Was ist bei Probiotikaeinnahme zu beachten?

Was ist bei Probiotikaeinnahme zu beachten?

Was ist bei Probiotika-Einnahme zu beachten?

Allgemein gelten Probiotika als gesundheitsfördernd, immunstimulierend, wichtig für die Darmgesundheit und der Verkauf boomt, je mehr Studien es darüber gibt und das öffentliche Interesse steigt stetig. Obwohl immens viel geforscht wird über unser Mikrobiom sind immer noch wenige Gattungen bekannt und auch die Funktion der einzelnen Bakterien ist längst nicht umfassend geklärt.

Insgesamt kann man sicher sagen, dass in der Regel der gesundheitliche Nutzen etwaige Risiken überwiegt. Trotzdem sollte man bei hochgradig immunsupprimierten Personen, Schwerkranken, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und z. B. liegenden zentralen Venenkathetern sehr zurückhaltend mit Probiotika sein.

Wichtig ist, Probiotika sinnvoll einzusetzen. Hierfür eignet sich am besten eine Untersuchung der individuellen Mikrobiota, der Darmschleimhautverhältnisse und der Verdauungsleistung mittels einer entsprechenden Stuhlprobe. Außerdem macht eine Untersuchung der Mikronährstoffverhältnisse Sinn.

Bevor ich Probiotika gebe, sollte ein günstiges Milieu im Darm geschaffen sein, damit sich gesundheitsförderliche Bakterien vermehren können. Insgesamt ist man sich inzwischen darüber einig, dass man es sich nicht unbedingt so vorstellen darf, dass sich die eingenommenen Probiotika im Darm ansiedeln. Sie setzten vermutlich nur einen Kolonisationsreiz für die Vermehrung entsprechender Spezies. Wichtig ist der Stuhl-PH, denn viele Bakterien gedeihen nur in einem bestimmten PH-Bereich. Außerdem leben manche im sauerstoffhaltigen, manche im streng sauerstofffreien Milieu und manche sind Mischformen.

Welche Beschwerden will ich mit den Probiotika bessern?

Falls ich an einer Histamin-Abbaustörung leide, sollte ich wissen, welche Probiotika in meinem Präparat enthalten sein sollen und welche besser nicht. Zu dem Histamin senkenden Bakterien gehören z. B. Lactobacillus rhamnosus, Bifidobakterium infantis, Bifidobakterium longum und Lactobacillus plantarum. Hingegen sollte kein Lactobacillus casei, Lactobacillus lactis, Enterococcus faecium und Lactobacillus bulgaricus enthalten sein. Etliche andere Bakterienarten verhalten sich neutral. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Probiotika für Histaminintoleranz auf dem Markt.

Bei Reizdarmsyndrom gibt es nach den Empfehlungen der Gastroliga bestimmte symptomorientierte Empfehlungen verschiedener Bakterienstämme. So konnte Lactobacillus plantarum z. B. und Bifidobakterium infantis günstige Effekte bei Schmerzen und Meteorismus zeigen und der E.coli Nissle Stamm eher bei Obstipation. Im Lancet wurde 2020 eine signifikante Wirksamkeit des Bakterienstamms B.bifidum HI-MIMBb75 bei RDS veröffentlicht, der auch bereits in Präparaten erhältlich ist.

Zur Vorbeugung und Behandlung einer Reise-Diarrhoe hat sich Saccharomyces boulardii sehr bewährt. Vorsicht ist bei Immunsupprimierten geboten.

Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus casei, Lactobacillus plantarum, rhamnosus, Enterococcus faecalis und bestimmte E.coli Stämme können die Immunabwehr stärken und wirken z. T. immunmodulierend. Die Liste ist nicht vollständig.

Bestimmte Arten des Laktobacillus plantarum konnten auch eine Cholesterinsenkung (moderat natürlich) nachweisen.

Bifidobakterien gelten als sehr sicher. Sie dienen zur Immunstimulation und bilden einige B-Vitamine.

Laktobazillen können für den Menschen unverdauliche Kohlenhydrate spalten. Sie wirken z. T. durch Bildung von Wasserstoff hemmend auf schädliche Bakterienarten und Wirken einer Candidabesiedlung entgegen.

Lactobacillus reuteri kann Cholsterinwerte senken und wirkt verdrängend auf Helicobacter pylorii.

Enterococcus faecalis wirkt immunstimulierend durch Bildung von Schleimhautimmunglobulin A und E.coli kann als Trainingspartner unserer Immunzellen dienen.

Sehr wichtig für den Schutz vor Durchfällen oder Darmentzündungen bei Antibiotikaeinnahme kann die gleichzeitige Einnahme von Probiotika, vornehmlich Laktobazillen und Bifidobakterien sein.

Bei bestimmten Konstellationen wie z. B. Candidabesiedlung kann es sinnvoll sein, zunächst einmal Probiotika mit wenig verschiedenen Arten einzunehmen und erst später hochdosierte Präparate mit vielen verschiedenen Spezies in Milliardenhöhe.

Die Erhaltung der Diversität unseres Mikrobioms ist für unsere Gesundheit einer der entscheidendsten Parameter.

Bacteroidetes Arten ziehen weniger Energie aus der Nahrung als Firmicuten, daher sind Patienten mit dominierenden Firmicutes-Spezies in ihrer Mikrobiota eher mit höherem Körpergewicht zu finden. Aber das ist keineswegs ein Muss und allgemeingültig.

Wichtiger als die Einnahme von Probiotika ist die Ballaststoffzufuhr – vornehmlich in geeigneten Lebensmitteln. Denn Ballaststoffe füttern gesunde Darmbakterien und sie vermehren sich dann von allein. Manche sehr wichtige Bakterien wie Akkermansia muciniphilia und Faekalibakterium prausnitzii sind überhaupt nicht in Probiotika enthalten und können nur angefüttert werden, z. B. mit Inulin, resistenter Stärke, Flohsamenschalenpulver, Akazienfaserpulver, Pektin, Beta-Glukane, Baobab usw.

Artischocken, Zwiebeln, Haferflocken, Topinambur, Gerste, Bananen, abgekühlten gekochten Kartoffeln, Erbsen, Weizen- und Haferkleie sind nur wenige Beispiele natürlicher Lieferanten für Ballaststoffe.

So ist es nicht unerheblich zu klären, was ich mit der Probiotika-Einnahme bewirken will.

Die Präparate sollten frei von unnötigen und potenziell schädlichen Beistoffen sein, es lohnt sich auf den Packungsinhalt zu sehen. Unverträglichkeiten könnten eben manchmal durch die Zusatzstoffe bedingt sein. Schleimhautstabilisierende Mineralien oder Vitamine könnten als Zusatz sinnvoll sein. Meist ist eine Nüchterneinnahme sinnvoll, auch vor dem Schlafengehen. Die löslichen Präparate sollten genau nach den Einnahmeempfehlungen eingenommen werden in den empfohlenen Flüssigkeiten. Die Einnahmedauer beträgt oft mehrere Monate und ist auch als Dauereinnahme denkbar.

Sehr interessant sind die Ergebnisse an 300 Covid 19 Patienten mit leichteren Erkrankungsverläufen und Probiotikagabe. Hier wurde ein neues Probiotikum mit 4 Stämmen bestimmter Laktobacillen und Pediococcus a.den Probanden verabreicht und es wurden sowohl positive Ergebnisse hinsichtlich Symptomdauer als auch Verringerung von Lungenanaomalien erzielt!! Es ist seit 1.7. in der Apotheke erhältlich.

Ich wünsche Ihnen eine gute Gesundheit.

Dr Ulrike Walter

Stress ist messbar

Stress ist messbar

Stress ist messbar

Unsere Praxis ist spezialisiert unter anderem auf ganzheitliche Tinnitusdiagnostik und Behandlung.

Bei dem Symptom Tinnitus spielt in vielen Fällen Stressbelastung jeglicher Art eine große Rolle.
Selbstverständlich gilt dies nicht für jede Art von Tinnitus-deshalb erfordert dieses Phänomen meiner Meinung nach eine wesentlich detaillierte Diagnostik als nur einen Hörtest.

Zunächst muss trotzdem eine detaillierte Abklärung des Hörsystems mit Tinnitusmatching erfolgen.
Meine Ansicht ist: Nur wenn ich der individuellen Ursache des Ohrgeräusches nahekomme, kann ich eine Chance auf Besserung haben, auch wenn dies erwiesenermaßen nicht einfach ist. Daher gibt es in meiner Praxis eine ganzheitliche Tinnitus-Sprechstunde mit speziellen Fragebögen, Diagnostik nach Applied Kinesiology und weiterer Abklärung mit Laboruntersuchungen oder Hinzuziehen anderer Fachgebiete, falls dies erforderlich ist.

Durch standardisierte Stressfragebögen hat man bereits einen Einblick auf die subjektive Stresseinschätzung. Dies entspricht häufig auch der tatsächlichen Stressbelastung des Organismus, aber nicht immer gibt es eine Korrelation.
Die Stressreaktion geschieht über 2 Stressachsen: die neuronale, schnellere Achse über den sympathischen Nervenstrang und die etwas langsamere, hormonelle Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- Achse).
Der Sympathikus aktiviert das Nebennierenmark, welches Adrenalin und Noradrenalin (Katecholamine) ausschüttet. Hierbei erhöht sich bereits der Blutdruck und die Herzfrequenz und die Atmung wird schneller. Die Sauerstoff- und Glukoseversorgung steigt, die Gehirnleistung wird gesteigert. Über die endokrine Stressachse wird dann etwas später Cortisol ausgeschüttet.

Wir führen regelmäßig einen sogenannten Stresstest = VNS-Test (Test des vegetativen Nervensystems) = HRV-Test (Messung der Herzratenfrequenzvariabilität) durch.

Hierbei wird die Variabilität des Herzschlags per EKG zunächst in Ruhe und dann in entspannter Atemvorgabe zur Parasympathikus-Stimulation gemessen. Hier zeigt sich sehr deutlich ein Überwiegen der sympathischen Aktivität unterschiedlicher Ausprägung bei Patienten im Stressmodus. Wichtig ist, ob die Möglichkeit der down-Regulation erhalten ist. Diese Messung korreliert in manchen Fällen nicht mit der subjektiven Bewertung. Das heißt, der Organismus zeigt ein anderes Bild als die subjektive Wahrnehmung.

Eine weitere gute Möglichkeit der Einschätzung der Stressbelastung besteht in der Messung des Cortisol-Tagesprofils im Speichel. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet, unterliegt einem Regelkreis über die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse und ist lebensnotwendig. Cortisol macht uns überhaupt erst leistungsfähig durch Bereitstellung von Energie in Form von Glukose. Durch Cortisol steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller, der Fettstoffwechsel wird aktiviert und die Entzündungsneigung geht zurück. Cortisol unterliegt einer circadianen Rhythmik. Es hat in den frühen Morgenstunden einen hohen Peak, der uns aus dem Bett in die Aktivität bringt und wird dann sehr langsam über den Tag abgebaut. Wenn der Cortisolspiegel abends immer noch hoch ist, wird das Einschlafen schwierig und die dringend notwendigen Erholungsvorgänge des Körpers finden nicht in ausreichendem Maße statt. Im Nebennierenmark werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin (Katecholamine) gebildet, die noch früher als das Cortisol in Stresssituationen sofort ausgeschüttet werden. Diese erhöhen die Aufmerksamkeit und Konzentration, machen sofort wach, erhöhen den Blutdruck unter anderem durch Verengung der Blutgefäße, steigern die Durchblutung des Hirns und der Muskulatur, die Glucoseverwertung steigt.

Die Katecholamine und auch ihre Abbauprodukte sind neben dem Wohlfühlhormon Dopamin und Serotonin im sogenannten Neurostressprofil im Urin messbar.

All das braucht man, wenn man dem Säbelzahntiger gegenübersteht!

Die Flight-or-Fight- Reaktion wird in Bruchteilen von Sekunden durch die Aktivierung der beiden Stressachsen gestartet. Nach überstandener Akutsituation (entweder wir sind erfolgreich geflohen oder gefressen worden) wird das parasympathische System aktiviert und schaltet den Stoffwechsel wieder herunter. Körper und Geist sind erschöpft und brauchen eine Ruhepause. Dies ist nötig, um für die nächste Akutsituation wieder bereit zu sein.

Was aber ist, wenn der Säbelzahntiger jeden Tag vor der Tür steht?

Andere Begriffe für Säbelzahntiger sind z. B. ein gnadenloser Chef, eine unglückliche Ehe, eine chronische Krankheit, der Verlust eines nahen Angehörigen, chronische Geldsorgen, jede vermeintlich ausweglose Situation.
So kann man leicht nachvollziehen, dass jede Dauerstresssituation sehr leicht in chronische Krankheiten wie Blutdruckerhöhungen, Diabetes, Herzinfarkte, Depressionen, Stoffwechselstörungen, Blutfettwerterhöhungen führen kann – und natürlich auch zu Tinnitus, was ja eine erhöhte neuronale Aktivität in der Hörbahn darstellt. Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit, reduziertes Glücksempfinden und vieles andere kommen noch dazu.

Daher ist es sehr wichtig, die individuellen, persönlichen Stressoren zu kennen und aktiv anzugehen, wenn das Leben zur Dauerbelastung geworden ist. Immer wird man den Kampf mit dem Säbelzahntiger nicht gewinnen und wenn es auch nicht tödlich endet, wird man nur mit Verletzungen aus dem Dauerstress herauskommen.

Man hat immer mehrere Wahlmöglichkeiten: 

  • Ich versuche die Situation im Äußeren zu verändern, indem ich geeignete Maßnahmen zu einer Verbesserung treffe.
  • Wenn ich die Situation nicht ändern kann, aber die Möglichkeit sehe, meine innere Haltung zu ändern um dann in eine zufriedene Akzeptanz komme, sollte ich das tun.
  • Wenn ich weder 1 noch 2 schaffe, dann gehe ich aus der mich krankmachen Situation heraus- ich verlasse die Arena.

Am ungünstigsten ist es, eine Opferrolle als Dauerzustand anzunehmen oder eine Kopf-in-den-Sand Haltung zu praktizieren. Die Gesundheit wird darunter leiden und früher oder später wird der Körper eine Änderung herbeizwingen.

Daher ist Vorbeugen und aktives Erkennen der Situation wichtig-damit meine ich nicht eine Prüfungssituation, die durchgestanden werden muss.

Ich meine vielmehr, eine krankmachende, dauernde Überlastung und Fehlbelastung des gesamten Menschen mit seinen persönlichen Stressoren, die sehr unterschiedlich sein können – je nach Erfahrungen, genetischen Dispositionen, Glaubenssätzen, Resilienzen.

Falls Sie näher an Stressberatung und entsprechender Diagnostik interessiert sind, lassen Sie sich gerne bei uns beraten.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr. Ulrike Walter

Fasten zur körperlichen und seelischen Reinigung – ein Erfahrungsbericht

Fasten zur körperlichen und seelischen Reinigung – ein Erfahrungsbericht

Fasten zur körperlichen und seelischen Reinigung – ein Erfahrungsbericht

Seit Jahren faste ich für 8-10 Tage in den ersten Monaten des Jahres.

Inzwischen ist es mir eine liebe Gewohnheit geworden und ich werde es jetzt auch im Herbst in etwas kürzerer Dauer nochmals in meinen Jahresablauf einbauen, da es mir sinnvoll erscheint, die positiven Auswirkungen des Fastens 2x im Jahr zu genießen.

Sicherlich sind Intervallfasten und jegliche Art von Kalorienverzicht gute Möglichkeiten, den Organismus zeitweise oder auch dauerhaft zu entlasten. Für mich hat sich aber der völlige Verzicht auf feste Nahrung für einen gewissen Zeitraum bewährt. Das muss jeder für sich selbst ausprobieren. Ich habe es bis jetzt nicht geschafft, mir tatsächlich für die Zeit frei zu nehmen. Das heißt, ich faste immer neben meiner Praxistätigkeit. Das geht gut, aber wünschenswert wäre eine Auszeit vom Alltag mit ausschließlicher Beschäftigung mit sich selbst, seinem Körper und seiner Seele.

Deshalb werde ich mir dieses Jahr erstmals doch noch eine Auszeit in einer Mayr Klinik gönnen. Während der Fastentage nehme ich nach einem Entlastungstag nur Kräutertees, 1 Tasse schwarzen Tee am Morgen, ein bisschen durchpassierten Haferschleim morgens und selbstgemachte Gemüsebrühe zu mir. Selbstverständlich braucht der Körper zusätzlich natürliches Wasser und ab und zu trinke ich einen stark verdünnten Gemüse- oder Obstsaft.

Darmreinigung mit Glaubersalz und Darmeinläufen sind sehr wichtig. Jeden 2. Tag sollte abgeführt werden.

Außerdem sollte die Bewegung nicht zu kurz kommen. Meine morgendliche Frühgymnastik fällt am Anfang des Fastens vielleicht etwas schwerer. Das Fahrradfahren in die Praxis ist wie immer sehr gut und wichtig, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Joggen ist möglich, aber man kommt doch verstärkt außer Atem, ebenso ist man beim Treppensteigen kurzatmiger. Schnelle Sprints halte ich ehrlich gesagt nicht besonders gut im Fasten durch, aber auch hier gibt es Helden und es gibt sogar Menschen, die im Fasten einen Marathon bewältigt haben.

Kaltes Duschen am Morgen nach der Warmdusche ist bei mir seit Jahrzehnten an der Tagesordnung und inzwischen versuche ich die Dauer des Kältereizes deutlich zu verlängern, denn das wiederum verlängert die Telomere (Endstücke der Chromosomen, die den Alterungsprozess beeinflussen).

Schwindel und Kopfschmerzen können in den ersten Tagen manchmal auftreten, dann verschwinden aber diese Symptome der Toxinbelastung und vegetativen Insuffizienz und man fühlt sich klar, frisch und konzentriert. Nachts können zeitweise Schlafstörungen auftreten, was beim Fasten normal ist. Man ist einfach weniger müde, die Verdauungsarbeit fällt weg.

Meditation und Yoga sind wunderbare Möglichkeiten, weiter in sich und seine Empfindungen beim Fasten während der körperlichen und seelischen Reinigung hinein zu spüren.

Ein Leberwickel am Abend ist sehr wohltuend oder auch ein Basen-Bad. Milde Sauna wäre ebenfalls zu empfehlen.

Fastenkrisen mit seelischen Tiefs können vorkommen – meist zwischen Tag 3 und 6. Hier hilft ein Glas Yogi Tee mit Honig und ausruhen bei Entspannungsmusik, ein ruhiger Spaziergang in schöner Natur oder ein Buch für die Seele.

Regelmäßig bessern sich Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen, Bauchbeschwerden, Entzündungsvorgänge. Rheumabeschwerden werden erwiesenermaßen im Fasten gebessert. Alle Arten von chronischen Entzündungen welcher Art auch immer z. B. auch Parodontitis werden in vielen Fällen durch Fasten besser, Hautprobleme gehen zurück.

Ich unterstütze das Fasten durch natürlich ausleitende Therapeutika und lasse mir in meiner Praxis organstärkende Entgiftungsinfusionen geben. Magnetfeldbehandlungen und Sauerstoffanwendungen nach Ardenne fördern den Entgiftungsprozess zusätzlich. Nahrungsergänzungsmittel mit Mineralien oder auch ein gutes Multipräparat nehme ich begrenzt ein, ist aber für den kurzen Zeitraum nicht erforderlich. Ab 2 Wochen fasten sollte es die Regel sein. Nicht fasten sollten psychisch Kranke, Depressive, Menschen im Abbau z. B. bei Tumorleiden, Untergewichtige, Hochbetagte. Patienten, welche insulinpflichtig sind oder sehr viele Medikamente nehmen, brauchen unbedingt einen Arzt zur Fastenbetreuung, z. B. in einer Klinik. Das Schwierigste am Fasten ist der Kostaufbau und das Beibehalten gesunder Ernährungsgewohnheiten für den Alltag.

Lassen Sie sich von einem Fastenarzt beraten, wenn Sie das Fasten ausprobieren wollen.
Es kann auch für Sie eine neue wertvolle Erfahrung in Richtung zu mehr Körperbewusstsein und Stärkung der seelischen Kraft sein.

Bleiben Sie gesund!
Ulrike Walter

Virusinfekte: Prävention- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Virusinfekte: Prävention- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Virusinfekte: Mögliche Vorbeugungs- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Alles schaut auf Corona und nicht Wenige fürchten um ihre Gesundheit und die ihrer Lieben. Sicher tut man gut daran, sich an die Regeln zur Ansteckungsvermeidung zu halten. Aber Angst und soziale Isolation dienen nicht dazu, dem Virus zu trotzen. Und natürlich betrifft das nicht nur das Coronavirus. Denn wir leben ständig in einer Umgebung mit vielen Erregern-Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze. Und was seltsam anmutet: ohne viele von diesen Mikroorganismen wären wir überhaupt nicht lebensfähig. Bereits vor der Geburt gehen wir eine enge Beziehung mit den Bakterien ein, die unseren Darm bevölkern werden, unser Leben lang. Und zwar in einer Art und Weise, die individuell völlig unterschiedlich sein kann. Sozusagen unser Fingerabdruck im Darm.

Sie helfen uns zu überleben, indem sie unsere Immunabwehr stärken, unsere Nahrungsbestandteile zerlegen helfen und die Mikronährstoffe, die wir zum Leben brauchen, aufnehmen können. Sie bilden sogar Vitamine selbst, ernähren unsere Darmschleimhaut und stützen unsere Psyche.

 Daher sollten wir zeitlebens gut mit unseren Mitbewohnern umgehen und ihnen Nahrung zuführen, die gut für sie ist und damit gleichzeitig für uns. Antibiotika, Schmerzmittel, jede Menge Zucker, Alkohol und Drogen jeder Art gehören da nicht dazu.

Aber es gibt ja nicht nur Covid 19. Besonders im Winter stecken wir uns mit Rhinoviren, anderen Coronaviren, Influenzaviren, RS-Viren u. s. w. an. Warum grade im Winter? Manche Viren vermehren sich viel besser in kälteren Monaten und gehen bei Hitze zugrunde. Wir sind mehr in Räumen enger zusammengerückt und außerdem sinkt gerne gegen Ende des Winters unser Speicher an Vitaminen -besonders Vitamin D (eigentlich ein Hormon). Es fehlt vielen Menschen noch mehr als im Sommer. Die meisten von uns sind in einem ständigen Vitamin D – Mangel, wenn sie es nicht zuführen. Daher mein Rat: lassen Sie unbedingt Ihren Vitamin- D Spiegel bestimmen, um es gezielt aufzufüllen-das geht nicht so schnell! Und bestimmen Sie am besten gleich Ihre Mineralstoffe und Spurenelemente im Vollblut mit- z. B. Zink, Magnesium, Selen, Mangan, Kupfer, Kalium und ggf. die B-Vitamine.

In der komplementären Medizin herrscht die allgemeine Auffassung, dass ein guter Zinkspiegel für eine gute Immunfunktion unabdingbar ist.

Bewegung an frischer Luft ist gut für uns – auch und gerade im Winter. Bleiben Sie nicht nur zu Hause in überheizten Räumen und Lüften Sie regelmäßig im Sinne von Stoßlüften. Gehen Sie regelmäßig spazieren, walken, joggen oder Fahrradfahren.

Unsere Ernährung sollte gerade im Winter saisonal und regional sein und wenn möglich noch von Biobetrieben kommen. Sie sollte pflanzenbasiert sein, möglichst kein bis wenig Schweinefleisch enthalten und nur ab und zu gutes Geflügel oder Rindfleisch. Ebenso hin und wieder kann Fisch auf den Teller kommen, aber angesichts der Überfischung und des Schwermetallgehalts vieler Fische besonders am Ende der Nahrungskette kann leider Meeresfisch (der mit den besonders guten Omega 3-Fettsäuren) nicht mehr uneingeschränkt empfohlen werden. Essen Sie daher lieber mal Fisch aus heimischen Gewässern von Züchtern, denen Sie vertrauen oder mal einen geangelten Lachs.

Essen Sie im Winter nicht zu viele Zitrusfrüchte – sie kühlen eher ab. Sondern essen Sie auch mal einen Apfel. Essen Sie reichlich Wintergemüse-Brokkoli, alle Kohlsorten, Kraut, Nüsse, Linsen und Bohnen, Gemüseeintöpfe, Kürbisgerichte, Wurzelgemüse aller Art wie rote Beete und vieles mehr. Vielleicht haben Sie Lust sich mal auch Gemüse selbst zu fermentieren? Ihr Darm wird es Ihnen danken. Essen Sie lieber Bio-Dinkelbrot als Weizen und kauen sie alles gründlich. Trinken Sie Holundertee oder auch mal ein Gläschen Saft- Holunder ist voll von besten sekundären Pflanzenstoffen und stärkt die Abwehr. Ebenso Aronia oder Acerola sowie Wildheidelbeeren. Es gibt alles als Bio-Pulver und boostert Ihr Morgenmüsli oder Ihren Morgenbrei enorm. Überhaupt ist ein wärmender Getreidebrei-am besten fein gemahlen mit Rosinen, Nüssen, Kernen und Mandeln, getrockneten Beeren und ein bisschen Obst der allerbeste Start in den Tag!

Was kann man denn jetzt außer qualitativ guter Ernährung und Bewegung noch tun, um eine Infektion zu vermeiden?

 Zum Beispiel Saunagänge und Wechselduschen härten ab. Ansteigende Fußbäder und langgekochte Rindersuppen oder Hühnersuppen mit Wurzelgemüsen, Ingwer und Chili können das Immunsystem ungemein unterstützen und können auch auf Vorrat gekocht werden. Im Winter sollten Sie davon immer was zu Hause haben! Das Rezept gibt’s bei uns in der Praxis.

Nach unserer Erfahrung kann auch Zistrosen-Tee oder Zistrosen-Tropfen das Immunsystem stärken. Es gibt sie im guten Bio-Kräuterhandel. Zistus incanus gilt seit Jahrtausenden durch den Polyphenolgehalt als wirksam in der Unterstützung zur Prophylaxe und Therapie von Infektionskrankheiten viraler oder bakterieller Art.

Zistus-Lutschtabletten mit Zink und Vitamin C können bei beginnenden Halsschmerzen gute Dienste leisten.

Nehmen Sie Vitamin C in kleinen Dosen verteilt über den Tag ein. Größere Dosen werden einfach nicht mehr resorbiert und ausgeschieden. Ebenfalls zu empfehlen ist Vitamin C als Retardtablette oder lypophilisiertes Vitamin C.

Prophylaxe kann auch mit Propolis-Produkten aus dem Biohandel als Tropfen sehr gut betrieben werden, auch bei Beginn einer Infektion. Es wirkt manchmal sehr schnell bei akuten Halsschmerzen. Vorsicht sollten Allergiker walten lassen-hier können unter Umständen akute allergische Zustände bis hin zur Atemnot auftreten, die gefährlich werden könnten.

Vitamin E und Vitamin A gehören ebenfalls zu den Antioxidantien und sollten ggf. bei Mangel eine Zeitlang zugeführt werden. Vorsicht bei Vitamin A in der Schwangerschaft-hier ist es ebenso wie bei Tumorerkrankungen kontraindiziert. Besprechen Sie bei allen hiergenannten Empfehlungen auf jeden Fall die Dosierung und die Einnahmedauer mit Ihrem Therapeuten! Bei manchen Substanzen kann man auch überdosieren – z. B. Vitamin D, Zink, Selen und andere. Manchmal wird auch die Blutgerinnung durch Pflanzen oder Vitaminpräparate beeinflusst und kann bei Patienten, die bereits blutgerinnungshemmende Medikamente nehmen zu Nebenwirkungen führen.

Auch Omega 3 Fettsäuren zählen zu den Fetten, die vermehrt in unserer Ernährung ihren festen Platz haben sollten (Leinöl, Hanföl, Fischöl oder Algen-Öl in Kapseln oder flüssig). Aber auch diese sind in hohen Dosen bei Gerinnungsstörungen kritisch zu betrachten.

Kapuzinerkresse zählt ebenfalls zu Pflanzenwirkstoffen, die anscheinend antiviral wirken. Es gibt sie auch als Tropfen.

Isopathische Bakterienprodukte, welche als Umstimmungsmittel eingesetzt werden, haben sich bei uns in der Praxis auch prophylaktisch bewährt. Sie können über die Haut aufgenommen werden.

Echinacea angustifolia – der schmalblättrige Sonnenhut – ist ebenfalls als immunstärkendes Mittel bekannt. Er kann in vielfältiger Weise aus der Apotheke bezogen werden. Vorsicht ist geboten bei Korbblütler-Allergie!

Astragalus oder Tragant ist ebenfalls eine Pflanze, die immer wieder als immunstärkend angesehen wird. Ihm werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen.

Bekannt sind auch verschiedene Heilpilze – unter anderem hinsichtlich ihrer wohl immunstärkenden Wirkung – z. B. Shitake, Coriolus, Reishi und andere. Sie sollten nur aus zuverlässigen Quellen bezogen werden, welche schadstofffrei arbeiten.

 Man kann sich auch aus verschiedenen Gewürzen, Chili, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Apfelessig usw. ein sog. „natürliches Abwehrmittel“ selbst herstellen. Es hält monatelang im Kühlschrank. Rezept gibt es ebenfalls bei uns in der Praxis.

Einen Tee zur Abwehrstärkung kann man sich aus Hagebutten, Lindenblüten, Orangenschalen und Holunderblüten herstellen.

In der Ganzheitsmedizin gibt es weitere Verfahren, die das Immunsystem unterstützen können. Wir wenden in der Praxis Eigenblutbehandlungen und darmstärkende Therapien sowie Ausleitungsmethoden an.

Wenden Sie sich bei Interesse gerne bei uns zu einem Informationsgespräch an.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie bei bester physischer und psychischer Gesundheit gut über den Winter kommen!

Denken Sie so viel wie möglich positiv und freuen Sie sich an alltäglichen Kleinigkeiten – auch das ist Kraft und Sonne für Ihre Abwehr – denn die liegt in Ihrer Mitte!

 Herzlichst, Ulrike Walter

 

Die Empfehlungen geben die individuelle Meinung und Erfahrung der Ärztin hauptsächlich aus dem Bereich der Erfahrungsheilkunde wieder und sind zwingend schulmedizinische Lehrmeinung.

Chronische Metallbelastung

Chronische Metallbelastung

Chronische Metallbelastung

In unserer Praxis werden neben der Schulmedizin auch komplementärmedizinische Diagnostik- und Therapieverfahren angewandt. Gerade auch deshalb suchen Sie uns ja auf.

Betroffen sind meist Patienten, die unter verschiedenen Symptomen leiden, die schulmedizinisch nicht unter einer bestimmten Diagnose eingereiht oder behandelt werden können, bzw. für die es bisher bei Ihnen noch keine befriedigende Besserung Ihrer Beschwerden gegeben hat-sonst hätten Sie keinen Grund, nach weiteren Ursachen oder Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Die Verfahren, die wir anwenden, sind in der sogenannten Komplementärmedizin durchaus bekannt und etabliert-wie z. B. die Applied Kinesiology. Dies gibt mir Hinweise darauf, wo Störpotentiale im Körper liegen können und in welcher Richtung eine Labordiagnostik sinnvoll eingesetzt werden sollte.

Allerdings ist diese Diagnostik- wie viele andere ganzheitliche Methoden -oder auch Therapien- nicht anerkannt in der Schulmedizin und mangels Studienlage oder Evidenz nicht weiter verfolgt-ja sogar manchmal angefeindet. Selbst nachgewiesene Laborparameter können teilweise keine Akzeptanz in der Schulmedizin finden und dementsprechend besteht auch kein Handlungsbedarf.

Allerdings kann es auf dem Gebiet der Erfahrungsheilkunde-auf dem wir uns befinden-selbstverständlich trotzdem Erfolge aus Patientensicht geben.

Bei Ihnen wurde nun der Verdacht auf eine chronische Metallbelastung festgestellt.

Metalle kommen ubiquitär vor und selbstverständlich sind einige für uns auch lebensnotwendig für den Ablauf von Stoffwechselprozessen. Ohne Zink oder Selen z. B. können weder Immunsystem noch Entgiftung funktionieren. Die notwendigen Spiegel können in einer Vollblutmineraluntersuchung erfolgen, in der der Gehalt verschiedener Mineralien und Spurenelemente im Bereich der Zellversorgung und nicht nur im Serum untersucht wird. Diese Untersuchung ist unabdingbar, um die Versorgung des Körpers vor einer eventuellen Metallausleitung festzustellen und mögliche Nebenwirkungen der Therapie zu reduzieren.

Aber leider gibt es auch genügend toxische Metalle, die nichts in unserem Körper zu suchen haben, aber mit denen leider jeder Mensch mehr oder weniger „kontaminiert“ ist. Zu diesen Stoffen gehören z.B. Blei, Nickel, Arsen, Zinn, Quecksilber; Silber, Barium, Cäsium, Palladium, Aluminium etc.

Wir nehmen diese Metalle über unsere Nahrung, (Meeresfische, Reis, Gemüse usw.) oder durch Impfstoffe, vor allem aber durch Zahnmetalle, die in unseren Zahnapparat eingebracht werden in uns auf. Auch Nikotin oder Feinstaubbelastung der Luft, alte Bleirohre, Belastungen am Arbeitsplatz und viele individuelle Expositionsmöglichkeiten durch spezielle Gewohnheiten belasten unseren Organismus.

Dies heißt aber keineswegs automatisch, dass man jedes Symptom haben muss, der Metalle inkorporiert hat. Im Gegenteil-die meisten Menschen kommen symptomlos damit zurecht. Es gibt sowieso in der Regel keine Symptome, die einer Metallbelastung spezifisch zugeordnet werden können, da sie ein buntes Bild darstellen, von Müdigkeit und Erschöpfung über Zungenbrennen bis Darmbeschwerden oder Hautekzeme und viele andere mögliche Beschwerden.

Akute Metallintoxokationen sind der Schulmedizin allerdings bekannt und werden im Notfall ebenso mit den in der Komplementärmedizin angewandten Entgiftungsmitteln – den Chelatoren – auf der Intensivstation behandelt.

Bei den hier betroffenen Patienten handelt es sich aber nicht um eine Akutvergiftung, sondern um einen chronischen Belastungsvorgang, der mit multiplen Beschwerden, vor allem auch auf dem Gebiet der Immunreaktionen und der chronischen Entzündung einhergeht. Aber selbst die Labordiagnostik, die eine Erhöhung von verschiedenen toxischen Metallen im Körper nachweisen kann, kann weder eine Aussage darüber geben, woher die Belastung kommt, noch ob sie überhaupt mit den geschilderten Beschwerden zusammenhängt. Man kann nur nach Wahrscheinlichkeiten gehen und wenn die Vermutungen zutreffen, ist auch die Möglichkeit gegeben, dass sich die Beschwerden durch eine Metallausleitung bessern oder sogar verschwinden. Die Metallbelastungen sind oft jahrelang, manchmal jahrzehntelang vorhanden und werden in den seltensten Fällen sofort bei Beginn der Ausleitung verschwinden. Es kann Wochen, Monate bis im Extremfall noch länger dauern, bis sich die Beschwerden anhaltend bessern, manchmal allerdings auch sehr schnell.

Niemand wird sich seriöserweise allein auf einen kinesiologischen Test oder andere biologische Testverfahren verlassen – auch wenn sie bewährtermaßen sehr valide sein können bei richtiger Anwendung. Man wird auf jeden Fall eine Labordiagnostik anstreben.

Zunächst ist anamnestisch wichtig, wo überall individuelle Metallbelastungen vorkommen-in Zahnfüllungen, durch Zigarettenrauch, durch hohen Fischkonsum, Umweltbelastung oder sonstige Dinge. Manchmal kann dies sehr schwierig sein, herauszufinden-man erlebt immer wieder Überraschungen in der Laboranalyse.

Wie kann ich eine Metallbelastung nachweisen?

Eine Schwierigkeit ist bei den Messverfahren, einen Referenzwert im Labor festzulegen, ab dem eine Metallbelastung vorliegt. Natürlich sollte der bei toxischen Metallen gegen Null gehen, was aber bei der allgemeinen „Grundtoxinbelastung“ der Bevölkerung nie der Fall ist. Auch Kinder weisen Metallbelastungen auf. Deshalb wird von einem Expertengremium in Zusammenarbeit mit einem auf Metalldiagnostik spezialisierten Labor der Grenzwert für das jeweilige Metall festgelegt, der aber durchaus nach neuen Entwicklungen variiert werden kann.

Welche Testverfahren gibt es?

Es gibt die Haarmineralanyse, die Metallbelastungen über einen längeren Zeitraum nachweisen kann. Allerdings werden oft auch jede Menge Stoffe von außen in Haare eingebracht, so dass die Analyse oft mit Vorsicht zu genießen ist.

Es gibt die Möglichkeit der Urin- und Vollblutanalyse. Diese Verfahren geben lediglich Aufschluss über die aktuell im Blut oder Urin vorhandenen Metalle der unmittelbar letzten Tage – das heißt, wenn ich am Tag vorher Thunfisch gegessen habe, werde ich dies im Blut am nächsten Tag an einem erhöhten Quecksilberwert feststellen können.

Es gibt die Möglichkeit, Metallkorrosion und Abrieb im Morgenspeichel und Kaugummispeichel festzustellen. Das ist sinnvoll, um die Art der Metalle und deren „in Lösung gehen“ im Mund festzustellen – natürlich nur, wenn man Metalle überhaupt im Mund hat.

Das eigentliche Standardverfahren in der Komplementärmedizin ist der Mobilisationstest nach – meist-Injektion oder oraler Einnahme eines sogenannten Chelators. Dieser Chelator ist je nach seiner Beschaffenheit in der Lage, bestimmte Metalle zu binden und der Ausscheidung zuzuführen. Denn die Metalle sind üblicherweise in den Geweben gebunden und zirkulieren normalerweise nicht in größerer Menge im Blut. So kann es vorkommen, dass der Nativtest im Vollblut keine Metallbelastung anzeigt, aber nach der Mobilisation erheblich erhöhte Werte angezeigt werden.

Der Test provoziert und manipuliert oder verstoffwechselt nichts. Er bringt lediglich zu Tage, was sowieso schon da ist. Auch dieser Test ist in der Schulmedizin nicht validiert.

Er läuft aber nach standardisierten Vorgaben ab. Bevor er durchgeführt wird, sollte immer eine Vollblutmineraluntersuchung Auskunft über grobe Mineralstoffdefizite gegen. Denn diese müssen vor dem Test und erst recht vor einer Ausleitungstherapie substituiert werden. Denn die Chelattherapie führt auch naturgemäß dazu, dass wichtige natürliche Metalle wie zb Zink oder Selen mitausgeschieden werden. Diese muss man auch in den Therapiepausen immer kontrollieren und ersetzen. Außerdem sollte man sich Klarheit über den Säure- Basenstatus des Körpers verschaffen, da im sauren Urin deutlich weniger Metalle ausgeschieden werden.

Es wird also beim Chelattest zunächst der Basisurin und dann der Urin nach Chelatgabe im Labor auf Schwermetalle untersucht, um dann eine spezifische Belastung zu erkennen und ggf. zu therapieren. Der Test selbst findet in der Praxis statt.

Warum sind nun nicht alle Menschen krank, wenn alle Metalle in sich haben?

Das hängt selbstverständlich mit ganz unterschiedlichen Expositionen zusammen aber auch mit der individuellen Toleranz und vor allem auch Entgiftungsfähigkeit. Diese ist nämlich oft genetisch völlig unterschiedlich.

Welche Symptome können gehäuft bei Metallbelastungen vorkommen?

Allergien, Hautausschläge, Neurodermitis, Haarausfall, Müdigkeit, Erschöpfung, Krebs, Fibromyalgie, Rheuma, Immunschwäche, Untergewicht, Nervosität, Schwindel Depression, Durchblutungsstörungen, Autoimmunerkrankungen, Darmerkrankungen, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen. Die Liste ist keineswegs komplett.

Selbstverständlich sind diese Beschwerden NICHT NUR bei Metallbelastungen zu finden, sondern können auch andere Ursachen haben!

Anamnese und Reaktionslage des Organismus

Wie bereits oben erwähnt, ist eine genaue Anamnese hinsichtlich möglicher Exposition erforderlich und ggf. auch die Frage zu klären, ob eine Metallentfernung aus Zähnen dann auch in Frage kommt.

Dies ist natürlich prinzipiell sinnvoll, denn wenn Amalgamfüllungen eine ständige Quelle von weiterer Quecksilberbelastung ist, macht es wenig Sinn, die Füllungen zu belassen aber eine längere Entgiftungstherapie einzuleiten und vom Mund aus kommt ständig neuer Toxinnachschub. Manchmal findet man auch noch einen klassischen Metallsaum am Zahnfleisch, eine graue Hautfärbung oder schweißnasse Hände bei Quecksilberbelastung.

Allerdings ist immer die individuelle Reaktionslage des Körpers zu berücksichtigen. Eine Ausleitung oder auch nur ein Metallbelastungstest kann Nebenwirkungen haben und wenn der Körper nicht in der Lage ist, diese Belastung abzufangen (mit Unterstützung natürlich!) dann ist dies eben im Augenblick kontraindiziert und ich muss erst Therapien wählen, die den Körper unterstützen.

Auch wenn die Metallbelastung extrem hoch ist, kann es ggf. nach einer Stützungstherapie nötig sein, erst ein wenig Metall auszuleiten, bevor ich Füllungen entferne. Denn dadurch wird natürlich erst recht Metall frei, das auch bei den besten Schutzvorkehrungen doch in Teilen den Körper belasten kann-vor allem durch Quecksilberdämpfe. Es ist also gut zu überlegen, wen ich teste und ausleite.

Ziel der Behandlung

Nach Feststellung der Beschwerden und des Leidensdrucks, der individuellen möglichen Ursachen und deren Aussicht auf Beseitigung und der labormäßig festgestellten Belastung sollte das Ziel in der Reduktion der Metallbelastung liegen, um die möglicherweise damit assoziierten Symptome zu bessern oder zu beseitigen. Eine vollständige Elimination von toxischen Metallen gelingt nie und ist auch nicht erforderlich.

Der Patient wird über die genaue Anwendung der intravenösen (es gibt verschiedene Chelatoren mit unterschiedlichen Wirkungsspezifitäten auf Metalle) oder oralen Diagnostik und Therapie aufgeklärt. Im Falle einer Tabletteneinnahme zu Hause bekommt er einen genauen Therapieplan mit. Es wird immer individuell die Dosierung nach Gewicht und Konstitution festgelegt.

Ebenso wird eine Therapieplanung für eine gewisse Dauer festgelegt und natürlich individuell nach Reaktionslage und Verträglichkeit angepasst. Pausen zur Entlastung der Entgiftungsorgane und Stützung mit Mineralien sind immer wieder unabdingbar. Es ist besser, über eine längere Zeit sanfter zu entgiften als den Körper zu überfordern und mehr Nebenwirkungen ggf. zu provozieren.

Immer werden naturheilkundliche Substanzen zur Stützung der Ausscheidungsorgane dazugegeben und die Trinkmenge sollte hoch sein. Außerdem sollte natürlich weitere Metallexposition wie Zigarettenrauch oder hoher Fischkonsum unterbleiben.

Es ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die Schwermetallentgiftung keine wissenschaftlich bewiesene, evidenzbasierte Methode ist und eine sog „off label use„ Behandlung darstellt. Diese Chelatoren werden in der Schulmedizin nur bei akuten Metallvergiftungen angewandt. Aber das wurde bereits angesprochen.

Immer muss nach einiger Zeit eine Laborkontrolle durch einen neuerlichen Mobilisationstest erfolgen, um die Metallausscheidungswert zu kontrollieren!

Kontraindikationen der Chelattherapie

Nie eine Ausleitung bei Schwangerschaft, da es zu Metallbelastung des Kindes kommt, bei manchen Chelatoren sogar teratogene Wirkung im Tierversuch!

  • Erhöhte Nierenwerte und Niereninsuffizienz
  • Dialysepatienten
  • Akute Psychosen
  • Bekannte Allergien gegen Chelatoren

 

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen kann es bei jeder Art von Behandlung geben, dies ist auch bei den Metallausleitungen der Fall. Insgesamt aber liegen diese meist im tolerablen Bereich und schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.

Nebenwirkungen kommen vermehrt bei Infusionsausleitungen vor, sind aber auch bei Tabletteneinnahme möglich.

Diese sind:
Müdigkeit, Abgeschlagenheit am Infusionstag oder einige Tage danach, Verschwommensehen, Kopfschmerzen oder auch Übelkeit und Schlafstörungen.

Gravierendste Nebenwirkung kann eine allergische oder pseudoallergische Reaktion mit Juckreiz, Hautrötungen, Schwellungen und Quaddelbildungen bis im Extremfall zur Auslösung eines allergischen Schockzustands sein. Meist ist dies nicht bei der ersten Behandlung der Fall, sondern kommt bei entsprechender Disposition im Laufe der Behandlungen und nimmt an Symptomatik zu, so dass der Chelator gewechselt werden muss. Außerdem kann ein Blutdruckabfall oder Herzklopfen auftreten, was aber bei langsamer Infusionsgeschwindigkeit eher selten vorkommt.

Die Tabletteneinnahme kann selten Übelkeit und Bauchbeschwerden verursachen. Eine allergische Reaktion ist ebenfalls nicht völlig ausgeschlossen.

In unserer Praxis wird natürlich vor jeder Anwendung eine kinesiologische Testung durchgeführt und bei negativem Resultat das entsprechende Mittel nicht gegeben. Das ist eine weitere Annäherung an die Frage der Verträglichkeit aber eine 100% Garantie gibt es in der Medizin nicht.

Hinzuweisen ist bei Diabetikern unbedingt auf die Tatsache, dass das FGM-Blutzuckermessgerät an diesem Tag nicht korrekt anzeigt, da der Chelator die Messwerte verfälscht. Cave Insulinüberdosis!

Gibt es Alternativen zu den Chelatoren?

Da es ja um Komplementärmedizin geht und diese „natürlich“ unterwegs ist , ist die Frage berechtigt, warum man keine natürlichen Substanzen verwendet.

Diese gibt es in der Tat und es gibt auch regelrechte Ausleitungsprotokolle. Hierzu zählen Koriander, Bärlauch, Chlorella, Zeolithe und Bentonit, Heilerden, Huminsäuren, homöopathische und spagyrische Therapeutika. Auch hiermit kann es Wirkung und Nebenwirkung geben. Und wenn eine Besserung eintritt, spricht das für die Wirksamkeit – ggf. auch auf Placebo – Basis. Aber das ist ja überall so. Einen Versuch kann man sicherlich immer starten. Aber es fehlt der Nachweis der Metallwerte im Urin, wenn man keinen Chelattest macht, und es gibt keine Labornachweise einer wirklichen Bindung der toxischen Metalle. Bei Chelatoren ist dies gesichert –allerdings auch nicht in welchem Umfang sie das individuell tun. Auch beim Chelattest kann es Fehlerquellen geben, wenn ich die korrekte Durchführung nicht beachte oder z. B. viel Restharn in der Blase bei der 2. Messung verbleibt.

Ich hoffe, Sie damit ausreichend über das Thema Metalle und Metallausleitungsmöglichkeiten aufgeklärt zu haben, um Ihre Entscheidung für oder gegen eine Ausleitungstherapie überhaupt zu ermöglichen. Die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Bei den Privatkassen sollte individuell nach Übernahme der Infusionskosten nachgefragt werden.

Selbstverständlich werden Sie bei uns nochmals detailliert über die Kosten aufgeklärt.

Wir benötigen außerdem eine Unterschrift über die ausführliche schriftliche und mündliche Aufklärung der hier geschilderten Sachverhalte.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ulrike Walter

Die R.E.S.E.T-Therapie – Energetische Kiefermuskelentspannung

Die R.E.S.E.T-Therapie – Energetische Kiefermuskelentspannung

Die R.E.S.E.T Therapie – Energetische Kiefermuskelentspannung

Das Kiefergelenk beeinflusst den ganzen Körper!

2x 45 Minuten für Ihre Balance!

Kiefergelenksdysfunktionen mit Verspannungen der Kaumuskulatur und Beeinflussung der Halswirbelsäule und manchmal des ganzen Körpers sind in unserer Praxis ein zunehmend häufiges Beschwerdebild. Knirschen und Pressen nehmen durch die Stressbelastung in unserer Gesellschaft über das physiologische Maß enorm zu mit einem bunten Symptomenbild wie:

  • Gesichts- und Kopfschmerzen
  • Nacken- und Schulterbeschwerden
  • Brust- und Lendenwirbelsäulenbeschwerden
  • Tinnitus und Hörstürze
  • Ohrdruck
  • Schwindelsymptome und Sehstörungen
  • Konzentrationsbeschwerden und Müdigkeit
  • Kopflymphstau und behinderte Nasenatmung
  • Nasennebenhöhlenprobleme

Hier kann die R.E.S.E.T Therapie (Neuausrichtung-Reorganisation) ein Baustein zur Besserung der Beschwerden sein.

Unsere R.E.S.E.T geschulte Arzthelferin behandelt Sie in ruhiger, entspannter Atmosphäre in Einzeltherapie mit einer genau festgelegten Abfolge von Handgriffen an den Kaumuskeln, am Kopf und der Halswirbelsäule.

Durch diese energetisierende Behandlung Ihres Kaumuskelsytems, kann auch gleichzeitig eine Beeinflussung des ganzen Vegetativums im Stresszustand möglich sein.

Die Behandlung findet an 2 Terminen a 45 Minuten im Abstand von einer Woche statt. Nach der Grundsystemtherapie bei RESET 1 wird bei der RESET 2 Therapie besonders auf die individuellen Beschwerden des Patienten eingegangen.

Die Therapie wird als äußerst angenehm und entspannend in einer Erholungs-Atmosphäre empfunden. Eine Pflasterakupunktur am Ohrläppchen rundet die Wirkung ab.

Wir freuen uns darauf, Sie behandeln zu dürfen!

Ihr Praxis-Team Dr. Walter

 

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