verschiedene Fachgebiete betreffen kann. Nur bei richtiger Ursachenfindung ist die beste Chance auf Heilung gegeben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Bleiben Sie gesund!

Dr. Ulrike Walter

Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Gerade wurde eine Leitlinie bezüglich andauernder Gesundheitsbeschwerden nach einer durchgemachten COVID-19-Infektion erstellt. Hierbei soll es um eine Orientierung hinsichtlich diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten zur Behandlung von Nachfolgebeschwerden gehen. Die Häufigkeit dieser unterschiedlichsten Symptome in nahezu allen Körpersystemen beträgt annäherungsweise um 15%.

Bemerkenswert ist, dass die Schwere der durchgemachten Erkrankung nicht unbedingt mit einem Auftreten eines Post-COVID-Syndroms korreliert. Auch junge Patienten mit einem verhältnismäßig leichten Verlauf können z.B. ein anhaltendes Fatigue-Syndrom oder Riechstörungen lange über die eigentliche Erkrankungszeit hinaus behalten. Die genauen Ursachen sind bisher nicht bekannt.

Aber auch andere virale Infektionen, z.B. das bekannte EBV (Ebstein-Bar-Virus), können ebensolche langanhaltenden Leistungseinbrüche hervorrufen.

Zu den Post-COVID-Beschwerden zählen Riech- und Geschmackstörungen, anhaltende Müdigkeit und Leistungsschwäche, pulmonale Einschränkungen wie Luftnot bei geringster Belastung, Hör- und Sehstörungen, Tinnitus, kardiale Probleme und Thrombosen, Schmerzsymptome aller Art, aber auch gerade psychische Belastungen bis hin zu Depressionen und Angststörungen kommen nicht selten vor. Es gibt eine Vielzahl weiterer Beschwerden, die hier nicht genannt wurden.

Hier soll es nun um die HNO-spezifischen Aspekte – insbesondere Riech- und Geschmackstörungen gehen. Es gibt aber durchaus auch Höreinbußen mit und ohne Tinnitus, welche Patienten in meiner Praxis berichtet haben nach einer durchgemachten COVID-19-Erkrankung.

Die Geschmackstörungen hängen ja meist mit dem Riechverlust zusammen, da ja insgesamt nur 5 Geschmacksqualitäten – nämlich süß, sauer, salzig, bitter und umami bekannt sind, alles andere sind Geschmackseindrücke, die durch das Riechen spezifiziert werden. Trotzdem kommen auch wirkliche Störungen der Sinneseindrücke der Geschmacksknospen durch Störungen der Nervenversorgung aus den Ästen des Nervus vagus, glossopharyngeus und facialis vor.

Riechstörungen sind ja in der Akutphase der Erkrankung schon ein pathognomonisches Zeichen.

Der Riechverlust kann komplett oder teilweise vorhanden sein oder es können auch verfälschte Geruchseindrücke auftreten. Insgesamt ist der Geruchsverlust für die Patienten sehr belastend.

Der Riechverlust kann mit Hilfe von Fragebögen und einem Riechtest mit definierten „Sniffin` Sticks“ diagnostisch angegangen werden. Selbstverständlich gehören eine genaue endoskopische Exploration der Nasenhaupthöhlen, des Nasenrachenraums und auch eine Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen dazu. Ergeben sich hier Hinweise auf eine Sinusitis, sollte ein CT der Nasennebenhöhlen angeschlossen werden. Auch Geschmackstestlösungen oder Streifen kommen diagnostisch zum Einsatz. Vereinzelt wurden im Schädel-MRT Veränderungen an den zentralen Riechhirnstrukturen festgestellt.

Insgesamt ist der Verlauf als günstig anzusehen. Die meisten Patienten erholen sich von dem Riechverlust innerhalb von 2 Monaten. Bei Beschwerden, die längstens nach 3 Monaten immer noch bestehen, sollte eine genaue HNO-Diagnostik erfolgen und eine Therapie eingeleitet werden.

Hier sollte dann auf jeden Fall ein gezieltes Riechtraining zu Hause durchgeführt werden. Dieses erfolgt durch mindestens 30 Sekunden riechen an 4 verschiedenen Düften morgens und abends. Dabei sollten dies starke Gerüche sein wie z.B. Zitronenduft oder Rosenöl, eine Duftqualität sollte stechend sein wie z.B. Essig oder Menthol zur Trigeminusstimulation. Das Riechtraining sollte monatelang fortgeführt werden.

Die Anwendung von Corticoid-Nasenspray ist eher zurückhaltend zu bewerten.

Zusätzlich kann noch lokal intranasal mit Vitamin A als angefertigte Nasentropfen mit 1x 10 000 I.E. pro Tag 2 Monate lang therapiert werden. Dies gehört unbedingt in fachärztliche Hand und sollte keineswegs in eigener Regie durchgeführt werden. Bei Schwangerschaft besteht eine eindeutige Kontraindikation.

Von Seiten der Komplementärmedizin gibt es weitere Verfahren, die sich bei uns bewährt haben in der Unterstützung von Patienten mit Riechstörungen, aber schulmedizinisch nicht gesichert sind.

Hierzu gehört vor allen Dingen die Anwendung verschiedener Homöopathika, die ich individuell nach Applied Kinesiology austeste. Die Anwendung von B-Vitaminen und Vitamin C auch als Infusionen im höher dosierten Bereich ist Teil unserer Behandlung in der Praxis sowie eine Einstellung des Vitamin-D-Spiegels mindestens im oberen Normdrittel.

Omega 3 Fettsäuren sollten unbedingt substituiert werden, ggf. auch Krillöl, da es Phopholipde enthält, welche essenziell für die Zellmembranen auch im Gehirn sind. Des Weiteren sollten genügend Antioxidantien vorhanden sein, welche z.B. in sekundären Pflanzenstoffen vorhanden sind.

Eine Akupunkturbehandlung kann ebenfalls bei Riechstörungen angewendet werden. Dies hat sich seit vielen Jahren in unserer Praxis bewährt, solange noch funktionsfähige Riechneurone vorhanden und nicht komplett zerstört sind, was ja fast nie der Fall ist (wie z.B. nach einem Trauma).

Allerdings gestaltet sich nach meiner Erfahrung der Erfolg der Akupunktur bei COVID-19-bedingten Geruchsstörungen etwas schwieriger und langwieriger als bei anderen viralen Ursachen wie z.B. grippalen Infekten.

Ein Therapieversuch zur Behandlung von persistierenden Geruchsstörungen nach COVID-Erkrankung lohnt sich auf jeden Fall, egal wie lange sie bestehen. Eine dauerhafte Geruchseinbuße bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität.

Bitte wenden Sie sich doch gerne an uns, wenn Sie weitere Informationen wünschen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr. Ulrike Walter

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