Verjüngen Sie sich doch einfach mal

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Verjüngen Sie sich doch einfach mal

Themen:
Ernährung-Bewegung-Schlaf-Meditation- Fasten-Sirtuine-Spermidin-Telomere-Kälte-Atmung-Ketose-IHHT

Nein, es geht hier weder um Botox noch um Hyaluronsäure.

Hier geht es um das Thema:
Altern verlangsamen oder sogar die biologische Uhr zurückdrehen-sprich: die Zellregeneration anregen.

Wie kann das gehen? Hier gibt es bereits ein riesiges Forschungsfeld.

Ich möchte Ihnen hier einige Anregungen geben-kein Anspruch auf Vollständigkeit!

Tatsache ist: altern ist nur zum geringen Teil genetisch bedingt, sondern vielmehr abhängig von unserem Lebensstil! In der Mitte des Lebens sollte man sich Gedanken dazu machen, wie man gedenkt, alt zu werden. Manches liegt nicht in unserer Hand-wie z. B. Unfälle – aber nicht alle Erkrankungen – speziell des Herzkreislaufsystems – müssen als schicksalshaft angesehen werden. Leider machen es uns die Umweltbelastungen in Wasser, Luft, Erde, Lebensmitteln und die allgegenwärtige Strahlungsbelastung nicht gerade einfach, gesund durchs Leben zu kommen.

Denn das Ziel ist doch für die meisten: gesund in die Kiste, und zwar möglichst spät.

Aber vieles liegt auch in unserer ureigenen Verantwortung. Die Naturheilkunde kennt die sogenannte“ Ordnungstherapie“. Dieser Begriff umschreibt einfach, ob Geist, Körper und Seele des Individuums in einer natürlichen Ordnung sind. Dies betrifft die Bereiche, Ernährung, Bewegung, Balance zwischen gesunder Aktivität und Ruhe und auch die seelische Gesundheit und Leben in intakten sozialen Beziehungen.

Und: der Mensch braucht Aufgaben, die ihn erfüllen, bis ins höchste Alter!

Dies wirkt alles auf unsere Resilienz, d.h. das Urvermögen, mit Widrigkeiten zurecht zu kommen-sprich flexible Anpassungsfähigkeit, nicht Regulationsstarre ist gesundheitserhaltend.

Also: Ernähren Sie sich gesund!

Ohne geeigneten Treibstoff läuft auch der tollste Ferrari nicht! Oder behandeln Sie Ihr Auto etwa besser als sich selber?

Was ist gesund?

Wenig bis gar kein Fleisch- und nur Bio. Wenig Biogeflügel. Fisch: max 1x pro Woche wegen der Schwermetallbelastung (am besten dazu Chlorella oder Zeolith einnehmen). Täglich grünes Bio-Blattgemüse( auch als smoothie), überhaupt sollte der Anteil von Gemüse auf dem Teller am höchsten sein (besser dünsten). Rote Beeren in der Saison. Obst in Maßen, nicht in Mengen. Keine Fruchtsäfte bis auf maximal 100ml Aronia- oder Holundersaft täglich. Keine Kuhmilch. Wenig Naturjoghurt. Eier max 1-2 pro Woche. Meiden Sie Weizen, lieber Biodinkel und Hafer, viele Faserstoffe (Präbiotika).

Wenn vertragen: Hülsenfrüchte in Maßen und nicht täglich. Kohlenhydrate wie Kartoffeln und Bioreis in Maßen. Rohkost-Salat ja, natürlich, in allen Variationen – aber nicht nach 17 Uhr. Täglich einige Nüsse (Paranuss nur 1 und nicht tgl.). Täglich gesunde Fette wie Omega 3 aus Leinöl plus Fisch- oder Algenöl. Reduzieren Sie den Zucker wo es geht!.Weidebutter ist in Maßen erlaubt. Keine Wurst! Käse in Maßen und nicht täglich – probieren Sie doch (selbstgemachte) Pflanzenaufstriche! Verwenden Sie Olivenöl im Salat und auch mittelkettige Fettsäuren. Meiden Sie auf jeden Fall Schweinefleisch und Transfette (Frittiertes!) Genießen Sie maximal 1-2 Tassen Kaffee am Tag, Espresso ist sogar noch besser. Achten Sie bei Kräutertee auf Bioqualität, da gerade hier die Schadstoffbelastung hoch sein kann.

Wechseln Sie mal ab in Ihren Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben! Das stärkt die Biodiversität unseres Mikrobios – und auf die kommt es an!

Trinken Sie nicht täglich Alkohol! Sehen Sie Alkohol als seltenes Genussmittel an und nicht als Spannungslöser oder Stimmungsmacher! Alkohol ist definitiv nicht gesund!

Kauen Sie extrem gut – bis alles Feste flüssig und das Flüssige wie gekaut und nicht geschüttet aufgenommen wird!

Trinken Sie gutes Quellwasser, z. B. aus artesischer Quelle und zwar täglich 30ml pro kg Körpergewicht!

Rauchen macht richtig alt und die Haut hässlich (so wie die Haut aussieht, sehn auch die Zellen im Körperinneren aus! Sie leiden an oxidativem und nitrosativem Stress!) Hören Sie am besten noch heute damit auf!

Fasten Sie immer mal wieder!

Egal ob 16:8 oder Dinnercancelling oder ein Tag die Woche nur Brühe/Tee/Wasser oder eine Fastenwoche 2x pro Jahr-Nahrungsrestriktion wirkt sich durchweg positiv auf die Zellregeneration, die Mitochondrien und den gesamten Stoffwechsel aus! Dazu gibt es massenhaft Untersuchungen und die Stimmung hebt sich auch nach einer Fastenperiode!

Fasten ist Heilungszeit für Körper, Geist und Seele. Fasten wirkt verjüngend durch Verlängerung der Telomere. Telomere sind die Schutzkappen auf unseren Chromosomen. Durch Zellteilungen werden sie immer kürzer, bis die Zelle stirbt. Fasten verlangsamt nachweislich diesen Prozess!

Durch das (intermittierende) Fasten kommt man schneller in den Zustand der Ketose (die Energie wird aus Fettreserven mobilisiert und es entstehen Ketonkörper) Dieser Zustand wird nur erreicht, wenn die Glukosespeicher leer sind, das heisst,die Kohlenhydratzufuhr stark zurückgefahren wird. Inzwischen gibt es auch exogene Ketone, die man zuführen kann, um in den ketogenen Zustand zu kommen. Besonders auf das Nervensystem kann sich die Ketose günstig auswirken und natürlich bei Krebs.

Bewegen Sie sich am besten täglich!

Mäßiger Ausdauersport plus Gymnastik/ Fitness für die Beweglichkeit und das Erhalten der Muskulatur ist das Zaubermittel- auch und gerade auch für das Hirn! Zeit für 3-4x 45 Minuten in der Woche ist immer drin-radeln Sie wie ich zur Arbeit oder gehen zur Tagesschau auf den hometrainer. Spazieren gehen mit dem Hund reicht nicht.

Machen Sie das ,was Ihnen Spaß macht und Sie nicht überfordert! Zu viel ist genauso schädlich wie zu wenig! Und: bleiben Sie dran! Direkt vor dem Schlafengehen keinen Sport mehr-außer vielleicht mit dem PartnerJ

Befreien Sie sich immer wieder von Ihrem PC, Tablet und Smartphone in Ihrer Freizeit!

Gewichtkontrolle

Überraschenderweise fanden dänische Wissenschaftler in einer Kohortenstudie von 197-2013 heraus, dass der BMI mit der niedrigsten Mortalitätsrate 1. Im Laufe der Untersuchungsjahre angestiegen ist und 2. Dass zuletzt der BMI von 27 die geringste Sterblichkeitsquote aufwies. Das gilt bereits als Übergewicht.

Was man aus dieser Studie auch immer schlussfolgert: die Dünnsten und die Dicksten leben am kürzesten. Wenn Sie Ihr Idealgewicht knapp verpasst haben-kein Grund zur Sorge. Wie überall im Leben: Extreme sind nie gut.

Schafhygiene

Reinigen Sie Ihr Schlafzimmer von Fernseher, Smartphone auf dem Nachttisch und digitalem Wecker und schalten Sie das WLAN nachts aus! Vielleicht schlafen Sie plötzlich besser? Gönnen Sie sich wenn immer möglich mindestens 7 Stunden Schlaf! Am besten vor Mitternacht ins Bett. Sie nehmen durch Schlafen ab und die gesamte Zellregeneration läuft hauptsächlich nachts ab – in der Vaguszeit!

Abends Melatonin einzunehmen ist in höherem Alter absolut sinnvoll und wirkt stark antioxidativ, schlaffördernd und ist ein Anti-Aging Mittel!

Extrem wichtig: reduzieren Sie chronischen Stress!

Stress ist der Krankmacher No1. Damit meine ich nicht den Prüfungsstress oder Stress durch einen verlorenen Schlüssel.

Ich meine damit einen chronischen, extrem belastenden Dauerzustand durch unglückliche Beziehungen, Einsamkeit, Arbeitsüberlastung, schlechtes Betriebsklima, überfordernde Pflegetätigkeiten, ständige Mehrfachbelastungen, Mobbing jeglicher Art und vieles mehr.

Die körperlichen und seelischen Auswirkungen sind immens und alles ist messbar im Labor oder auch der HRV. Belastender Dauerstress führt unweigerlich zu Krankheit und meist auch zu früherem Ableben. Nehmen Sie Stress ernst-ändern Sie die Zustände oder Ihre Einstellung zu den Dingen, bevor es zu spät ist. Ohnmächtig ist nur der, der sich als Opfer sieht und nicht die Chancen wahrnimmt, die immer und überall vorhanden sind-wenn man sie denn sehen und ergreifen will. Es geht schlicht und einfach um das Wichtigste: Ihr ureigenes Leben-das Einzige, das Sie hier auf Erden haben und für das Sie, und zwar nur Sie, die Verantwortung tragen. Immer wieder haben Menschen in den schlimmsten Situationen ihr Schicksal in die Hand genommen oder auch angenommen. Das Mindset ist dabei entscheidend, nicht die Umstände.

Meditation/ Yoga/ Entspannungstechniken

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, zu sich selber zu finden ,die Außenwelt für eine Zeit auszugrenzen und den Vagus-also den Entspannungsteil des vegetativen Nervensystems hochzufahren. Es gibt sogar eine Vielzahl von körperlichen Übungen, wie zB gurgeln der summen, die diesen Selbstheilungsnerv stimulieren können. Aber um in tiefere Versenkung zu kommen und sich selber gewahr zu werden ,reicht das allein nicht aus .Je nach Neigung und Zeit gibt es hier massenhaft Angebote in Kursen und zum Selberlernen . Ob MBSR Training, Quigong, Jacobsen,-suchen Sie sich was aus! Das was wichtig ist: man muss es einfach regelmäßig machen!

Atemtechnik

Gönnen sie sich tagsüber immer mal ein paar tiefe Atemzüge in den Bauch und schaun dabei in die Weite! Das stimuliert Ihren Vagus und führt zu sofortiger Stressreduktion.

Vielleicht machen sie auch ab und zu das Atemtraining von Wim-Hof (Basisübung):

  • Im Sitzen 30 tiefe Atemzüge in Brust und Bauch
  • Dann nach der letzten Ausatmung Luft solange anhalten, wie es noch gerade ohne Anstrengung geht
  • Dann wieder tief einatmen, Atem etwa 15 Sekunden anhalten und dann normal entspannt weiteratmen.

Machen Sie täglich Kälteexposition!

Das einfachste ist die kalte Dusche als Abschluss. Am besten etwa 2-3 Minuten! Bitte gewöhnen Sie sich langsam daran! Vorsicht bei Herzerkrankungen – fragen Sie erst Ihren Arzt.

Später springen sie dann vielleicht in einen eiskalten See oder Gebirgsbach oder gehen in eine Kältekammer? Oder im Winter barfuß raus in den Schnee?

Kälte ist Lebenselixier und wirkt sich auf unsere Mitochondrien durchwegs positiv aus!

Nährstoffcheck

Lassen Sie 1- 2x pro Jahr Ihren Vitamin-Mineral-und Aminosäure-und Omega 3 Haushalt überprüfen. Das sind in der Regel keine Laborwerte, die die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Aber dann weiß man, wo eventuell Defizite vorliegen und kann darauf reagieren. Sinnvoll wäre ggf außerdem noch der Q10 und Homocysteinwert. Sowie ein Entzündungswert und das Zonulin als Darmmarker. Jeder sollte auf jeden Fall wissen, wo er mit seinem Vitamin D Spiegel liegt !

Sirtuine

Bekannt sind beim Menschen 7 verschiedene Sirtuine. Sirtuine sind Enzyme, welche in den Stoffwechsel eingreifen, um ungünstige Umweltbedingungen wie Kälte, Hitze, Hunger ect.bestmöglich zu überstehen. Das heisst, es sind primär Überelebensenzyme, aber auch für Zellregeneration und Erneuerung zuständig. Wir wissen inzwischen, dass außer Extrembedingungen auch bestimmte Nahrungsmittel mit sekundären Pflanzenstoffen diese Sirtuine stimulieren. Bekannte Vertreter sind Brokkoli, Grünkohl, rote Zwiebeln, Rucola, Walnüsse ,grüner Tee, Curcuma, rote Beeren und etliche andere. Sirtuine verlängern Ihre Telomere durch Steigerung der Telomerase-Aktivität! Denn diese füllt die Telomere auf und verhindert somit den Abbau. Das heisst, eine hohe Telomeraseaktivität kann Ihr Leben verlängern! Für die Entdeckung der Telomere wurde 2009 der Medizinnobelpreis vergeben.

Wussten Sie, dass man Ihre Telomerlänge messen kann-d.h. das biologische Alter abschätzen kann?

Vielleicht machen Sie einen Test vor und nach Ihrer Verjüngungskur?

Sirtuine können außerdem zusätzlich als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Spermidin

Spermidin wurde zwar zuerst im Sperma entdeckt, aber es ist in allen Lebewesen und Körperzellen zu finden. Spermidin ist ein Gesundheitselixier, weil es die Selbstreinigungsprozesse des Körpers durch Autophagiestimulation ankurbelt. Autophagie bedeutet baufällige Zellbestandteile zu reparieren oder auszumustern-also Müllabfuhr und Reparaturunternehmen. Es ist das Aufräumprogramm der Zelle. Fasten führt auch zur Stimulation des Aufräumprogramms.

Spermidin ist also der in uns wohnende Jungbrunnen. Hierzu gibt es eine Studie mit einer südtiroler Gemeinde, die 20 Jahre beobachtet wurde. Hier zeigte sich ein um 5-7 Jahre längeres Leben bei den Teilnehmern, die sich spermidinreich ernährten. Spermidin schützt besonders die Gefäße und das Nervensystem und stärkt die Immunfunktion.

Welche Lebenmittel enthalten Spermidin?

Spermidin ist besonders in Pilzen, Sojabohnen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und in Weizenkeimen enthalten.

Spermidin kann außerdem als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden-dann besonders abends zur Unterstützung der Zellregeneration in der Nacht.

IHHT

Ich habe bereits mehrfach auf meiner Seite über das Höhentraining geschrieben und die erfahrungsgemäß positive Auswirkung der intermittierenden Sauerstoffreduktion auf die Zellregeneration, das Herzkreislaufsystem, auf den Schlaf, den Hormonhaushalt, die Fitness und die Energieausbeute.

Sie kann sich daher sowohl zur (Begleit)-Therapie von bestimmten Krankheitszuständen als auch zum „Well-und-Anti-Aging als nützlich und sinnvoll erweisen. Sie sollte allerdings kurmäßig (10-15 Sitzungen ca 2x/ Woche) angewendet werden, um einen Trainingserfolg zu erzielen. Dieser soll nach Untersuchungen bis zu 9 Monate anhalten – ist aber weiter Teil der Hypoxieforschung.

Wichtig ist dabei die individuelle Einstellung. Ein Marathonläufer trainiert auch anders als jemand, der noch nie 5 km am Stück gelaufen ist. Es kommt nicht auf die erzielte Höhe an. Es kommt darauf an, passende Reize für den Organismus zu setzen, die ihm helfen, Ballast loszuwerden und schneller zu regenerieren hin zu mehr Vitalität.

Weitere Informationen gerne bei uns in der Praxis.

Wann starten Sie mit Ihrer Verjüngungskur – sie wirkt garantiert innen und außen und ist besser als jedes Botox!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr. Ulrike Walter

Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen / Glutensensitivität

Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen / Glutensensitivität

Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen/Glutensensitivität

Getreideunverträglichkeit ist inzwischen weit verbreitet. Vor allem Weizen wird oft nicht gut vertragen. Nur bei einem kleinen Teil der Unverträglichkeiten wird auch eine tatsächliche Allergie nachgewiesen. Wesentlich häufiger ist eine Symptombesserung nach einem Auslassversuch über etliche Wochen, ohne dass eine Unverträglichkeit diagnostisch nachgewiesen werden konnte.

Die Symptome sind bunt und können verschiedene Organsystem betreffen:

Urticaria, atopische Dermatitis, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfälle, Konzentrationsstörungen, Atembeschwerden, nebel im Kopf und Kopfschmerzen bis hin zu anaphylaktischen Symptomen wurden beschrieben. Die Reaktionszeit kann als Sofortreaktion bis etwa 2 Tage nach dem Getreidegenuss auftreten, was die Diagnostik oft erschwert.

Der Nachweis der Zöliakie ist relativ einfach, wenn daran gedacht wird. Sie ist eine genetisch determinierte Autoimmunerkrankung mit einer Unverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten, das in vielen Getreidesorten vorkommt. Sie kann bei disponierten Personen (DQ2 oder DQ8 positiv) zu einer lebenslangen glutensensitiven Enteropathie mit schwerer Schädigung der Dünndarmzotten führen, wenn nicht lebenslang auf Gluten verzichtet wird. Die Häufigkeit liegt bei 1:200 bis 1:500.

Der Labornachweis erfolgt unter Normalkost durch Nachweis von Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase (IGA/IGG), durch Endomysium-AK ( IgA/IGG) und durch Antikörper gegen deamidiertes Gliadin, wobei die ersten beiden sehr spezifisch für Zöliakie sind. Unter glutenfreier Kost können diese Antikörper bis auf den Normalbereich wieder abfallen. Sie sind auch für die Verlaufskontrolle geeignet. Ein angeborener IgA Mangel muss ausgeschlossen werden. In den Leitlininien wird zumindest für Erwachsene noch eine Dünndarmzottenbiopsie gefordert. Die Therapie besteht in lebenslanger strenger Glutenkarenz.

Eine Weizenallergie erfordert eine positive Reaktion im Prick-to-prick Test und den Nachweis von spezifischem Immunglobulin E gegen Weizen. Allerdings kann der Hauttest ebenso Fehlerquellen enthalten wie auch der Nachweis von spezifischem IGE auf Weizen. Zum Beispiel kann es hier Kreuzreaktionen bei einer Pollenallergie gegen Gräserpollen geben. Bei klinischen Symptomen auf Weizen, positivem Auslasstest und passender Diagnostik kann allerdings von einer Korrelation ausgegangen werden. Hier bietet sich noch als weiterführende Diagnostik die molekulare Allergiediagnostik an. Hier kann eine Unterteilung der Reaktion auf Alpha, Beta, Gamma oder Omega Gliadin z. B. erfolgen, was mit einer systemischen Weizenallergie korreliert.

Die positive Reaktion auf Tri a 14 (Lipidtransferprotein) kann ebenfalls zu schweren Weizenallergiesymptomen führen.

Eine Besonderheit ist die sogenannte WDEIA=wheat dependent exercise induced anaphylaxis. Dies bezeichnet eine Form der Weizenunverträglichkeit, die nur nach Einwirkung von zusätzlichen Triggerfaktoren auftritt. Dies kann insbesondere anstrengender Sport sein in zeitlichem Zusammenhang mit Weizengenuss. Dies kann von heftigen Magendarmbeschwerden bis zum Auftreten einer Notfallsituation mit Kreislaufschock gehen. Die Symptome können auch Stunden verzögert auftreten. Die Menge des verzehrten Weizens spielt hier nicht unbedingt eine Rolle. Auch Alkohol oder Schmerzmedikamente sind hier als Triggerfaktoren möglich. Als annähernd gesichert gilt der Nachweis von Antikörpern gegen Tri a19 (omega 5 Gliadin), die bei etwa 80 % der Betroffenen positiv sind, etwas seltener kommen Antikörper gegen Tri a 14 vor.

Eine weitere besondere Form der Glutenunverträglichkeit ist das Auftreten von neurologischen Symptomen nach Glutengenuss. Hier sind besonders Schwindel, Gangstörungen, Krampfanfälle und Koordinationsstörungen zu nennen. Wichtig ist vor allem, überhaupt den Zusammenhang zu erkennen. Der Nachweis von Autoantikörpern gegen humane neuronale Transglutaminase 6 (TG6) macht in Kombination mit den klinischen Symptomen die Diagnose der neurologischen Auswirkungen einer Glutenunverträglichkeit wahrscheinlich. Selbstverständlich müssen auch immer andere Ursachen derartiger Störungen ausgeschlossen werden wie z. B. B12oder B1 Mangel und viele andere.

Bleibt die Diagnostik auf TG6 negativ, sollte auf jeden Fall unter Mitbestimmung von IGA noch die Antikörper auf Transglutaminase 2 bestimmt werden, den Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase bei Zöliakie.

Was aber ist, wenn nichts in der Diagnostik nachgewiesen werden kann und der Patient dennoch auf Weizen oder Gluten reagiert? Dieser Symptomenkomplex wird als Nicht-Zöliakie-Nicht Weizenallergie-Weizensensitivität – bezeichnet. Hier werden weder allergische noch autoimmune Mechanismen zugrundegelegt und ist eigentlich eine Ausschlussdiagnostik. Das Weizenkorn enthält ja viele verschiedene Proteine und dazu gehören auch Lektine und die ATIs (AmylaseTrypsininhibitoren). Diese haben Reifungsaufgaben für das Korn und sollen Schutz vor Parasiten und Fressfeinden gewährleisten. Auch diese Proteinanteile können vermutlich für Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Müdigkeitserscheinungen verantwortlich gemacht werden.

Der Nachweis dieser Art von Weizenunverträglichkeit ist bisher schwierig. ATIs lassen sich bisher gar nicht nachweisen. Jedoch kann man Antikörper gegen die Lektine (Weizenkeim-Agglutinin-IgG) nachweisen. Das Weizenkeim Agglutinin kann an Mucosazellen im Dünndarm binden und dort Entzündungen auslösen. Die Lektine befinden sich vornehmlich unter der Schale, so dass Vollkornernährung besonders oft Beschwerden auslösen kann. Ein einfaches Toastbrot wird oft besser vertragen, besonders wenn es getoastet wurde. Besonders der moderne Weizen enthält sehr viele verschiedene Proteine, die von unserem Verdauungssystem häufig nur unvollständig aufgeschlüsselt werden können und Beschwerden hervorrufen. Dinkel und Emmer sowie Einkorn sind oft besser verträglich und auch die Menge kann entscheidend sein. Außerdem wird Sauerteigbrot oft besser vertragen.

ATIs haben generell proentzündliche Eigenschaften und aktivieren Immunzellen. Eine spezielle Diagnostik ist hier bisher nicht möglich. Es bleibt nur der Auslassversuch und die anschließende Provokation, die aber natürlich nicht spezifisch beweisend für die ATI bedingte Ursache der Beschwerden ist.

Generell ist das Thema komplex und hier sicher nur in den Grundzügen erläutert. Die sogenannten FODMAPs (Zucker und Zuckeralkohole) können durchaus ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Immer sollte auf jeden Fall ein leaky gut ausgeschlossen werden und das Mikrobiom betrachtet werden. Auch die Sensibilität des enterischen Nervensystems und seine Auswirkunge auf sämtliche Vorgänge im Gastrointestinaltrakt darf nicht unterschätz werden. Dafür spricht die hohe Anzahl von Stresspatienten mit Darmbeschwerden.

Eine individuelle, genaue Anamnese und eine gezielte Labordiagnostik bringen die Dinge auf den Punkt. Aber nie sollte bei anhaltenden Beschwerden auf eine endoskopische Abklärung verzichtet werden!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr Ulrike Walter und Team

Fleischallergie nach Zeckenbiss – Das Alpha-Gal-Syndrom

Fleischallergie nach Zeckenbiss – Das Alpha-Gal-Syndrom

Fleischallergie nach Zeckenbiss – Das Alpha-Gal-Syndrom

In der schulmedizinischen Betrachtung existiert zwar eine liquorgesicherte, chronische Neuroborreliose, aber der Begriff chronische Borreliose wird sehr kontrovers diskutiert und die Beschwerden der Patienten als nicht beweisend für Borreliose angesehen. In der ganzheitlichen, funktionellen Medizin wird die chronische Borreliose mit zT nicht schulmedizinischen Methoden diagnostiziert und behandelt. Daher gibt dieser Artikel lediglich meine Erfahrung und Sicht auf die Dinge wieder, welche auch von vielen Therapeuten der ganzheitlichen Regulationsmedizin getragen wird.

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen gemütlichen Grillabend geplant und dann steht der Notarzt vor der Tür, weil jemand einen Allergieschock auf das Rindersteak erlitten hat, das er vor einigen Stunden gegessen hatte.

Dass Zecken verschiedenste virale und bakterielle Erkrankungen wie Borreliose, Rickettsiose, FSME usw. übertragen können ist seit langem bekannt.

Aber erst seit einigen Jahren ist auch der Zusammenhang zwischen einer plötzlich aufgetretenen Fleischunverträglichkeit und einem vorausgehenden Zeckenstich entdeckt worden. Diese allergische Reaktion kann neben Fleisch in jeglicher Form (auch gegrillt oder gekocht) auch Wurstwaren, Milchprodukte, Arzneimittel, gelatinehaltige Süßigkeiten und vor allem Tierinnereinen betreffen.

Die Reaktion nach Rindfleischgenuss zum Beispiel tritt aber in der Regel nicht sofort, sondern nach etwa 3 bis 6 Stunden auf. Nach Genuss von Innereien, die allergenpotenter sind durch Glykoproteinstrukturen kann dies bereits nach einer halben Stunde auftreten.

Die Symptome können leicht sein mit Bauchscherzen und Übelkeit aber bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock mit Hautreaktionen, Schwellungen , Atemnot und Kreislaufschock gehen. Die Verträglichkeit der beschriebenen Lebensmittel kann auch individuell durchaus variieren und bei körperlicher Anstrengung, Stress oder Alkoholgenuss neben weiteren Triggerfaktoren erhöht sein.

Wie kommt nun diese seltsame Allergie zustande?

Der Schlüssel wurde in der Entdeckung für Menschen immunogenen Zuckerverbindung Galaktose -alpha-1,3-Galaktose gefunden. Dies ist ein in tierischen Polysacchariden häufig gefundener Bestandteil. Dabei nimmt die Zecke während ihrer Entwicklungsstadien Alpha Gal haltige Blutbestandteile von Säugetieren auf. Beim Biss am Menschen werden diese dann durch den Speichel der Zecke übertragen und können dann beim Menschen eine Sensibiisierung auslösen (IGE Bildung). Dies kann dann beim erneuten Kontakt des Körpers mit dem tierischen Glykoprotein zu verzögerten Symptomen kommen, da es erst über den Darm aufgenommen wird. Besonders allergen wirkt es bei einem vorbestehendem leaky gut-also wenn die Darmbarriere sowieso schon gestört ist.

Die Diagnose wird durch einen dementsprechenden IGE Nachweis gegen Rinderglobulin gestellt. Der Betroffenen sollte dann mit einem Notfallset ausgestattet werden und entsprechende Ernährungsempfehlung bekommen. Auch in Medikamenten wie Infusionslösungen, Impfstoffen und Arzneimitteln wie z. B. Verdauungsenzymen tierischen Ursprungs kommen diese allergenen Substanzen vor. Individuell werden oft Milchprodukte besser vertragen als Fleisch. Auf Süßigkeiten wie Gummibärchen sollte ebenfalls verzichtet werden.

Allerdings kann nach Monaten nach dem Zeckenbiss das IGE gegen Alpha Gal wieder abfallen, so dass möglicherweise wieder eine bessere Verträglichkeit dieser Nahrungsmittel resultiert. Aber ein dahingehender Provokationstest kann nur an einem Allergiezentrum unter Notfallbedingungen erfolgen.

Deshalb ist dies noch ein Grund, sich vor Zeckenbissen vorzusehen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ulrike Walter und Team

Depression, die aus dem Bauch kommt?

Depression, die aus dem Bauch kommt?

Depression, die aus dem Bauch kommt?

Die Häufigkeit einer Depressionserkrankung bei Erwachsenen in Deutschland wird bei ca 10% angegeben mit steigender Tendenz. Antidepressiva gehören mit zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in der Primärversorgung und einen Therapieplatz bei einem psychotherapeutischen Spezialisten unter einem halben Jahr Wartezeit zu bekommen ist fast unmöglich.

Die Symptome sind sehr bunt und individuell höchst unterschiedlich ausgeprägt. Sie reichen von Antriebslosigkeit, Angststörungen und Panikattacken, Unruhe und Schlaflosigkeit, Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, Mut- und Hoffnungslosigkeit, Schmerzsyndrome vielfältiger Art, Verlust an Lebensfreude und Neugier sowie einer bleiernen Müdigkeit. Die Symptome haben im Rahmen der Post-Covid Erkrankungen eher zugenommen. Ein Teil der Betroffenen kann aufgrund der Schwere der Symptome ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen.

Was nach wie vor kaum beachtet wird, sind mögliche Zusammenhänge der psychoneurologischen Beschwerden mit Toxinbelastungen, die aus dem eigenen Darm kommen. Darmbeschwerden – wie z. B. das häufige Reizdarmsyndrom – können, aber müssen nicht vorliegen. Eine chronische Obstipation kann bereits eine Autointoxikation (Selbstvergiftung) des Organismus verursachen und eine Kaskade von Entzündungsreaktionen nach sich ziehen. Und nicht selten liegt diesen „depressiven“ Zuständen eine Neuroinflammation, d.h. Entzündungsreaktionen im Nervensystem zugrunde.

Die Toxinbelastung geht der Entzündung voraus.

Aber woher kommen die Gifte?

Selbstverständlich sind wir alle mehr oder weniger mit Toxinen belastet. Jedem ist klar, dass chronischer Alkohol-oder Drogenkonsum nicht gut für uns sein kann. Auch viele Medikamente hinterlassen Spuren in unserem Körper, auch wenn sie teilweise nicht vermeidbar sind. All dies muss ja von unseren Entgiftungssystemen wieder aus dem Körper hinausgebracht oder notfalls an möglichst unschädlichen Stellen deponiert werden.

Leider ist aber auch unsere Ernährung nicht frei von möglichen Schadstoffen, das Metall in unseren Zähnen kann Nebenwirkungen haben und die Luft, die wir atmen ist oft leider auch nicht so rein, wie sich unsere Lunge das wünschen würden.

Eine Hauptursache aber vieler unserer Symptome oder tatsächlichen Krankheiten ist unsere Stressbelastung! Denn chronischer Stress macht Entzündung!

All diese Faktoren führen uns direkt zu unseren Mitbewohnern oder vielmehr zu unseren Vermietern. Denn wir haben eine Bakterienbesiedlung auf unseren Schleimhäuten, allen voran im Darm natürlich, die anzahlmäßig größer ist als wir selbst Körperzellen haben.

Ohne diese Bakterien sind wir nicht lebensfähig, nicht mal im Mutterleib sind wir in einer sterilen Umgebung. Diese Bakterien besiedeln uns direkt nach unserer Geburt, je nachdem wie unsere Umgebung bakteriell geartet ist und was wir von unserer Mutter mitbekommen. Dies wird dann gewissermaßen unser bakterieller Fingerabdruck ­­– das heißt, wir sind ganz individuell mit unserem Mikrobiom ausgestattet.

Allerdings kann sich dieses im Laufe des Lebens verändern – hauptsächlich durch unsere Lebensgewohnheiten und Vorlieben unserer Ernährung. Urwaldbewohner, die sich von Wurzeln ernähren, haben ein völlig anderes und häufig auch viel bunteres Mikrobiom und Darmerkrankungen, Zivilisationskrankheiten und auch Depressionen sind hier viel seltener. Aber diese abgeschotteten Völker gibt es ja auch kaum noch.

Leider können unsere Vermieter sich so verändern bzw. andere Teilhaber dazukommen, dass sie uns nicht mehr nur wohlgesonnen sind. Die intakte Darmbarriere und der gut ausgebildete Darmschleim sind unsere Grenzschicht nach innen bzw. eigentlich auch nach außen wie die Haut eben auch. Sind hier Löcher oder ist der Schleim nicht mehr ausreichend vorhanden, dann dringen auch kommensale Bakterien durch und rufen dann unser Immunsystem auf den Plan, um die Eindringlinge zu bekämpfen. Hinzu kommen pathogene Bakterien, Parasiten, Hefepilze, die sie in einem nicht mehr intakten Milieu munter vermehren und noch mehr Ärger machen.

Unsere Nahrung, die durch ungenügendes Kauen oder Mangel an Verdaungssäften (Säureblocker!) oder durch individuelle Unverträglichkeiten nur halbverdaut bis in den Dickdarm gelangen kann, wird dort hauptsächlich zum Futter der verschiedenen Bakterien. Wenn Proteine liegen bleiben, faulen sie wunderbar in dem warmen Darmbackofen und die Kohlenhydrate gären wie in einer Maische.

Durch den bakteriellen Stoffwechsel entstehen jede Menge Giftstoffe wie Fuselalkohole und andere Zellgifte (Indole, Skatole, Phenole, Ammoniak u. s. w.). Daher kann eine Fettleber entstehen, obwohl kein Tropfen Alkohol getrunken wird. Denn die Leber muss durch die Rückresorption dieser Gifte im enterohepatischen Kreislauf diese wiederholt entgiften, was sie massiv belastet.

Durch diese Missverhältnisse verändert sich mit der Zeit das Mikrobiom hin zu den Bakterienarten, die bevorzugt diese Nährstoffe abbauen, der Ph-Wert verändert sich meist zum alkalischen Bereich und die „gesunden Bakterien“, z. B. Laktobazillen und Bifidobakterien – unter anderem wichtig für unsere Immunabwehr – fühlen sich in diesem Milieu nicht mehr wohl und werden weiter dezimiert. Durch mangelnde Ballaststoffe werden auch die Bakterien, die den Darmschleim neu bilden und die Darmzellen ernähren nicht mehr ausreichend nachproduziert.

Die permanente Auseinandersetzung des darmeigenen Immunsystems mit diesen Eindringlingen sowie die Überschwemmung des Organismus mit den Giftstoffen der Darmbewohner führt zu einer schwelenden Dauerentzündung des Organismus. Das ist eine äußerst ungünstige Situation, denn eine Entzündung dient zur akuten Abwehr von Krankheitserregern und geht nach der Akutsituation zurück, wenn alles nach Plan läuft und der Feind besiegt ist. Wenn der Feind aber ständig zum Guerillakrieg herausfordert, kommt der Krisenherd nie zur Ruhe und weitet sich auf andere Gebiete aus wie z. B.Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Brainfog, Gefäßverkalkungen, Gicht u. v. m. – im Grunde alles einfach Entzündungsvorgänge.

Nach der Toxinbelastung ist also die Dauerentzündung das Problem.

Jetzt führt leider diese Entzündung im Darm dazu, dass auch teilweise wesentliche Mikronährstoffe für den Körper nicht mehr voll aufgenommen oder auch gebildet werden können, was zu Mangelerscheinungen führen kann, auch wenn ich noch so nährstoffreich esse.

Außerdem können Darmbakterien auch Nervenbotenstoffe wie Serotonin oder auch GABA produzieren oder freisetzen. So ist zu verstehen, dass bei unphysiologischer Zusammensetzung der Bakterienflora plötzlich Nervenbotenstoffe nicht mehr in gewünschtem Umfang zur Verfügung stehen können. So kann zB bei einer Fruktoseaufnahmestörung das Tryptophan, welches man für eine Bildung vom Glückshormon Serotonin benötigt, in einer Komplexbildung „weggefangen“ wird und/ oder durch die erhöhte Entzündungssituation in einen anderen Stoffwechselweg umgeleitet wird, bei dem wieder Nervengiftstoffe entstehen können.In jedem Fall kann das Tryptophan für die Umwandlung im Zentralnervensystem fehlen und das mangelnde Serotonin im Darm Motilitätsstörungen wie beim Reizdarmsymptom verursachen.

GABA Mangel verursacht z. B. auch eine erhöhte Schmerzwahrnehmung und kann erhöhte Anspannung verursachen. Histaminerhöhung ist ebenfalls oft als ein Entzündungssubstrat zu finden und kann zu den bekannten Histaminüberschussbeschwerden im gesamten Körper führen.

Außerdem gibt es inzwischen Studien, die zeigen, dass Krankheiten wie M. Parkinson, Demenz, Autismus aber auch koronare Herzkrankheiten ihren tiefen Ursprung AUCH im Darm haben können – neben möglichen genetischen Dispositionen natürlich!

Aber immerhin lohnt es sich, hier etwas näher hinzusehen, weil man durchaus hier einen positiven Einfluss durch Ernährung und Supplemente und natürlich Lebensführung (Bewegung!) und Stressmanagement auf diese Krankheiten erzielen kann-auch neben einer schulmedizinischen Therapie.

Sehr viele Laborparameter sind inzwischen durch einfache Stuhl-, Urin-, Speichel- und Blutuntersuchungen zu erheben und liefern oft wertvolle Hinweise auf Zusammenhänge. Meist sind sie keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Auch eine Messung des vegetativen Nervensystems über eine HRV Messung verschafft Einblick in den Aktivitätszustand des Sympathikus und Parasympathikus – ohne die eine sinnvolle Steuerung unseres Lebens nicht möglich wäre.

Pflegen Sie Ihren Darm – denn er ist Mutter und Vater Ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit!

Ulrike Walter

Fruktosemalabsorption

Fruktosemalabsorption

Fruktosemalabsorption

Die Fruktosemalabsorption ist der korrekte Name für die landläufige Fruktoseintoleranz. Sie gehört zu den Kohlenhydratintoleranzen.

Die Fruktosemalabsorption ist abzugrenzen von der angeborenen Fruktoseintoleranz.

Die Ursachen der erworbenen Fruktoseintoleranz sind vielfältig. So findet man sie als Begleitsymptom bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Dysbiosen, Candidosen, Schwermetallbelastungen, Medikamenteneinnahme (z. B. Magensäureblockern) oder Enzymmangel der Bauchspeicheldrüse. Die Liste ist nicht vollständig.

Die Symptome sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfälle, Übelkeit nach dem Essen, Reizmagen bis zu etwa maximal 2 Stunden nach dem Essen. Außerdem können auch extraintestinale Symptome wie depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen, innere Unruhe, Müdigkeit etc. vorliegen.

Die Diagnose wird im H2-Atemtest- Fruktose gestellt. Hierbei wird nach etwa 60 Minuten eine erhöhte Wasserstoffkonzentration in der Atemluft des Probanden gemessen, welche durch die Fruktose verstoffwechselnden Bakterien im Darm entsteht. B6, Zink und Folsäure sind für die Fruktose-Verstoffwechselung wichtig, daher sollten sie überprüft werden.

Der Mechanismus der Fruktosemalabsorption ist eine Hemmung des Transportmechanismus von Fruktose durch die Dünndarmschleimhautzelle. (Glut 5 Transporter). So bleibt zu viel Fruktose im Dünndarmlumen zurück, welche Wasser bindet und durch bakterielle Verstoffwechslung zu Gärung führt. Dies macht die Beschwerdesymptomatik aus. Traubenzucker, L-Glutamin und andere Aminosäuren können die Aufnahme der Fruktose verbessern, daher kann man bei Obstgenuss durch etwas Zufügen von Traubenzucker die Bekömmlichkeit erhöhen.

Sorbit ist der Zuckeralkohol der Fruktose und wird über den gleichen Transportmechanismus aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt generell sehr langsam. Hoher Sorbit verzehr kann auch bei Gesunden Beschwerden hervorrufen.

Listen von Lebensmitteln und Getränken mit hohem Sorbit- und Fruktoseanteil können überall im Internet gefunden werden und es gibt auch sehr gute Apps, welche gut zur schnellen Kontrolle von Sorbit, Fruktose und auch Histamin Gehalt von Nahrungsmitteln benutzt werden können.

Bei Fruktoseintoleranz sollten immer auch Sorbit haltige Nahrungsmittel gemieden werden.

Ein wichtiger Punkt ist noch die Bindung von Fruktose an Tryptophan. So steht nicht mehr genügend Tryptophan zur Serotoninbildung bereit. Die Folgen sind eine Entzündungsneigung und Störungen der Darmbewegungen. Wenn zusätzlich noch wenig Tryptophan mit der Nahrung aufgenommen wird, kann der Tryptophanmangel auch zu einer depressiven Stimmungsbeeinträchtigung führen.

Es muss individuell ausprobiert werden, welche Fruktosemengen noch vertragen werden. Generell sollten auf einmal immer nur kleine Mengen verzehrt werden und Glucose dazu gegeben werden.

Die Versorgung mit Vitamin B6, Zink und Folsäure, und L- Glutamin sollte optimiert werden. Zu viel Fruchtzucker ist generell ungünstig hinsichtlich Gewichtszunahme, Leberstoffwechselbelastung, Insulinresistenz und Diabetes zu betrachten. Probiotika können hilfreich sein und wichtig ist immer die weitere Abklärung, welche Ursachen noch in der Fruktosemalabsorption begründet sein können.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ulrike Walter

Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung

Für Tinnitus-Patienten und alle Stressgeplagten mit unserem audiovisuellen Entspannungssystem!

Unsere Praxis hat unter anderem den Schwerpunkt auf individuelle Tinnitus Beratung und Linderungskonzepte sowie funktionelle Stressmedizin gelegt. Stress und Tinnitus sind ja häufig eng miteinander verbunden – wenn auch sicher nicht ausschließlich.

Wichtig ist für mich nach wie vor, individuelle Tinnitus Ursachen meiner Patienten in unserer ganzheitlichen Sprechstunde aufzudecken. Dies erfordert selbstverständlich eine gründliche HNO-Untersuchung mit verschiedenen Otoneurologie-Verfahren. Auch eine MRT-Untersuchung kann in wenigen Fällen erforderlich sein.
Äußerst wichtig ist – auch nach den aktuell neu überarbeiteten Leitlinien für chronischen Tinnitus –das sogenannte „counseling“. Dies bedeutet so viel wie: intensive Beratung. Dies ist zweifellos ein unabdingbarer Baustein zur erfolgreichen Tinnitus Bewältigung.

Inzwischen gibt es auch die „online“-Verhaltenstherapie, ein weiteres evidenzbasiertes Verfahren zur Tinnitus Bewältigung als digitale Gesundheitsanwendung. Die Ausstellung eines roten Kassenrezeptes zur Vorlage bei der Krankenkasse ist hier möglich.

Auf der Basis der funktionellen Medizin gibt es aber für mich weitere Möglichkeiten der Ursachenforschung und vor allem der Bewältigungsstrategien auf breiterer Basis – auch wenn sie in der Schulmedizin keinen Platz finden. So ist die funktionelle Myodiagnostik in der Applied Kinesiology für mich auch neben der ausführlichen Anamnese eine wesentliche diagnostische Hilfe geworden.

Das Phänomen Stress als Dystress ist allerdings sehr häufig bei der Belastung durch Ohrgeräusche zu finden. Externer Stress kann Tinnitus mitverursachen und Tinnitus verursacht internen Stress. Dieser Zyklus muss unterbrochen werden.

Deshalb haben wir einen weiteren Baustein in unserer Praxis implementiert, um Patienten das Gefühl einer Tiefenentspannung zu ermöglichen- und zwar mittels audiovisueller Stimulation des parasympathischen Regulationssystems zur Aktivierung von langsameren Hirnwellen.

In der Erfahrung werden Delta-Wellen (0-4Hz) der Gehirnströme mit zellulärer Regeneration, Ausgeglichenheit, Harmonie, Schmerzreduktion in Verbindung gebracht. Während dieser Theta- Wellen (4-8Hz) – Dominanz soll Intuition verstärkt stattfinden, sollen Lernprozesse sich beschleunigen, ein meditativer Zustand erreicht werden und es soll sich der Zugang zu geistiger Klarheit und Kreativität leichter öffnen.

Sogenannte Schumann Wellen bei 7,83 Hz finden sich als Resonanzfrequenz in zahlreichen Körperrhythmen. Diese Frequenz wurde von dem Physiker Otto Schumann entdeckt und mit der natürlichen, elektromagnetischen Resonanz der Ionosphäre der Erde in Verbindung gebracht.

Mit Hilfe der audiovisuellen Stimulation sich über das Einschwingen in diese Frequenz sich selbst zu „erden“ kann eine bereichernde Auszeit-Erfahrung in unserer Gegenwart sein, die für viele mit Ängsten, Zeit- und Leistungsdruck, unrealistischen Ansprüchen an sich selbst und andere und die Unfähigkeit, sich selbst zu spüren und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, verbunden ist. Das Gefühl der Isolation und des Getrennt-Seins von unserer ursprünglichen Wesensart und unserer Daseinsbestimmung ist bei so vielen Menschen in unserer Zeit vorhanden, ohne das benannt werden kann, warum das eigentlich so ist.

Natürlich kann eine notwendige Unterstützung durch einen Therapeuten jedweder Art dadurch nicht ersetzt werden.

Aber es kann ein Einstieg sein in das Gefühl des geführten „Loslassens“, weil es Menschen gibt, die sich mit Entspannungstechniken schwertun.

Konkret soll mit diesem System über eine Brille (grün, rot oder weiß) mit Hilfe von Lichtblitzen, die mit Suggestionen und Musik über Kopfhörer synchronisiert sind, ein Entspannungszustand hin zu den beschriebenen Frequenzbereichen der Hirnwellen eingeleitet werden. Die Lichtblitze werden bei geschlossenen Augen und stufenloser Helligkeitsregulation schon bald gar nicht mehr wirklich wahrgenommen. Es kann zwischen vielen verschiedenen Programmen gewählt werden-mit und ohne Tiefensuggestionen, Musikprogrammen, themenbezogenen Programmen wie Tiefenentspannung erreichen, Tinnitus Bewältigung fördern, Unterstützung beim Abnehmen oder bei der Raucherentwöhnung erfahren, Lebensmut tanken, Ängste überwinden, Meditation und Fantasiereisen, Lernprogramme zur Konzentrationssteigerung bei Prüfungen und auch Sportprogramme.

In unserer Praxis werden besonders die Tiefenentspannung, geführte Meditationen und die Tinnitus Suggestionen z. B. als Begleitung bei einer Infusion oder bei einer Akupunkturbehandlung als sehr angenehm und hilfreich empfunden. Schon nach einigen Anwendungen wurde von Patienten über mehr Achtsamkeit, mehr Gelassenheit im Alltag, höhere Belastbarkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besseren Schlaf und bessere Gedächtnisleistung berichtet-dies ist subjektiv und nicht auf jeden Anwender zu übertragen und daher nicht allgemeingültig.

Einen wissenschaftlichen Wirknachweis für diese meditative Selbsterfahrung gibt es nicht. Epilepsie-Patienten, Patienten mit Herzschrittmachern und Schwangere sind nicht für Stimulation mit der Frequenzbrille geeignet.

Für alle anderen Patienten gilt:
Probieren Sie es gerne bei uns aus und vielleicht schaffen Sie sich selbst ein solches Gerät für zu Hause an, weil Sie es nicht mehr missen möchten…

Das Beste für Ihre Gesundheit wünscht
Ihr Praxis- Team Dr Walter

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