Allergiebehandlung in unserer Praxis

Allergiebehandlung in unserer Praxis

Allergiebehandlung in unserer HNO-Praxis

Spüren Sie schon wieder das Kribbeln in der Nase und beginnen Ihre Augen zu tränen, kaum dass das Frühjahr endlich kommt? Oder haben Sie vielleicht das Gefühl von Luftnot, wenn Sie an einer frischgemähten Wiese im Sommer vorbeikommen? Oder ist es so, dass Sie immer in der Nacht schlecht Luft durch die Nase bekommen und immer wieder aufwachen, weil Sie husten müssen?

Dies könnten Anzeichen einer Allergie sein! Lassen sie einen Allergietest durchführen!

Allergien sind keine Befindlichkeitsstörungen oder nur Bagatellerkrankungen.

Eine leitliniengerechte Behandlung von Heuschnupfen oder Hausstaubmilbenallergie sieht bei entsprechenden Beschwerden unter Beachtung von Kontraindikationen und Abwägung von möglichen Risiken die Durchführung einer sogenannten Hyposensibilisierung vor.

Darunter versteht man das Einbringen des Allergens, gegen das das Immunsystem des Patienten überreagiert, in anfänglich steigender Dosis als Injektion, als Tablette oder als Tropfen. Die Therapiedauer beträgt mehrere Jahre und ist in vielen Studien präparatespezifisch als effektiv nachgewiesen worden. Es ist eine kurative Therapie, also eine Therapie, welche die Ursache der Beschwerden bekämpft und nicht nur die Symptome bessert. Auch die Asthmaneigung, welche möglicherweise durch die Allergien besteht, kann durch die Hyposensibilisierung eingeschränkt werden. Dies ist allerdings nicht für jedes Präparat bewiesen.

Insgesamt handelt es sich also um eine sinnvolle Behandlung bei entsprechenden Voraussetzungen, welche in einem detaillierten Patientengespräch erörtert werden müssen.

Während der Saison ist der Beginn einer Injektionstherapie meist nicht indiziert, dass das Nebenwirkungsrisiko steigt. Orale Präparate-also Tropfen oder Tabletten können aber durchaus noch eingesetzt werden. Damit ist nicht gemeint, dass die Patienten Allergietabletten oder Augentropfen zur Bekämpfung ihrer Symptome anwenden, sondern im Gegenteil ihr Allergen selbst einnehmen.

Wie kann dies funktionieren, wenn man noch mehr Allergen dem Organismus zumutet?

Entscheidend ist, durch Zuführung hoher Allergendosen den Körper zu einer Toleranzentwicklung zu bringen. Das heißt, dass mit der Zeit eine Gewöhnung durch die ständige Auseinandersetzung mit dem oder den Allergenen eintreten soll und die typischen Allergiesymptome während der Expositionszeit im Frühjahr oder Sommer (Frühblüher und Gräser z.B.) oder auch ganzjährig (Milbensensibilisierung) nicht mehr auftreten oder gebessert sind.
Was aber kann man tun, wenn eine Hyposensibilisierung aus medizinischen Gründen nicht indiziert ist oder der Patient dies nicht möchte?

Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Therapien aus dem Gebiet der Erfahrungsmedizin anzuwenden. Diese Behandlungen liegen oft im Bereich der Naturheilkunde und sind in vielen Fällen – wie der Name Erfahrungsmedizin schon sagt – nicht durch Studien in ihrer Wirksamkeit belegt worden. Aber trotzdem durften und dürfen Patienten Besserungen ihrer oft quälenden Beschwerden immer wieder auch mit nicht-schulmedizinischen Behandlungen “erfahren“. Der Behandler sollte in jedem Fall „Erfahrung“ mit diesen Methoden haben und eine Aufklärung hinsichtlich möglicher Wirkung und eventueller Nebenwirkung ist stets selbstverständlich.
In unserer Praxis behandeln wir sehr gerne unsere Allergiepatienten mit Akupunkturen, Eigenblutinjektionen (UVE-Therapie, Autosanguisstufentherapie nach Reckeweg, Eigenbluttropfen), Homöosiniatrie, homöopathische Injektionen oder orale Homöopathika-je nach Intensität der Symptome und den entsprechenden Wünschen. Auch über Ernährung während der Allergiesaison sollte gesprochen werden.

Wenn immer möglich sollte man sich bereits vor Eintreten der Allergiezeit – also z. B. im Herbst bei einem allergieerfahrenen Arzt vorstellt. Da manche Patienten zu dieser Zeit ihre Allergien bereits wieder vergessen haben, wird bei uns auf Wunsch eine Erinnerung gerne per Recall-System weitergeleitet.

Und natürlich kann es irgendwann immer einmal erforderlich sein, einfach ein Antiallergikum zu verordnen.

Kommen Sie doch jederzeit zu einer Beratung oder Abklärung vorbei!

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Frühjahr und den Sommer möglichst ohne Allergiebeschwerden genießen können!

Drip-Spa-, Vitamin- und Mineralstoffboosterinfusionen

Drip-Spa-, Vitamin- und Mineralstoffboosterinfusionen

Drip-Spa-, Vitamin- und Mineralstoffboosterinfusionen

Die Tage werden kürzer und trüber. Es fehlt an Sonne, Licht, guter Laune, Bewegung und Fitness. Die Haut wirkt etwas gestresst und müde beim Blick in den Spiegel. Und selber könnte man auch einen Energieschub gebrauchen.

Die Viren lauern an jeder Ecke und nur ein schlagkräftiges Immunsystem bombt sie in Grund und Boden.

Was kann man tun?

Die altbekannten Dinge sind die wichtigsten:
gute Ernährung, gutes Wasser, moderate Bewegung, wenig Strahlenexposition, gute Beziehungen, ausreichend Schlaf, guter Ausgleich zum stressigen Alltag, Seelenfrieden und Natur.

Und was kann ich sonst noch tun?

Entgegen der landläufigen Meinung sind wir eben oft nicht ausreichend durch unsere Ernährung mit notwendigen Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren versorgt! Lediglich die Notwendigkeit von Vitamin –D Einnahme im Winter kommt langsam bei den Menschen an.

Am besten lassen Sie doch mal einen Check Ihrer Zellversorgung mit den lebensnotwendigen Vitalstoffen machen – dann wissen Sie es genau, wo es fehlen könnte.

Aber auch bei Gesunden kann es einen Energie-Kick geben, sich eine Vitamin-C- oder Vitamin-B-, Mineralstoff -oder Aminosäureinfusion zu gönnen! Gerade in dieser Zeit.

Das betrifft dann den sogenannten präventiven Bereich. Gerade wenn Sie viel körperlich oder geistig gefordert sind oder im Dauerstress Ihre Woche verbringen, können Sie einen erhöhten Nährstoffverbrauch haben. Unsere Böden enthalten oft zu wenig Selen und wenn wir nicht versuchen, durch häufigen Verzehr von besonders selenhaltigen Nahrungsmitteln dies aufzufangen – woher soll dann das wertvolle Selen in ausreichender Menge kommen?

Wesentliche Entgiftungsenzyme benötigen Selen und funktionieren erst ab einem bestimmten Selenspiegel optimal. Das ist extrem wichtig, da 50% der Bevölkerung bei uns ein genetisches Defizit an Entgiftungsenzymen hat-dafür aber genug Schwermetallbelastung. Dann sollten wenigstens die restlichen Müllabtransportfahrzeuge keinen Motorölmangel haben – oder nicht?

Welchen Vorteil kann jetzt eine Drip-Spa-Infusion bieten?

  • Die Inhaltsstoffe werden vollständig aufgenommen unter Umgehung des Magen-Darmtrakts
  • Der Wirkeintritt kommt in der Regel schneller als bei oraler Aufnahme
  • Reinsubstanzen
  • Keine Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln

Leider leiden wir häufig durch unsere Lebensweise und unsere Umwelt am sogenannten “Radikalenstress“. Das bedeutet, dass wir zu viele freie Radikale im Vergleich zu Antioxidantien haben, welche diese aggressiven Reaktionspartner neutralisieren könnten. Dies verursacht Zellschäden und Entzündungsmediatoren werden freigesetzt. Daher sollte man immer genug Mineralien und Vitamine für die Redoxreaktionen und Zellreparaturmechanismen an Bord haben, genauso wie für Detox- und Energiegewinnungsprozesse.

Doch die Infusionen können auch vor Eintreten von Mangelzuständen sinnvoll sein. In der Prävention bereits gelangen die hochdosierten Wirkstoffe ohne first-pass-Effekt in der Leber zur Zielzelle.

Wir bieten Drip- Spa für unterschiedliche Bedürfnisse an:

1. Beauty-Drip

Schöne Haut, Haare und gesundes Nagelwachstum gelten als wünschenswerte Zeichen von innerer Gesundheit in der äußeren Erscheinung.

Neben gesunder Lebensweise, Sport und guter Kosmetik können auch einzelne Nährstoffe in guter Qualität hier unterstützend eingesetzt werden.

Glycin, Prolin und Lysin sind Aminosäuren für die Kollagenbildung, welche hier verwendet werden können. Vitamin C wirkt hier als Unterstützungsfaktor. Die Aminosäure Arginin wirkt gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd, was der Haut und den Haaren zunutze kommen kann.

L-Methionin trägt zur Stärkung von Haar-und Nagelstruktur bei. Taurin liefert Schwefelgruppen und wirkt entgiftend und antioxidativ. Biotin ist außerdem als Vitamin H bekannt, welches zu einer gesunden Haarstruktur beitragen kann.

2. Perfect Age Drip

Anti-Aging oder Longevity ist in aller Munde. Hierfür kann man viel tun – ganz besonders trägt hier eine ausgewogene Lebensweise als epigenetischer Regler zu einem langen, gesunden Leben bei.

Natürlicherweise treten aber mehr Zellschäden, Enzymdysfunktionen, mehr freie Sauerstoff- und Stickstoffradikale, DNA-Replikationsfehler, langsamere Zellreparatur, Immunseneszens auf. Auch die Hautalterung gehört dazu.

Die Infusion Perfect Age bietet eine sehr gute Versorgung reifer Haut mit optimaler Zusammensetztung an Aminosäuren und Mineralien sowie Stoffen zum Kollagenaufbau und zur Zellregeneration.

Vielleicht möchten Sie hier einmal statt einer Anti-Aging-Serie von außen diese von innen anwenden?

3. Protect Drip

Nur ein starkes Immunsystem hilft effizient, Krankheitserreger schon beim Eintritt in den Körper abzufangen und zu vernichten. Gerade im Winter ist dies mit zunehmender Virusbelastung in der Bevölkerung wichtig.

Neben den bekannten Lebensstilfaktoren können hier besondere Vitalstoffe eine Hilfe bieten. Dazu gehört Vitamin C, was ein echter Immunbooster ist. In meinen Messungen finde ich regelmäßig Patienten mit sehr niedrigem Vitamin-C-Spiegel, was es ja laut gängiger Meinung der Ernährungsmedizinischen Gesellschaft gar nicht geben kann. Vitamin C ist essentiell für Zellschutz, Antioxidation und Funktion der Makrophagen, welche zum angeborenen Immunsystem gehören. L-Lysin ist DIE Aminosäure gegen Virusbefall. Auch L-Carnitin stärkt verschiedene Zellen der Immunabwehr in ihrer Funktion.

L-Arginin hat neben Gefäßerweiterung viele positive Stoffwechselwirkungen und Taurin, Citrullin und Ornithin sind ebenfalls unter anderem für Detoxvorgänge zuständig. Aus L-Methionin entsteht Cystein, was ein Baustein des wichtigsten Entgiftungsstoffes Glutathion ist. L-Carnosin wirkt immunmodulatorisch und antioxidativ.

Diese Aminosäuren und Vitamine finden Sie im Protect Drip in optimaler Zusammensetzung.

4. Relax Drip

Diese Infusion ist besonders geeignet für Stressgeplagte und Unruhige. Das Ziel ist durch Stoffe, welche den Entspannungsnerv, den Parasympathikus, stärken und die Bildung des Glückshormons Serotonin fördern, einen relaxierenden Effekt zu erreichen.

Cholincitrat stimuliert über Acetylcholinbidung den Entspannungsteil des vegetativen Nervensystems. L-Tryptophan ist die Vorstufe in der Serotoninbildung und kann positiv die Stimmung, das Schmerzempfinden und den Schlaf beeinflussen.

Glycin und Taurin wirken beruhigend und ausgleichend. Kalium und Magnesium wirken beruhigend, sind wichtig für den Energiestoffwechsel und regulatorisch im Säurebasenhaushalt.

Eine zusätzliche Medikation mit Psychopharmaka oder Antidepressiva ist bei dieser Infusion kontraindiziert!

5. Detox Drip

Eigentlich ist es durch unsere multiplen Belastungen mit Umweltschadstoffen unabdingbar für die Gesundheit geworden, immer wieder gezielte Entgiftungsstrategien in unser Leben mit aufzunehmen. Das kann eine Fastenwoche, eine Basenwoche, eine Ayurveda-Kur, eine FX-Mayr-Kur, eine Chelattherapie, eine Apheresebehandlung, Algen- und Vulkanerdemineralien, Heilerde oder Kaffeeeinläufe und Colon-Hydrotherapie sein.

Oder eben auch Detoxinfusionen.

Hier werden die Entgiftungsvorgänge hauptsächlich der Phase 2 der Leberentgiftung gestärkt.

Dazu dienen die Aminosäuren L-Methionin und Glycin, wodurch wieder Glutathion entsteht. Außerdem Taurin und Carnitin zur Radikalenentschärfung.

Arginin, Ornithin und Citrullin sind besonders effektiv in der Ammoniakentgiftung, was ein starkes Zellgift, auch im ZNS ist. L-Glutamin ist die entscheidende Aminosäure für die Darmgesundheit und Lysin wirkt antiviral und kann Blei binden.

Daher kann eine Detoxkur eine unglaubliche Hilfe für den Körper wie eine gründliche Haussäuberung und Befreiung von zu viel schädlichem Ballast sein.

Falls Sie Interesse an einer dieser Infusionstherapien haben, melden Sie sich gerne bei uns in der Praxis. Wir informieren Sie gerne.

Es sind in der Regel präventivmedizinische Leistungen und werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie unterliegen dem Wunsch nach individuellen Gesundheitsleistungen und nicht einer Therapie von bestehenden Krankheiten. Die Preisgestaltung können Sie gerne auch bei uns in Erfahrung bringen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit
Dr. Ulrike Walter
Multisystemerkrankung Post-Covid

Multisystemerkrankung Post-Covid

Post-Covid ist eine Multisystemerkrankung und erfordert multisystemische Therapie

Was kann funktionelle Medizin leisten?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Bisher gibt es keine gesicherte Pathogenese und demzufolge stringente Therapie für das Post-Covid Syndrom.

Aber es gibt vor allem in der ganzheitlichen Medizin einen breiten Consensus der Therapeuten, die sich mit diesem Thema befassen, über die diagnostischen Möglichkeiten der beteiligten Körpersysteme und darauf aufbauend auch der therapeutischen Ansätze. Diese Ansätze werden nach neueren medizinischen Ergebnissen und auch nach empirischen Erfahrungen der Therapeuten ständig weiterentwickelt.

Post-Covid ist eine Multisystemerkrankung -aber mit individuellen Ausprägungen der verschiedenen betroffenen Körpersysteme. Deshalb ist das klinische Bild so unterschiedlich und verleitet manche Kollegen dazu, Patienten in eine psychosomatische Schublade einzuordnen, da ja die bis etwa 200 möglichen, geschilderten Symptome gar nicht körperlicher Natur sein können. Um diese Symptome richtig deuten zu können, komme ich mit einem Blutbild, Oberbauchsono, EKG und sogar einem MRT des Gehirns nicht weiter-es sei denn, es sind wirklich Organsysteme nicht nur funktiionell ,sondern auch strukturell betroffen-was durchaus natürlich ( zusätzlich ) sein kann. Selbstverständlich ist eine Myokarditis oder ein lungenfibrotischer Gewebsumbau medizinisch nachweisbar. Aber die wenigsten der Post-Covid betroffenen Patienten fallen in diese Gruppe. Die Regel ist vielmehr: man findet klinisch nichts Greifbares -außer vielleicht Blutdruckdysregulation oder ähnliches-jedenfalls nichts, was das extrem vielschichtige, teilweise schwere Krankheitsgefühl erklärt. Dieses kann einher gehen mit : sichtbarer Leistungseinschränkung, kognitiven Störungen ,multiplen Intoleranzsymptomen, Darmbeschwerden, hormonellen Dysbalancen, Autoimmunsymptomen , Störungen der Blutgerinnung und des Gefäßsystems, Schlafstörungen und psychoemotionaler Beeinträchtigung-welche aber erst DURCH die Krankheit entstanden ist und NICHT Auslöser der Krankheit ist. Die Aufzählung ist bruchstückhaft und variiert extrem stark.

Welche Personengruppen sind am häufigsten betroffen?

In meiner Praxis sind es häufiger weibliche , jüngere, zum Teil auch sehr sportliche Patientinnen. Aber auch männliche Patieten jüngeren bis mittleren Alters, die starken Belastungen ausgesetzt sind und waren finde ich unter den Betroffenen. Eigentlich weniger die älteren, multimorbiden Patienten, die ja von der akuten Coviderkrankung stärker bedroht waren. Dabei ist es unerheblich bei meinen Patienten, ob sie schwer oder leicht an Covid 19 erkrankt waren oder ob sie geimpft waren oder nicht – die meisten haben ja sowohl Impfungen als auch die Erkrankung hinter sich. Die Ursachen liegen in den immunologischen Vorgängen und hängen mit einem fehlgeleiteten Immunsystem zusammen. Die sportlichen Patienten haben wesentlich mehr GPCR Rezeptoren, welche dann durch die pathologischen agonistische GPCR Autoantikörper besetzt werden und die betroffenen Organsysteme erschöpfen, z. B. die Muskulatur. Aber nicht alle Post-Covid-Patieten haben diese Autoantikörper. Patienten, die nur geimpft worden waren und nach der Impfung das sogenannte Post-Vac-Syndrom entwickelt haben – und damit ist nicht die Erstreaktion Stunden oder Tage nach der Impfung gemeint. Das Post-Vac-Syndrom hat annähernd die gleichen klinischen Symptome und die therapeutischen Ansätze sind demzufolge ähnlich. Die Ursachen, warum ein Patient Post-Covid/Vac entwickelt und der andere nicht, sind vielfältig. Ein gemeinsames Merkmal ist der erhöhte oxidative und nitrosative Stress, in dem die Patienten sich befinden. Dies liegt zum Teil daran, dass dieser Stress schon vor der Erkrankung vorhanden gewesen sein kann. Menschen die extremen Sport machen, Menschen die extremen beruflichen und privaten Herausforderungen täglich begegnen, Menschen die unbewältigte seelische Traumata in der Vergangenheit haben, Menschen die körperliche Traumen wie Unfälle mit Beteiligung der oberen Kopfgelenke erlitten haben, Menschen mit deutlicher Belastung an Umwelttoxinen haben, Menschen mit Erregerbelastungen und vor allem Menschen mit genetisch bedingter reduzierter Entgiftungsfunktion und mangelnder Möglichkeit, oxidativen Stress zu neutralisieren – besonders bei mangelnder Nährstoffversorgung, sind hier besonders betroffen.

Alles hat seine Geschichte und nichts passiert einfach so. Das ist genau das Merkmal und Augabengebiet der funktionellen Medizin:

Grundsatz: zurück in eine artgerechte, dem Menschenleben zuträgliche Lebensweise, von der wir inzwischen meilenweit entfernt sind! Finde die Ursachen und verstehe die Vorgänge im Körper, die zur Krankheit geführt haben! Finde etwas über die Lebensumstände des Patienten, seine familiären und beruflichen Hintergründe, seine Ernährungs-und Bewegungsgewohnheiten, seine Schlafgewohnheiten, seine möglichen Belastungen mit Umweltschadstoffen und seine psychoemotionalen Belastungen (dazu zählen auch Glaubenssätze) heraus. Mache eine sinnvolle Diagnostik , indem du da hinschaust, wo die individuellen Ursachen der Symptome des Patienten liegen-auch wenn sie umfangreicher ist und nicht zum Katalog der sogenannten Schulmedizn gehören. Zur sinnvollen Diagnostik gehört eine genetische Analyse der Entgiftungsphase 2 und der ROS eliminierenden Enzyme (SOD, Katalase, Glutathionperoxidase) sowie der COMT und der MAO. Die COMT hat eine katabole Wirkung auf Katecholamine, deren Abbauprodukte im Urin gemessen werden können. Außerdem methyliert sie neben den Katechoalminen auch die Katecholöstrogene.Diese sollten bei homozygoter COMT Genetik kontrlliert werden, da karzinogene Östrogenmetaboliten angehäuft werden können. Außerdem methyliert die COMT auch Medikamente und Toxine, was dann ebenfalls reduziert passiert bei genetischen Polymorphismen. OHNE GENETIK VERSTEHE ICH NUR DIE HÄLFTE,WARUM EIN PATIENT DA IST,WO ER IST! DIES HAT KONSEQUENZEN AUF SEINE GESUNDUNG UND BEEINFLUSST SEINE WEITEREN KRANKHEITSRISIKEN, WELCHE ICH ABER BEI KENNTNIS REDUZIEREN KANN! Beginne mit einer sinnvollen, schrittweisen Therapie und behandle nicht nur die Symptome, indem du sie unterdrückst( erhöhter Blutdruck-Blutdrucksenker, Diabetes-Antidiabetika, Schmerzen-Schmerzmittel, Depression-Antidepressiva, Magenschmerzen-Magensäureblocker usw.) Beziehe den Patienten mit ein in die Therapie-kläre mit ihm die Ursachen und nimm ihn in die Eigenverantwortung. Ohne das Mitwirken des Patienten gibt es niemals eine wirkliche Heilung. Beginne mit der Ernährung und dem Weglassen von Toxinen .Kläre über sinnvolle Bewegung auf ( weder zu viel noch zu wenig) Kläre den Patienten auf, dass Entzündung DAS Thema von Post-Covid ist und nur eine Entzündungsreduktion im gesamten Körper eine Reduktion von ROS und RNS bedeuten kann-ganz zuallererst angefangen bei einer antientzündlichen Ernährung! Dies bedeutet Kohlenhydratreduktion, moderates Fasten( nicht für völlig Erschöpfte!), absolute Bioernährung nach den Regeln der Logi Kost, Weglassen von Gluten, Zucker, Milchprodukten, Alkohol. Jede Menge buntes Gemüse, vor allem auch lila Sorten, Kohlsorten- wenn vertragen-erst kleine Mengen-,Sprossen und Keimlinge ,auch mal Algen, Wildkräuter,Kimchi und Fermentiertes- wenn vertragen-oft erst später möglich-,täglich Beeren,1-2x pro Woche gutes Weidefleisch( keine vegane Kost!!), max 1x Fisch am besten mit Selentablette, etwas Obst, keine Fruchtsäfte, ab und zu ein Ei, etwas später auch wenig Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Haferflocken, täglich 2g Omega 3 Fettsäuren( manchmal auch mehr), zunehmend steigernd Ballaststoffe wie Akazienfasern, Flosamenschalenpulver, Apfelpektin, Inulin, resistente Stärke durch abgekochte und abgekühlte Kartoffeln und Reis. Toxine sind ubiquitär-besonders das Trinkwasser muss analysiert werden! Denkanstoß: einen Wasserfilter wie Bela aqua, Alvito oder auch Britta mit wöchentlichem Filterwechsel verwenden. Denkanstoß: auch Beziehungen können toxisch sein. Kläre auf über die unabdingbare Voraussetzung, dass tägliche ! Meditations-undEntspannungstechniken( Qui Gong, Tai Chi, Yoga, MBSR, Jacobsen, Joe Dispenza uvm), Vagusübungen, Atemtechniken (zB nach Buteyko),The Work nach Byron Katie, Gedankenstopp und Psychohygiene, ggf PEP Technik nach Bohne, EMDR mit Therapeut bei Traumata und andere Möglichkeiten wie Familienstellen essentiell sind bei der Behandlung von Post-Covid und auch ME/CFS und andere Symptome wie burnout. OHNE SIE GEHT ES NICHT! Keine Pille kann das erreichen! Kläre auf, dass Bewegung individuell je nach Möglichkeit und nach strengem pacing durchgeführt werden muss. Hierbei gibt es im Internet Portale, die über Pacing informieren. www.mecfs.de www.emerge.org.au http://covid-19.infotalk.eu/20221214_long_covid-pem Bei PEM ist dies Voraussetzung, dass es nicht zu einer stetigen Verschlechterung der Belastbarkeit kommt. Mehr ist eben nicht mehr-das verstehen manche Physiotherapeuten und sogar manche Rehakliniken nicht. Fange immer mit derDarmtherapie an, selbst wenn ein Patient keine Darmsymptome zeigt aber die Mikrobiom und Metabolomanalyse ein anderes Bild gibt! Wir wissen, das Post-Covid-Patienten ein reduziertes , dysbiotisches Mikrobiom zeigen, dass sie oft ein leaky gut haben mit Toxin und Fremdproteinübertritt ins System, dass sowohl das Virus als auch spike im Stuhl immer wieder nachgewiesen werden kann. Die Bifidobakterien werden durch das Virus/ spike reduziert was allein schon-ohne Betrachtung anderer Ursachen-zu Stimmungsproblemen und Immundefiziten führen kann. Ohne dichten Darm und verbesserte Nährstoffspaltung und-aufnahme sowie Reduzierung von pathogenen Keimen werden andere Maßnahmen nicht wirklich zum Erfolg führen. Der Darm ist der Dreh-und Angelpunkt unseres Immunsystems und wie will ich eine Chance zur Behandlung der Histaminproblematik beim MCAS, der Erschöpfung durch reduzierte Neurotransmitterbereitstellung und mangelnde Nährstoffversorgung der Mitochondrien sowie Kofaktormangel der hormonellen Achse und vieles mehr in den Griff bekommen? Der Tryptophanstoffwechsel ist fast immer mit betroffen, was vielfältige Auswirkungen auf die Proteinsythese, die Serotoninsynthese und den Entzündungsstoffwechsel hat. Ersetze fehlende, gemessene Mikronährstoffe durch geeignete Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Stärke die Mitochondrienfunktion. Dies sollte am Anfang mit Infusionstherapien und auch oral geschehen um Resorptionsprobleme zunächst mal zu umgehen. Versuche die Schieflage der Redoxsysteme zu verbessern ( Ein großes Problem bei Post-Covid) Protokollinfusionen, Aminosäureinfusionen,Procain-Baseninfusionen, Elektrolytinfusionen, Omega 3 und Phospolipidinfusionen, Vitamin C und Vitamin B Infusionen sind hier nur beispielhaft. Stärkung von Organen durch Organtherapeutika zB von WALA als neuraltherapeutische Injektionen unter Einbeziehung der Akupunktursysteme. Akupunktur kann hier über Anstoß der energetischen Systemzusammenhänge einen deutlichen Impuls geben. Beginne mit einer sanften, individuell zumutbaren Entgiftung unter Stärkung der Entgiftungsorgane! Dies bedeutet nicht automatisch Chelatinfusionen. Die werden von geschwächten Patienten oft nicht ideal vertragen.Hier gibt es homöopathische Entgiftungsinfusionen, Alpha Liponsäure, Glutathion, Phospholipide und mannigfaltige orale Unterstützungssubstanzen-allen voran der Löwenzahn und Heilpilze sowie Chlorella, Aktivkohle, Huminsäuren und vieles mehr. KLÄRE AUF, DASS EINE ENTGIFTUNG WENIG NÜTZT, WENN OBEN WEITER GIFTE IN DEN KÖRPER HINEINKOMMEN! Das fängt bei der Ernährung und Trinkwasser an und geht weiter über Zahnmetalle, Zahnherde und Retainer bis hin zu ständiger Elektrosmogbelastung! Regeln: nachts WLAN aus! Kein handy, Fernseher ect im Schlafraum.Kein Konsum von aufregenden Videos ect vor dem Schlafengehen. Generell drastische Reduktion von digitalem Überkonsum und Ersatz durch Waldbaden, Blick in die Natur, kaltes Wasser, Atmungstechniken am offenen Fenster ,Einbeziehen von Naturvisionen und Integration von kosmischer, spiritueller Denkweise durch entsprechende Lehrer und Bücher in den Alltag. WIE SOLL DENN GUTES ENTSTEHEN WENN ICH MEIN GEHIRN NUR MIT NEGATIVEN INFORMATIONEN UND ANGSTMACHENDEN EINDRÜCKEN FÜTTERE? MEINE ÜBERZEUGUNG IST: HEILUNG IST ÜBERALL UND IMMER MÖGLICH-WOBEI ICH AUCH MIT KÖRPERLICHEN EINSCHRÄNKUNGEN HEIL SEIN KANN-DAFÜR GIBT ES VIELE BEISPIELE. STELLE DIR MEHRFACH TÄGLICH GANZ GENAU VOR,WIE DEINE EINZELNEN ORGANSYSTEME IN DEN HEILUNGSPROZSS KOMMEN UND ES IMMER BESSER UND BESSER GEHT! Widme dich erst dann den individuellen ( cronischen oder reaktivierten) Erregerbelastungen-vor allem Borrelien, Herpesviren-EBV-Cytomegalie-CMV.) Bakterien sind in der Regel ein untergeordnetes Problem. Selbstverständlich erfordert die Post-Covid-Behandlung auch noch andere Aspekte. Ich habe bisher nicht erwähnt, dass persistierendes Virus und spike am Anfang unbedingt mitbehandelt werden müssen. Hier gibt es ganz spezielle Therapieschemata in der Ganzheitsmedizin. Auch muss ich ggf. die GPCR AAK spezifisch durch Immunadsorption oder andere Apheresen oder spezielle Antagonisten behandeln, wenn ich mit der allgemeinen systemischen Therapie keinen dauerhaften Erfolg erziele. Aber die Therapierichtlinien und Reihenfolgen der funktionellen Medizin, die ich aufgeführt habe sind trotzdem immer gültig! Eine Apherese allein genügt nicht, Mikronährstoffsubstitution allein genügt nicht, Entspannung allein genügt nicht: ICH MUSS FÜR DIESE MULTISYSTEMERKRANKUNG EIN MULTISYSTEMKONZEPT ANWENDEN, DAMIT ICH BESTMÖGLICHE AUSSICHt AUF ERFOLG HABE! DIESES KONZEPT MUSS IMMER INDIVIDUELL ABGESTIMMT SEIN UND ES GIBT KEIN PASST-IMMER-STANDARDPROGRAMM. ES KANN LÄNGER DAUERN, BIS ICH ERFOLGE SEHE.OHNE AUSDAUER, MUT UND BEREITSCHAFT, SICH MIT SICH SELBER UND DEN URSACHEN AUSEINANDERZUSETZEN ,FUNKTIONIERT ES NICHT. DADURCH KANN ICH ABER EINE HEILWIRKUNG AUF MEIN GANZES WEITERES LEBEN ERFAHREN. ES GIBT IMMER HEILUNG-SIE IST IN MIR SELBST. ICH BEGEBE MICH AUF EINE REISE ZU MIR SELBST. ICH BIN DAS WICHTIGSTE IN MEINEM LEBEN. Viel Glück auf diesem Weg wünscht Ihnen
Dr Ulrike Walter
E-Scan

E-Scan

Gesundheitsprävention – auch für die Erhaltung Ihrer Gehirnleistung!

E-scan-neu in unserer Praxis zur Messung der Stoffwechselleistung und des Energieumsatzes

Sauerstoff ist Leben. Das Wichtigste für unser Gehirn ist Sauerstoff, Glukose und Stimuli= Reize. Ohne das kann kein reibungsloser Hirnstoffwechsel stattfinden und das wird sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit auch unseres Körpers auswirken. Wenn Sie also etwa gegen vorzeitige Hirndegeneration und somit Alzheimerprophylaxe tun wollen, müssen Sie dem Gehirn geben, was es braucht. Nach Schätzungen werden etwa im Jahr 2050 2,8 Millionen Menschen in Deutschland jenseits der 65 an Demenz erkranken, wobei die häufigste Form der M.Alzheimer ist-falls wir keine geeignete Prävention finden. Medikamente sind bisher ohne nennenswerten Effekt oder nebenwirkungsreich. Das Risiko an Demenz zu erkranken ist deutlich erhöht, wenn man eine genetische Variante des APOE4 Gens aufweist. Das ist einfach in einem genetischen Test nachweisbar und sollte auf jeden Fall bei (frühen) Demenzerkrankungen in der Familie in Anspruch genommen werden. Denn durch eine gezielte Prävention durch Änderung der Lebensweise ist ein Hinausschieben der Symptomatik möglich – in manchen Fällen sogar ein vollständiges Vermeiden des Krankheitsausbruchs. Auch ohne diese genetische Variante lohnt immer eine Minimierung der Risikofaktoren.

Immer mit das Wichtigste ist eine antientzündliche Ernährung mit genügend Gemüse und Faserstoffen, gesunden Proteinen aus artgerechter Bio-Tierhaltung, ab und zu Seefisch, Wildfleisch, etwas Obst – vor allem Beeren und alles was lila ist – und vor allem: gesunde Fette! Stärken Sie Ihre Zellwände und Ihr Immunsystem und den gesamten Stoffwechsel mit Omega 3 Fettsäuren, Kokosfett, MCT Öl, Olivenöl, Lecithin und Phospholipiden. Auch Ghee und ab und zu gute Weidebutter sind erlaubt. Essen Sie Nüsse und Fermentiertes (Kimchi). Reduzieren Sie Kohlenhydrate, verzichten Sie wenn möglich ganz auf Zucker und alles was den Insulinspiegel dauernd Achterbahn fahren lässt.

Denn: Ihr Gehirn braucht einen stabilen Glucosespiegel und nicht dauernd hyper- und hypoglykämische Phasen! Denn das führt auf Dauer zu permanentem Stress für die Hirnzellen und Stress ist eines der größten Gifte für unser Gehirn. Sie können mal versuchsweise Ihren Blutzucker ein paarmal am Tag überprüfen, z. B. auch mit dem Glukosesensor am Oberarm und der App. Nach einiger Zeit wissen Sie auch ohne das Messinstrument, welche Ernährung für einen stabilen Blutzucker erforderlich ist. Essen Sie vor dem Schlafengehen eine viertel Scheibe Vollkornbrot mit dick Butter und Ihr Gehirn dankt es Ihnen mit besserem Schlaf! (Das heisst aber nicht, dass Sie viel zu Abend essen sollen, schon gleich gar nicht viele Kohlenhydrate oder auch Rohkost und auch der Alkohol stört die Nachtruhe!)

Reduzieren Sie Alkohol für die Fitness Ihrer grauen Zellen und meiden Sie Umwelttoxine woimmer Sie können – gönnen Sie sich einen guten Trinkwasserfilter für zu Hause – Hormon- und Antibiotikarückstände braucht unser Körper nicht und auch keine Schwermetalle.

Bewegen Sie sich für Ihre Gehirngesundheit! Muskeleinsatz und Sauerstoffaufnahme sind Lebenselixier-und das regelmäßig.

Machen Sie täglich Koordinationsübungen, putzen sie Zähne auf einem Bein, machen Sie komplexe Fingerübungen und gegenläufiges Beinkreisen – auch im Sitzen! Lösen Sie Sudoku oder machen Rechenaufgaben, lernen Sie eine neue Sprache oder ein Musikinstrument und gehen tanzen! Machen Sie mit 80 einen Computerkurs. Und vor allem:

Pflegen Sie regelmäßig Ihre sozialen Kontakte und halten Ihre Freundschaften hoch! Lachen Sie täglich!

Doch zurück zum e-scan. Die Messung der Atemparameter Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe ermöglicht einen Rückschluss auf die verwerteten Brennstoffe Zucker und Fette.

Gerade bei Post-Covid-Patienten finden wir oft eine reduzierte Sauerstoffaufnahme und eine erhöhte Kohlendioxidabgabe.

Die Ruhemessung der Atemgase ermöglicht uns einen Blick in den aktuellen Stoffwechselzustand, der auch eine individuelle Ernährungsberatung und Gesundheitsberatung ermöglicht. Weder eine zu hohe Stoffwechselleistung noch eine zu niedrige ist gesundheitsförderlich, hat oft unterschiedliche Ursachen und erfordert individuelle Therapie. Eine Ernährungs-und Bewegungsoptimierung sowie Atemtraining und regulative Therapien für das vegetative Nervensystem sind immer dabei.

Über den respiratorischen Quotienten der Atemgase kann auf die individuelle Fett-und Zuckerverbrennung geschlossen werden. Ein erhöhter Zuckerstoffwechsel geht zu Lasten der Fettverbrennung. Hoher Zuckerstoffwechsel bedeutet erhöhte Insulinausschüttung und kaum Fettverbrennung. Fettverbrennung erfordert erhöhte Sauerstoffaufnahme. Die Sauerstoffaufnahme ist im Zuckerstoffwechsel aber niedrig und führt zu Leistungstief. Der Zuckerüberschuss kann zu Gewichtszunahme führen und das Risiko für Insulinresistenz steigt. Die Ernährung ist häufig meist generell zu hochkalorisch und in Richtung hochverarbeitete Nahrungsmittel verschoben.

Hingegen führt ein hoher Fettstoffwechsel zu niedrigerer Insulinausschüttung und erhöhter Sauerstoffaufnahme und gesteigerter Leistungsfähigkeit. Hier ist Gewichtsverlust möglich. Allerdings ist bei hohem Gewicht und viel Bauchfett sowie bei hohem Kohlenhydratkonsum bereits eine Insulinresistenz möglich. Hier ist in der Ausatmungsluft kein Zuckerstoffwechsel mehr messbar und die freien, nicht verwertbaren Kohlenhydrate werden in Bauchfett umgewandelt. Cardio und Krafttraining sowie Stressabbau (Kampf-oder Flucht), Ernährungsumstellung mit Kohlenhydratreduktion, Atemtraining und Entspannungsmaßnahmen führen hier genauso zum Erfolg. Zusätzlich könnte eine Bodyimpedanzmessung über eine entsprechende Körperanalysewaage weitere Informationen geben über die Zusammensetzung der Körperkompartimente.

Lassen Sie sich bei uns in der Praxis über den e-scan eine Analyse Ihres Stoffwechsels bereits präventiv machen und wir können Ihnen auch über die Messung der Herzratenvariabilität eine Sofortaussage zu Ihrer Stressbelastung und Regulationsfähigkeit Ihres Entspannungssystems geben – ganz wesentliche Parameter zur Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung Ihrer Gesundheit!

Long-Covid – CFS & IHHT

Long-Covid – CFS & IHHT

Longcovid – CFS & IHHT

Die Symptome von Long-/Post-Covid sind sehr facettenreich und ähneln teilweise dem Fatigue- Syndrom (CFS/ME).

Bisher konnten keine bewiesenen Ursachen und Mechanismen gefunden werden, die eindeutig und einheitlich die bunte Symptomatik erklären. Vielmehr dürfte es sich um eine individuell unterschiedliche Erkrankungsgenese wie beim CFS handeln mit individuell vorausgehenden Risikoparametern, die auch im Bereich der Genetik und Epigenetik zu suchen sind.

Bei CFS/ME/Fatigue weiß man, dass unterschiedliche Triggerfaktoren zum Bild des Erschöpfungssyndroms führen können in vielen Fällen eine virale Infektion, oder auch die Reaktivierung von viralen Belastungen, wie z. B. dem EBV-Virus. Dieser wohnt aber in den B Zellen von fast allen Individuen, ohne dass er zwingend irgendwelche Krankheitssymptome verursachen muss.

Schon ein körperliches oder psychisches Trauma, zB auch ein Unfall mit HWS Beteiligung oder ein Schockerlebnis können ein schleichendes oder plötzliches CFS zur Folge haben. Man weiß inzwischen, dass eine Störung der Immunregulation und eine Beeinträchtigung des autonomen Nervensystems, welche eng zusammenhängen, an dem Geschehen auf jeden Fall mitbeteiligt sind. Da das vegetative Nervensystem an der Regulation fast aller Körperzellen mitbeteiligt ist, kann es zu vielfältigsten Symptomen im Gefäßsystem, Herzkreislaufsystem, Darmregulationssystem uvm kommen.

Das POTS-Syndrom mit Dysregulation im Gefäßsystem bei Körperlageänderungen ist charakterisiert durch erhebliche Herzfrequenzsteigerungen bei kaum wahrnehmbarer Blutdruckänderung im Stehen. Der Patient spürt Schwindel und Schwäche und kann sich kaum aufrecht halten. Der Gefäßtonus ist durch die vegetative Dysregulation gestört und möglicherweise spielen hier auch Autoantikörper gegen alpahadrenerge, betadrenerge und muscarinerge Rezeptoren (GPCR-AAK) eine wesentliche Rolle.

Außerdem kommt es in vielen Fällen zu Autoimmunreaktionen und auch nachweisbarer Autoantikörperbildung gegen andere Systeme wie Thrombinrezeptoren oder ACE2 Rezeptoren. Dies kennen wir von vielen anderen Autoimmunkrankheiten auch.

Vorbestehende Toxinbelastungen , genetische Dispositionen mit Polymorphismen im Lipidstoffwechsel, Entgiftungsstoffwechsel, Thrombophilie und auch im Interleukinmuster sowie im angeborenen und erworbenen Immunsystem sowie nicht zuletzt im Neurotransmitterstoffwechsel mögen zum Krankheitsgeschehen beitragen.

Daraus ist ersichtlich, dass es individuell exakter Diagnostik bedarf, um festzustellen, welche Systeme am meisten mitbetroffen sind, weil darauf nur eine therapeutische Option basiert.

Es gibt Laborwerte, die eine Gefäßentzündung, Mikrogerinnselbildung oder eine Neuroinflammation, ein MACS, eine Autoantikörperbildung und eine defizitäre oder überschießende Immunantwort sehr wahrscheinlich machen. Nicht zu vergessen ist die Vitamin-und Mineralstoffversorgung des Organismus sowie Stuhlparameter, welche Rückschlüsse auf leaky gut, Verdauungsrückstände , Entzündungsmediatoren und Dysbiose geben. Selbstverständlich darf hier die Grundursache der energetischen Schwäche, nämlich die defizitäre Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht fehlen, welche ebenfalls in verschiedensten Laborparametern nachgewiesen werden kann. Die Dysregulation des Immunsystems mit Autoantikörperbildung ist leider ein energieverbrauchender Prozess in die falsche Richtung. Daher resultiert auch oft ein erhöhter Raubbau an Aminosäuren, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen und die „ ganz normale Ernährung“ hilft hier nicht weiter.

Nicht zu vergessen ist auch die gestörte Sauerstoffversorgung der einzelnen Gewebe. Kurzatmigkeit ist ein führendes Symptom von Postcovid. Man findet allerdings kaum eine reduzierte Sauerstoffsättigung in der Peripherie. Eher wahrscheinlich ist eine Sauerstoffaustauschstörung durch hohe CO2 Abatmung durch sympathikotone, flache Stressatmung mit nachfolgender respiratorischer Alkalose. Die Atemfrequenz ist oft viel zu hoch und die Atemtiefe zu gering. Co2 steuert aber auch die Sauerstoffaufnahme in der Zelle. Außerdem ist die Mikrozirkulation gestört durch die vegetative Dysregulation. Das Kapillarsystem ist aber die entscheidende Strecke unserer Gefäßkonvolute, weil hier die ganze Nährstoffversorgung und der Entgiftungsweg der Zellen beheimatet ist und zwar über den Pischinger Raum per Diffusion. Wenn aber die Mikrozirkulation schon gestört ist, kann dies auch nicht mehr funktionieren.

Daher sind parasympathische Stimulationstrategien und Atmunsgtechniken so entscheidend in der Behandlung von Postcovid und CFS! Hier gibt es Körpertherapien und auch Hilfsmittel, die bei stetiger Anwendung deutliche Unterstützung bringen können. Außerdem ist gezieltes, muskuläres Training, streng angepasst an den Erschöpfungsgrad unter unbedingter Vermeidung der postexertional malaise ganz wichtig, und wenn es nur Bettfahrrad oder Yoga im Liegen ist!

Außerdem sind gewisse Ernährungsrichtlinien wie Low carb, Ketone, Fasten, Zuckerreduktion und Ersatz durch Funktionszucker, viele Poyphenole und Antioxidantien im bunten Gemüse und Beeren, und vor allem: gute Fette (Omega 3, MCT, Phosphatidylcholin) Bestandteil der Zellmembranen, vor allem im Hirn, essentiell. Dies muss individuell angepasst werden, nicht für jeden ist Ketose oder Fasten sinnvoll. Auch langgekochte Knochenbrühen mit Biobeinscheiben und Wurzelgemüse sind ein Segen für den Darm und Power für die Mitochondrien.

Kälte ist aber für jeden gut und das kann auch jeder in seiner Dusche bewerkstelligen. Eine Kältekammer hat sich bereits bei Arthritis und Rheuma bewährt. Diese, ggf. abwechselnd mit Infrarot und manuellen Therapien hat z. B. bei den Fibromyalgiesymptomen vieler Post-Covid oder CFS Patienten lindern können.

Je nach vorherrschenden Symptomen und Laborparametern ist das therapeutische Vorgehen auszurichten. Es gibt niemals DIE Therapie, es gibt nur den individuell angepassten Therapieversuch, trial and error. In der Tumortherapie haben wir durch Forschung und individuell angepassten Behandlungen bereits wunderbare Erfolge erzielen können. Auch in der Behandlung von CFS und Postcovid wird es bessere Heilungschancen geben, wenn wir die individuellen Ursachen und Probleme verstanden haben. Hier halte ich die Genetik für einen wesentlichen Schlüssel zum Verständnis.

Allgemein kann man sagen, dass je nach Konstellation Immunapheresen, immunmodulatorische Therapien, antientzündliche und organstützende Maßnahmen erforderlich sind sowie Maßnahmen, welche die Bereitstellung von Betriebsstoffen garantieren. Dies kann durch „schulmedizinische“ als auch „naturheilkundliche“ Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, meist eine Mischung aus beiden gelingen. Was nicht gelingt, ist nur ein stofflicher Support. Denn wir haben es hier mit einem aus den Fugen, aus der Ordnung geratenen Organismus zu tun. Daher müssen ordnungstherapeutische Maßnahmen auf jeden Fall passieren- Körpertherapie, Meditation, Atmungstherapie, Waldbaden, manuelle Therapien müssen angeboten werden und ein geordnetes, stressfreies, emotional stützendes Umfeld muss vorhanden sein. Im Stress kann niemand genesen. Der Sympathikus ist sowieso hoch genug.

Eine sympathikusreduzierende, energiebringende Therapie kann auch die IHHT sein (Hyperoxie-Hypoxietraining). Hier sind die Zellkraftwerke (Mitochondrien) im Focus, welche durch die dosierte Hypoxie regeneriert oder ausgesondert werden sollen. Hier muss allerdings je nach Energieniveau und Zustand der Mitochondrien mit Fingerspitzengefühl vorgegangen werden und eine Standardbehandlung über den Kamm geschert kann sogar gefährlich und kontraproduktiv sein. Deshalb sollte diese Verfahren wie viele andere nur bei Spezialisten durchgeführt werden, die hier Erfahrung gesammelt haben. Bei richtiger Anwendung können hier durchaus Fortschritte im Energiehaushalt möglich sein. Und selbstverständlich gibt es auch hier wie bei anderen Therapien in dem Neuland dieser Erkrankungen kein Heilversprechen.

Die Menschen regenerieren am Wasser und lieben das Meer. Hier ist besonders ein eher kaltes Wasser und nördliches Gefilde mit Salzluft und Wind zuträglich. Früher wurden schwache Kinder an die Nordsee geschickt. Wer es sich leisten kann – warum nicht einen Versuch der Genesung an der Nordsee ausprobieren? Allerdings wird man hier eher Monate einplanen müssen. Überhaupt ist hier in der Regel kein schneller Therapieerfolg zu erwarten, obwohl es das auch geben kann. Monatelange oder jahrelange Unterstützung ist manchmal erforderlich.

Eine Heilung ist immer und jederzeit möglich und passiert immer in dem Individuum selber.

Weitere Informationen gerne in unserer ganzheitlichen Praxis.
Wir sehen immer den ganzen Menschen.

 

Dr. Ulrike Walter
Die Folgen einer Corona-Erkrankung

Die Folgen einer Corona-Erkrankung

Die Folge einer Corona-Erkrankung

für Patientinnen und Patienten mit Long-/Post-Covid

Leiden Sie an Post-Covid Symptomen?

Während der SARS-CoV-2-Pandemie haben sich weltweit mehr als 218,9 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Unabhängig von der Schwere des Verlaufs der Viruserkrankung leiden viele Betroffene noch bis zu Monaten nach überstandener Erkrankung unter einem Zustand der Erschöpfung, der sie sowohl körperlich als auch geistig erheblich einschränkt.

Je nach Zeitraum, in dem die Beschwerden andauern, spricht man von Long-Covid, wenn die Symptome noch mehr als vier Wochen nach Infektion bestehen und vom Post-Covid-19-Syndrom, wenn noch über zwölf Wochen nach Erkrankung Symptome bestehen oder neu auftreten. Die Symptome treten in der Regel nach einer Infektion mit Covid-19 auf und erschweren die Erholung und Rückkehr in einen normalen Lebensalltag für die Betroffenen extrem. betroffen. Die DGP schätzt die Zahl der Betroffenen mit Langzeitsymptomen auf etwas 10-15%. Häufig leiden Corona-Patienten noch monatelang unter Symptomen wie ständiger Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und/Geschmackssinns, Konzentrations-, Gedächtnis- und Sehstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Die zuletzt genannten Störungen werden in Gesamtheit auch als „Brain fog“ bezeichnet, sprich die Patienten fühlen sich wie vernebelt, das klare Denken fällt ihnen schwer.

Man spricht häufig auch vom Chronischen Fatigue Syndrom als Folge von Covid-19 und Teil von Long-Covid. Fatigue, ein Zustand starker Erschöpfung und Abgeschlagenheit, tritt häufig in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen aber auch nach Virusinfektionen, wie Influenza oder Pfeifferschem Drüsenfieber, auf. Man kann davon ausgehen, dass das Immunsystem dafür verantwortlich ist, welches nach einer überstandenen Infektion noch nicht zur Ruhe gekommen ist.

Diagnoseverfahren

Da meist mehrere Organsysteme betroffen sind, werden häufig auch mehrere medizinische Fachdisziplinen in die Behandlung eingebunden. Wir stehen Ihnen nach modernsten Erkenntnissen therapeutisch und diagnostisch zur Verfügung.

Regulationsfähigkeit des veg. Nervensystems (VNS)

Mit der VNS-Analyse wird die Herzfrequenzvariabilität festgestellt. Mit ihr kann auch eine Aussage über den Zustand des vegetativen Nervensystems getroffen werden. Das vegetative Nervensystem (VNS) ist ein komplexes Wechselspiel, das aus zwei Polen besteht. Auf der einen Seite gibt es den Sympathikus, der Antreiber, und auf der anderen Seite steht der Parasympathikus, der für die Erholung zuständig ist. Das Zusammenspiel der beiden Gegenpole reicht weit in die Entwicklung des Menschen zurück. Bei einem Angriff oder der Flucht steigt der Blutdruck, der Herzschlag nimmt zu und der Puls steigt. Der Körper wird dadurch leistungsfähiger und wappnet sich. Der Parasympathikus steht für das Gegenteil: Er sorgt dafür, dass der Körper entspannt, zur Ruhe kommt und sich erholt. Beide zusammen bilden das vegetative Nervensystem. Dieses steuert biologisch festliegende, automatisch ablaufende inneren körperlichen Vorgänge, wie unseren Herzschlag, die Atemfrequenz, das Schwitzen und alle Funktionen der inneren Organe. Ist der Körper gesund, befinden sich Sympathikus und Parasympathikus in Balance. Bei andauerndem Stress oder bei Krankheiten kommt das Gleichgewicht durcheinander.

Im Zuge einer effektiven Behandlung bereits vorhandener Folgen einer Corona-Erkrankung lässt sich mit Hilfe einer VNS-Analyse die Regulationsfähigkeit des VNS innerhalb von wenigen Minuten messen und auswerten. Die Analyse des vegetativen Nervensystems sorgt dafür, Störungen und Ursachen zu identifizieren. Sie kann sogar Erkrankungen in dem Sinn prognostizieren, dass Störungen im vegetativen Nervensystem schon feststellbar sind, wenn sich zum Beispiel ausgewählte Blutwerte noch in einem normalen Rahmen bewegen. Mit dem Herzschlag lässt sich der Zustand des vegetativen Nervensystems ablesen. Dabei steht die Herzfrequenzvariabilität im Zentrum. Es wird der zeitliche Abstand von Herzschlag zu Herzschlag und vor allem die Veränderungen darin gemessen. Im Grundsatz gilt, dass je höher die zeitliche Variabilität zwischen den Herzschlägen ist, desto besser.

Mikronährstoffstatus

Damit unser Organismus einwandfrei funktionieren kann, benötigen wir über 40 verschiedene Nährstoffe. Vor allem durch lang andauernden, chronischen Stress oder Viruserkrankungen, kann es dazu kommen, dass der Körper nicht ausreichend versorgt ist. In diesem Fall kann eine Messung des Mikronährstoff-Status sowie eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Ein klassisches Blutbild liefert zwar Informationen über die Menge der zellulären Blutbestandteile wie rote und weiße Blutkörperchen oder Thrombozyten, jedoch keine individuellen Blutspiegel von Vitaminen, Mineralstoffen, essentiellen Fettsäuren sowie Aminosäuren und Spurenelementen. Man weiß bereits um die immunstärkende Wirkung der Mikronährstoffe Vitamin C, Vitamin D, Magnesium, Zink, Selen, Omega 3 oder L-Lysin. Mit Hilfe einer Blutanalyse kann gezielt nach einem Mangel der Mikronährstoffe gesucht werden. Es können Proben aus dem Blutserum oder auch meist aus dem Vollblut für die Mikronährstoffdiagnostik verwendet werden.

Mitochondrienstatus

Mitochondrien werden oft als die Kraftwerke der Zelle bezeichnet. Sie helfen dabei, die Energie, die wir aus der Nahrung aufnehmen, in Energie umzuwandeln, die die Zelle nutzen kann. Aber Mitochondrien sind nicht nur für die Energieproduktion zuständig. Die Mitochondrien, die in fast allen menschlichen Zelltypen vorhanden sind, sind für unser Überleben unerlässlich. Sie erzeugen den Großteil unseres Adenosintriphosphats (ATP), der Energiewährung der Zelle. Sie sind außerdem an anderen Aufgaben beteiligt, z. B. an der Signalübertragung zwischen Zellen und am Zelltod, auch bekannt als Apoptose. Es wird klar, dass den Mitochondrien bei der Entstehung und Therapie vieler Erkrankungen eine zentrale Rolle zukommt. Wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, fehlt der Zelle, in der sie sich befinden, die Energie. Faktoren wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, chronischer Stress aber auch Viruserkrankungen begünstigen diesen Zustand. Besonders die stark energieabhängigen Gewebe, wie das Nervensystem, Herz und Muskulatur, sind auf eine ausreichende Energieversorgung durch die Mitochondrien angewiesen und sind am stärksten von einer Dysfunktion der Mitochondrien betroffen.

Der Erfassung des mitochondrialen bzw. bioenergetischen Gesundheitsindexes (engl. bioenergetic health index, BHI) kann dabei helfen Aussagen über den Gesundheitszustand und die Funktionsfähigkeit unserer Mitochondrien zu treffen. Das Prinzip des bioenergetischen Profils basiert auf der Messung mitochondrialer Sauerstoffverbrauchsraten (Oxygen Consumption Rate: OCR) in PBMCs (Lymphozyten und Monozyten des peripheren Blutes) unter dem Einfluss verschiedener Zusätze wie z.B. Inhibitoren.

Bei diesem Test können mehrere Parameter ermittelt werden, darunter die Basalatmung, ATP-Produktion, Protonenleck, maximale Atmung, Reservekapazität, nicht-mitochondriale Atmung bestimmt werden. Zusammen ermöglichen sie sowohl die Beurteilung über die Effizienz der Mitochondrien ATP zu generieren als auch die Kapazität der Mitochondrien, Energie bei erhöhtem ATP-Bedarf zur Verfügung zu stellen. So kann man feststellen, ob es sich um eine mitochondriale Dysfunktion handelt und ob und welche Therapieform am besten geeignet ist.

Säure Basen Status (latente Übersäuerung)

Der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers ist ein komplexes Regulationssystem, das dafür sorgt, dass der lebensnotwendige Blut-pH-Wert von 7,35 bis 7,45 im Blut konstant gehalten wird. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass in den unterschiedlichen Bereichen des Körpers, der gerade notwendige pH-Wert herrscht. Es kommt wie immer auf das Gleichgewicht an, denn Säuren und Basen sind weder gut noch schlecht. Die verschiedenen, körpereigenen Elemente des Säure-Basen-Haushaltes sorgen für eben dieses Gleichgewicht, welches unter anderem durch unsere Ernährung, unsere Lebensweise aber auch verschiedene Erkrankungen beeinflusst wird.

Eine Übersäuerung, Mediziner sprechen von einer Azidose, kann akut oder chronisch auftreten und bedeutet, dass der pH-Wert im Blut kleiner als 7,35 gemessen wird. Die chronisch latente Azidose (CLA) entsteht schleichend und kann aktiv vom Patienten beeinflusst werden, zum Beispiel durch mangelnde Bewegung, falsche Ernährung oder Krankheiten.

Sie entsteht in der Regel aus einem Überschuss an Säuren im Blut oder aus einem Mangel an Basen, den Gegenspielern der Säuren. Die Bestimmung des Urin-pH-Wertes ist eine besonders einfach zu handhabende Möglichkeit, Hinweise auf eine Übersäuerung zu finden. Ein dauerhaft niedriger pH-Wert des Urins gilt als Anzeichen einer latenten Übersäuerung. Die Ursache dafür ist, dass die Nieren über den Harn viele saure Stoffwechselprodukte ausscheiden. Der Urin ist dann ständig im sauren pH-Bereich (<7). Im Zuge dessen, kann ein Urin-Tagesprofil nach der Sander-Methode angelegt werden und sogenannte Aziditätsquotienten bestimmt werden. Sehr genaue Werte ermittelt die Methode nach Jörgensen, bei welcher die Pufferkapazität der roten Blutkörperchen in einer Blutprobe ermittelt wird, welche dann Rückschlüsse auf die Basenreserven des Organismus erlaubt.

Stoffwechselanalyse

Mit dem Begriff „Stoffwechsel“ werden alle Abläufe in den Zellen bezeichnet. Die Bildung der Zellen selber gehört genauso dazu, wie der Abtransport von Giften oder die Wirkung von Enzymen oder Hormonen. Der Stoffwechsel ist die Fähigkeit des Menschen, über Nahrung und eingeatmete Luft Energie zu generieren. So kompliziert und schwer überschaubar die einzelnen Vorgänge in ihrem Zusammenwirken auch sind, ihre Funktionsweise lässt sich in einem einfachen Bild darzustellen: der Stoffwechsel funktioniert wie der Motor eines Autos. Die Nahrung entspricht dem Benzin, das mit Hilfe des Sauerstoffs aus der Umgebungsluft verbrannt wird. Dem Essen sind, wie dem Benzin auch, noch weitere Stoffe beigegeben, die zum funktionierenden Lauf des Motors beitragen. Wenn man das Bild etwas genauer zeichnen will, dann lässt sich sagen, dass der Motor des Menschen eigentlich ein Hybridmotor ist, denn er kann verschiedene Energieträger verbrennen: Fett und Kohlehydrate. Dazu kommt noch Eiweiß, das aber als Baustein der menschlichen Zellen eine noch wichtigere Bedeutung hat. Es ist sogar entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass – vereinfacht ausgedrückt – der Mensch Fett abnimmt, der Fett verbrennt. Präventiv nimmt auch der Mensch, der Fett verbrennt, nicht an Fett zu. Findet die Energiegewinnung hingegen zu einem großen Teil aus den Kohlenhydraten statt, dann besteht die Gefahr einer Gewichtszunahme. Ist das der Fall, liegt eine Störung des Stoffwechsels vor. Stoffwechselstörungen können in ganz verschiedenen Bereichen auftreten:

  • Zuckerstoffwechsel
  • Eiweißstoffwechsel
  • Fettstoffwechsel
  • Mineralstoffwechsel

Der negative Effekt ist immer der gleiche: Die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe werden nicht so verarbeitet wie vorgesehen. Die Ursachen dafür liegen oft in unserer modernen Art zu leben und uns zu ernähren aber auch in Viruserkrankungen, wie Covid-19, die den Körper in einen Ausnahmezustand versetzen. Dazu kommen Genussgifte wie Nikotin oder Alkohol. Durch zusätzliche Toxinbelastungen wie zB Schwermetalle, Glyphosat,Zusatzstoffe,Phtalate und vieles mehr, wird auf Dauer möglicherweise die Darmschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen und es entsteht ein leaky gut und dadurch eventuell ein leaky brain mit all seinen Folgen.

Es ist sinnvoll, bei Post Covid Beschwerden bei entsprechendem klinischen Hinweis sowohl das Mikrobiom als auch die Verdauungsleistung sowie die Intaktheit der Darmschleimhaut zu analysieren. Gerade bei Hinweis auch auf Histaminprobleme sowie MACS macht diese Untersuchung Sinn, denn ohne eine gute Funktion des Immunsystems im Darm wird auf Dauer keine wirkliche Beschwerdebesserung zu erzielen sein ,ganz besonders auch hinsichtlich Darm-Hirnachse.

Auch die Analyse der organischen Säuren im Urin gibt eine gute Zusammenschau über mögliche Stoffwechselstörungen.

Spezifische Labordiagnostik

Bei speziellen Fragestellungen sind spezielle Laborparameter erforderlich. Hierzu zählen Parameter hinsichtlich Gefäßentzündung, Mikrogerinnseln, Autoantikörpern.

Außerdem kann es sinnvoll sein, insgesamt den Status des Immunsystems zu erfassen, zB nach der Methode der Lymphozytentypisierung z. B. nach der Mikroimmuntherapie. Außerdem gibt es Laborparameter, die auf bestimmte virale Reaktivierungen oder Borrelienaktivität Rückschlüsse zulassen. Immer wichtiger werden auch Analysen von generellen Belastungen des Organismus z.B mit Schwermetallen.

Nicht zuletzt werden immer mehr genetische Untersuchungen durchgeführt, um überhaupt einschätzen zu können, welche persönlichen Besonderheiten bei bestimmten Stoffwechselprozessen mitgebracht werden, die zwar unveränderlich sind, aber trotzdem bei günstiger epigenetischer Beeinflussung nicht oder nicht ausgeprägt zum Tragen kommen können. Es handelt sich immer um eine individuelle Zusammenschau aller Parameter, um die geeigneten individuellen Therapieverfahren einzuleiten.

Therapieverfahren

Insgesamt ist die Therapie der PostCovid Symptome sowohl schulmedizinisch als auch im Bereich der Ganzheitsmedizin eine Herausforderung. Aber nach meiner Erfahrung macht NUR die Kombination mit Verfahren und Analysen der funktionellen Medizin überhaupt einen Aussicht auf Erfolg. Das heisst nicht, dass schulmedizinische Diagnostik –und Therapieverfahren wie Physiotherapie, Psychotherapie und medikamentöse Therapie generell inadäquat sind. Aber sie werden nicht ausreichen in den meisten Fällen.

Mikronährstoffdefizite ausgleichen – Infusionstherapien

Vor allem durch lang andauernden, chronischen Stress oder Viruserkrankungen, kann es dazu kommen, dass der Körper nicht ausreichend mit Vitalstoffen versorgt ist. In diesem Fall kann eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungen oder der Einsatz von Hochdosis Infusionen sinnvoll sein. Menschen, die zum Beispiel nach einer Corona-Infektion an Erschöpfung leiden, weisen häufig einen Mikronährstoffmangel auf. Aminosäuren-, Mineralstoff- und Vitaminkuren in Form von Infusionen können diesen erhöhten Bedarf ausgleichen. Es gibt verschiedene Arten von Infusionen, die je nach Krankheitsbild und den individuellen Bedürfnissen für jeden Patienten passend zusammengestellt werden. Ein populäres Beispiel stellt die Vitamin-C-Hochdosistherapie dar. Ein besonders hoher Vitamin C-Verbrauch besteht während der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern oder Entzündungen. Der Bedarf kann dann höher sein, als er mit der Ernährung gedeckt werden kann. Dann empfiehlt sich eine Vitamin-C-Hochdosistherapie. Das trifft auch auf PatientInnen zu, bei denen die Darmschleimhäute z.B. nach Antibiotikatherapie, Stress, Allergien nicht einwandfrei funktionieren und damit eine optimale Aufnahme gestört ist. Durch die Infusion mit hoch dosiertem Vitamin C ist der Vitamin-C-Spiegel im Blut zeitweise so hoch, dass auch Gewebe im Körper mit einem besonderen Bedarf ausreichend versorgt werden. Die Infusionen sollten je nach Zustand des Patienten und gewähltem Therapiekonzept einmalig, monatlich, wöchentlich oder sogar mehrmals wöchentlich verabreicht werden. Die Dauer der Infusion kann je nach Behandlungsform 30 Minuten bis hin zu mehreren Stunden betragen. Je nach Krankheitsbild und ist es sinnvoll, eine Infusionstherapie regelmäßig zu wiederholen. Orale Substitution von Mikronährstoffen, Omega 3 Fettsäuren ect findet regelmäßig parallel statt.

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT)

Das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training, sorgt dafür, dass die Zellen angeregt werden, alte Mitochondrien abzustoßen und neue, leistungsfähige zu bilden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training im Liegen oder Sitzen durchgeführt wird. Dabei wird eine bequeme Atemmaske getragen, die PatientInnen schließen die Augen, entspannen sich und atmen. Dabei wird der Atemluft zeitweise Sauerstoff entzogen und zusätzlicher Sauerstoff hinzugegeben. Ziel der Anwendung ist es die die Zellen unter Anspannung zu setzen, dadurch die Bildung von neuen Mitochondrien anzuregen und sie wieder leistungsfähig zu machen. Dieses Zelltraining soll eine bessere Zellatmung in allen Bereichen des Körpers: Herz, Gehirn, Niere, Leber, Muskulatur bewirken. Der Entzug und die Zufuhr von Sauerstoff werden laufend überwacht und individuell angepasst. Um einen möglichst großen Erfolg zu gewährleisten, sind in der Regel zwischen 15 und 20 Sitzungen notwendig. Jede einzelne Trainingseinheit dauert zwischen 30 bis 45 Minuten.

Bei uns werden nach der VNS Analyse, dem gesamtzustand des Patienten und dem BHI Index eine völlig individuelle Einstellung der IHHT gewählt. Dieses Vorgehen hat sich besonders in der behandlung von erschöpften Patienten mit CFS oder PostCovid am besten bewährt. Und: nicht jeder sehr geschwächte Patient kann sofort an die IHHT. Erst müssen grobe Defizite ausgeglichen werden und je nach Labor zb antientzündliche, toxinreduzierende, stoffwechselstützende, antivirale Maßnahmen ergriffen werden.

Akupunktur

Seit etwa 30 Jahren wende ich Akupunktur in meiner Praxis an und sie ist auch oftmals sinnvoll in der Anwendung bei erschöpften Patienten. Hier sollte man besonders vorsichtig vorgehen und stärkende Nadeln setzten für die Optimierung des Energieflusses in den betroffenen Organsystemen. Auch eine anfängliche Laserakupunktur oder die Behandlung mit dem Monolux kann hier zunächst erforderlich sein. Weniger ist hier oft mehr.

Eigenblutverfahren

Eigenblutverfahren könne eine enorm gute Möglichkeit sein, das immunsystem wachzurütteln und ist außerdem ein stärkendes Regulationsverfahren. Ich habe viele EBV Patienten gesehen, die durch die Eigenbluttherapie ( zB Autosangusisstufentherapie) erst einen deutlichen Energieschub und eine Rückerlangung ihrer Immunkompetenz erfolgreich erreicht haben. Die Voraussetzung einer Regulationskompetenz muss allerdings gewährleistet sein.

Individuelle Ernährungsempfehlungen

Nicht nur Geschmack und Geruch können noch Monate später beeinträchtigt sein und so zu Appetitlosigkeit und auf Dauer zu einer Mangelernährung führen. Viele Betroffene leiden neben den langanhaltenden Erschöpfungszuständen, auch unter dem Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn sowie unter Magen-Darm-Problemen, wie Durchfall und anderen Verdauungsstörungen. Mit Hilfe von individueller Ernährungstherapie kann Müdigkeit und Leistungsschwäche gezielt durch eine Ernährungsumstellung gelindert werden. So lässt sich beispielsweise durch zielgerichtete Maßnahmen die Energiebereitstellung auf Zellebene verbessern und wenn den Zellen mehr Energie zur Verfügung steht kann sich auch die persönliche Leistungsfähigkeit verbessern. Long-Covid-19-Symptome, wie der extreme Erschöpfungszustand können so unterstützend behandelt werden. Ketogene Ernährung oder externe Zufuhr von Ketonen muss individuell betrachtet werden.

Bei uns erfolgt in der Regel immer eine kinesiologische Ausgangsdiagnostik nach den Regeln der Applied Kinesiology. Für mich hat sich das sehr bewährt, um überhaupt einen Zugang zu den individuellen Dysfunktionen zu bekommen. Hierauf bauen meine ausgewählten Laboruntersuchungen auf und in der Zusammenschau der ausführlichen Anamnese, der kinesiologischen Diagnostik und den Laborergebnissen bietet sich für mich der beste Ausgangspunkt für die Festlegung eines therapeutischen Weges.

Mit den allerbesten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr Ulrike Walter und Team

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