Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen / Glutensensitivität

Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen / Glutensensitivität

Weizenallergie-Glutenallergie-Weizen/Glutensensitivität

Getreideunverträglichkeit ist inzwischen weit verbreitet. Vor allem Weizen wird oft nicht gut vertragen. Nur bei einem kleinen Teil der Unverträglichkeiten wird auch eine tatsächliche Allergie nachgewiesen. Wesentlich häufiger ist eine Symptombesserung nach einem Auslassversuch über etliche Wochen, ohne dass eine Unverträglichkeit diagnostisch nachgewiesen werden konnte.

Die Symptome sind bunt und können verschiedene Organsystem betreffen:

Urticaria, atopische Dermatitis, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfälle, Konzentrationsstörungen, Atembeschwerden, nebel im Kopf und Kopfschmerzen bis hin zu anaphylaktischen Symptomen wurden beschrieben. Die Reaktionszeit kann als Sofortreaktion bis etwa 2 Tage nach dem Getreidegenuss auftreten, was die Diagnostik oft erschwert.

Der Nachweis der Zöliakie ist relativ einfach, wenn daran gedacht wird. Sie ist eine genetisch determinierte Autoimmunerkrankung mit einer Unverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten, das in vielen Getreidesorten vorkommt. Sie kann bei disponierten Personen (DQ2 oder DQ8 positiv) zu einer lebenslangen glutensensitiven Enteropathie mit schwerer Schädigung der Dünndarmzotten führen, wenn nicht lebenslang auf Gluten verzichtet wird. Die Häufigkeit liegt bei 1:200 bis 1:500.

Der Labornachweis erfolgt unter Normalkost durch Nachweis von Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase (IGA/IGG), durch Endomysium-AK ( IgA/IGG) und durch Antikörper gegen deamidiertes Gliadin, wobei die ersten beiden sehr spezifisch für Zöliakie sind. Unter glutenfreier Kost können diese Antikörper bis auf den Normalbereich wieder abfallen. Sie sind auch für die Verlaufskontrolle geeignet. Ein angeborener IgA Mangel muss ausgeschlossen werden. In den Leitlininien wird zumindest für Erwachsene noch eine Dünndarmzottenbiopsie gefordert. Die Therapie besteht in lebenslanger strenger Glutenkarenz.

Eine Weizenallergie erfordert eine positive Reaktion im Prick-to-prick Test und den Nachweis von spezifischem Immunglobulin E gegen Weizen. Allerdings kann der Hauttest ebenso Fehlerquellen enthalten wie auch der Nachweis von spezifischem IGE auf Weizen. Zum Beispiel kann es hier Kreuzreaktionen bei einer Pollenallergie gegen Gräserpollen geben. Bei klinischen Symptomen auf Weizen, positivem Auslasstest und passender Diagnostik kann allerdings von einer Korrelation ausgegangen werden. Hier bietet sich noch als weiterführende Diagnostik die molekulare Allergiediagnostik an. Hier kann eine Unterteilung der Reaktion auf Alpha, Beta, Gamma oder Omega Gliadin z. B. erfolgen, was mit einer systemischen Weizenallergie korreliert.

Die positive Reaktion auf Tri a 14 (Lipidtransferprotein) kann ebenfalls zu schweren Weizenallergiesymptomen führen.

Eine Besonderheit ist die sogenannte WDEIA=wheat dependent exercise induced anaphylaxis. Dies bezeichnet eine Form der Weizenunverträglichkeit, die nur nach Einwirkung von zusätzlichen Triggerfaktoren auftritt. Dies kann insbesondere anstrengender Sport sein in zeitlichem Zusammenhang mit Weizengenuss. Dies kann von heftigen Magendarmbeschwerden bis zum Auftreten einer Notfallsituation mit Kreislaufschock gehen. Die Symptome können auch Stunden verzögert auftreten. Die Menge des verzehrten Weizens spielt hier nicht unbedingt eine Rolle. Auch Alkohol oder Schmerzmedikamente sind hier als Triggerfaktoren möglich. Als annähernd gesichert gilt der Nachweis von Antikörpern gegen Tri a19 (omega 5 Gliadin), die bei etwa 80 % der Betroffenen positiv sind, etwas seltener kommen Antikörper gegen Tri a 14 vor.

Eine weitere besondere Form der Glutenunverträglichkeit ist das Auftreten von neurologischen Symptomen nach Glutengenuss. Hier sind besonders Schwindel, Gangstörungen, Krampfanfälle und Koordinationsstörungen zu nennen. Wichtig ist vor allem, überhaupt den Zusammenhang zu erkennen. Der Nachweis von Autoantikörpern gegen humane neuronale Transglutaminase 6 (TG6) macht in Kombination mit den klinischen Symptomen die Diagnose der neurologischen Auswirkungen einer Glutenunverträglichkeit wahrscheinlich. Selbstverständlich müssen auch immer andere Ursachen derartiger Störungen ausgeschlossen werden wie z. B. B12oder B1 Mangel und viele andere.

Bleibt die Diagnostik auf TG6 negativ, sollte auf jeden Fall unter Mitbestimmung von IGA noch die Antikörper auf Transglutaminase 2 bestimmt werden, den Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase bei Zöliakie.

Was aber ist, wenn nichts in der Diagnostik nachgewiesen werden kann und der Patient dennoch auf Weizen oder Gluten reagiert? Dieser Symptomenkomplex wird als Nicht-Zöliakie-Nicht Weizenallergie-Weizensensitivität – bezeichnet. Hier werden weder allergische noch autoimmune Mechanismen zugrundegelegt und ist eigentlich eine Ausschlussdiagnostik. Das Weizenkorn enthält ja viele verschiedene Proteine und dazu gehören auch Lektine und die ATIs (AmylaseTrypsininhibitoren). Diese haben Reifungsaufgaben für das Korn und sollen Schutz vor Parasiten und Fressfeinden gewährleisten. Auch diese Proteinanteile können vermutlich für Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Müdigkeitserscheinungen verantwortlich gemacht werden.

Der Nachweis dieser Art von Weizenunverträglichkeit ist bisher schwierig. ATIs lassen sich bisher gar nicht nachweisen. Jedoch kann man Antikörper gegen die Lektine (Weizenkeim-Agglutinin-IgG) nachweisen. Das Weizenkeim Agglutinin kann an Mucosazellen im Dünndarm binden und dort Entzündungen auslösen. Die Lektine befinden sich vornehmlich unter der Schale, so dass Vollkornernährung besonders oft Beschwerden auslösen kann. Ein einfaches Toastbrot wird oft besser vertragen, besonders wenn es getoastet wurde. Besonders der moderne Weizen enthält sehr viele verschiedene Proteine, die von unserem Verdauungssystem häufig nur unvollständig aufgeschlüsselt werden können und Beschwerden hervorrufen. Dinkel und Emmer sowie Einkorn sind oft besser verträglich und auch die Menge kann entscheidend sein. Außerdem wird Sauerteigbrot oft besser vertragen.

ATIs haben generell proentzündliche Eigenschaften und aktivieren Immunzellen. Eine spezielle Diagnostik ist hier bisher nicht möglich. Es bleibt nur der Auslassversuch und die anschließende Provokation, die aber natürlich nicht spezifisch beweisend für die ATI bedingte Ursache der Beschwerden ist.

Generell ist das Thema komplex und hier sicher nur in den Grundzügen erläutert. Die sogenannten FODMAPs (Zucker und Zuckeralkohole) können durchaus ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Immer sollte auf jeden Fall ein leaky gut ausgeschlossen werden und das Mikrobiom betrachtet werden. Auch die Sensibilität des enterischen Nervensystems und seine Auswirkunge auf sämtliche Vorgänge im Gastrointestinaltrakt darf nicht unterschätz werden. Dafür spricht die hohe Anzahl von Stresspatienten mit Darmbeschwerden.

Eine individuelle, genaue Anamnese und eine gezielte Labordiagnostik bringen die Dinge auf den Punkt. Aber nie sollte bei anhaltenden Beschwerden auf eine endoskopische Abklärung verzichtet werden!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr Ulrike Walter und Team

IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxietraining) und chronische Borreliose

IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxietraining) und chronische Borreliose

IHHT (Intervall-Hypoxie/ Hyperoxietraining) und chronische Borreliose

In der schulmedizinischen Betrachtung existiert zwar eine liquorgesicherte, chronische Neuroborreliose, aber der Begriff chronische Borreliose wird sehr kontrovers diskutiert und die Beschwerden der Patienten als nicht beweisend für Borreliose angesehen. In der ganzheitlichen, funktionellen Medizin wird die chronische Borreliose mit z. T. nicht schulmedizinischen Methoden diagnostiziert und behandelt. Daher gibt dieser Artikel lediglich meine Erfahrung und Sicht auf die Dinge wieder, welche auch von vielen Therapeuten der ganzheitlichen Regulationsmedizin getragen wird.

Der gemeine Holzbock aus der Gattung der Ixodes, wie eine Zeckenart bei uns heißt, ist inzwischen in ganz Deutschland weit verbreitet. Früher galten immer nur Gebiete südlich des Mains und Teile von Österreich als zeckenverseucht. Dies gehört der Geschichte an. Zum Beispiel können Sie bei einem Zeckenstich in Grünanlagen in München und Hamburg mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 50% an eine mit Borrelien infizierte Zecke geraten. Das ist enorm viel. Im eigenen Garten holen sich viele Hobbygärtner immer wieder Zeckenbisse. Außerdem sind viele Besitzer von Hunden und Katzen in ständigem Zeckenkontakt und wer Igel im Garten hat, kann davon ausgehen, dass diese in 100 % der Fälle mit allen möglichen erregerbehafteten Zecken besiedelt sind, bei all ihrer Nützlichkeit.

Zecken sind enorm widerstandsfähig und überstehen Temperaturen zwischen minus 20 und plus 50 Grad Celsius problemlos. Da muss man sie in der Waschmaschine schon kochen, damit sie sicher abgetötet sind. Die Zecken haben so ihre Vorlieben und stechen nicht jeden. Sie verfolgen auch ihre Opfer über viele Meter und sind enorm schnell. Zeckenaktivität haben wir inzwischen das ganze Jahr über. Hausmittel wie ätherische Öle können zur Zeckenabwehr helfen, oder auch nicht.

Der beste Schutz sind immer noch Strümpfe, geschlossenen Schuhe, lange Hosen und Langarmshirts – aber wer mag das denn im Sommer? Und dabei sollte man dennoch nicht vergessen, nach dem Picknick auf der Wiese gründlich nach den winzigen Quälgeistern auf der Haut zu suchen. Besonders Kniekehlen, Achselhöhlen, Nacken usw. sind beliebte Andockstellen. Ganz besonders schwierig ist es, die hellen Nymphen zu entdecken, die sehr oft mit Borrelien verseucht sind.

Das Problem nach einem Stich mit einer infizierten Zecke ist weniger die Frühsommermeningoenzephalitis, an der man natürlich auch erkranken kann. Aber viele Menschen sind dagegen geimpft. Das heimtückischere Problem ist die Borreliose. Und sie kann in Gesellschaft von anderen Erregern kommen-wie z. B. Babesien, Bartonellen, Rickettsien, Chlamydien und verschiedene Viren, die ebenfalls durch die Zecken übertragen werden können oder bereits bestehende Infektionen – wie z.B. EBV – im Körper reaktivieren können. Man weiß inzwischen, dass nicht nur Zecken, sondern auch verschiedene Stechmücken diese Erreger übertragen können. Und je wärmer es bei uns wird, umso mehr steigt das Risiko von Krankheiten, die früher nur in den subtropischen Gebieten heimisch waren.

Die Symptome der akuten Borreliose können grippeähnliche Beschwerden, Fieber und die sogenannte Wanderröte sein. Aber diese tritt nur bei ungefähr 50 % der Patienten auf – hier ist sie dann allerdings beweisend für eine Borrelieninfektion. Auch Gesichtsnervenlähmungen kommen vor und sind dann schon ein Symptom, das regelmäßig eine Borreliendiagnostik auch im Liquor nach sich ziehen sollte. Die Erstinfektion kann auch relativ symptomlos ablaufen. Die Labordiagnostik wird erst nach einigen Wochen positiv – wenn sie es denn wird. Die übliche Antikörperdiagnostik ist nicht immer zuverlässig und hängt auch von der individuellen Immunkompetenz ab und bei klinischem Verdacht sollten unbedingt weitere Testverfahren wie z. B. ein zellulärer Test angeschlossen werden.

Wenn die Borrelien durch eine Antibiotikatherapie nicht frühzeitig in den Griff zu bekommen waren oder die Infektion überhaupt nicht erkannt wurde, ziehen sich diese spiralförmigen Bakterien in alle möglichen Organsysteme zurück bis hin zum Zentralnervensystem. Sie können auch in runden Ruheformen oder in sogenannten Biofilmen relativ unbehelligt vom Immunsystem überall im Körper überwintern (und zwar auch IN den Zellen), um sich bei günstigen Verhältnissen wieder in die aktiven Formen zurückzuverwandeln. Dies macht die Behandlung der chronischen Borreliose zu einer wirklichen Herausforderung.

Die Symptome reichen von Erschöpfung, Nerven-und Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Merkfähigkeitsstörungen, Stimmungsschwankungen, Hautveränderungen bis hin zu Herzkreislaufproblemen –um nur einige zu nennen. Patienten mit chronischer Borreliose haben oft wechselnde Beschwerden unterschiedlicher Intensität und wenn die Diagnose nicht gestellt wird (und selbst wenn sie gestellt wurde) haben sie oft einen langen, jahrelangen Leidensweg. Nicht selten werden sie eher in die psychosomatische Kategorie wegen der unglaublich vielen Probleme eingestuft und mit Psychopharmaka versorgt. Andere bekommen monatelange Antibiotikatherapien mit verschiedensten Antibiotika gleichzeitig. Dies mag in Einzelfällen eine Erleichterung für gewisse Zeit bringen, aber eine Heilung kann daraus nicht werden. Denn erstens wird man nie alle Borrelien dadurch abtöten, da sie Meister im Verkleiden und Verstecken sind und außerdem schädigt man dadurch massiv die Mitstreiter unseres Immunsystems – nämlich unsere Mikrobiota im Darm – und das über viele Jahre!

Daher versucht man in der funktionellen Regulationsmedizin andere Wege zu gehen. Auch hier wird es nicht häufig gelingen, den Borrelien für immer das Handwerk zu legen. Aber die gewählten Methoden sind in der Regel doch wesentlich besser verträglich, auch wenn es hier zu Körperreaktionen kommen kann, wenn viele Borrelien zerfallen.

Besonders verschiedenste Kräutercocktails und basische Infusionen werden hier zum Einsatz kommen, die aber hocheffektiv sein können. Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und antientzündlichen Substanzen sowie eine Milieutherapie (Borrelien mögen keinen basischen ph) und Unterstützung der Entgiftungsorgane Lymphe, Leber und Niere sind selbstverständlich. Auch spagyrische Mittel und Nosoden kommen zum Einsatz. Dies ist natürlich schulmedizinisch nicht validiert, aber das heißt nicht, dass die unterstützende Naturheilkunde keine Erfolge in der Borreliosetherapie zu verzeichnen hätte. Die Dauergabe von Antibiotika über Monate und Jahre ist nach meinem Verständnis nicht zielführend und wird auch von vielen Betroffenen abgelehnt. Aber das gibt meine persönliche Meinung wieder und kann im Einzelfall anders sein.

Nun kommen wir zu einem ganz neuen, möglicherweise vielversprechenden Verfahren in der Behandlung der chronischen Borreliose: die IHHT.

Ich habe bereits in früheren Beiträgen über das Wesen der IHHT berichtet. Es ist eine mögliche Trainingstherapie für verschiedene Indikationen zur Revitalisierung des Organismus. 2019 wurde der Nobelpreis an 3 Wissenschaftler für die Erforschung der Zellvorgänge unter Sauerstoffreduktion vergeben. Dosierte Hypoxie kann so Regenerationsvorgänge mit dem Ziel der Mitochondrienerneuerung und dadurch bedingten Erhöhung der Energieausbeute neben vielen anderen günstigen Auswirkungen auf den Organismus haben. Inzwischen wurde jetzt immer wieder empirisch auch eine erstaunliche Wirkung bei chronischer Borreliose festgestellt. Bisher sind mir keine Studien bekannt, die dies im Großen bestätigen können, aber eine ganze Reihe Regulationsmediziner haben diese günstige Wirkung der IHHT festgestellt. Hierbei ist es so, dass die Borrelien, die sich in bradytrophe Gewebe wie z. B. Gelenke zurückziehen, durch Hypoxie hervorgelockt werden. Das bedeutet, durch die kurzzeitige Hypoxie gelangen sie in die Blutbahn, wenn die Sauerstoffsättigung des Patienten unter 90 % fällt. Dann schaltet das IHHT sehr schnell auf Hyperoxie über 30 % Sauerstoffgehalt um und die Borrelien können der für sie tödlichen plötzlichen Sauerstoffanreicherung nicht schnell genug entkommen. Das Prinzip ist also sehr einfach und ungefährlich für den Patienten. Gleichwohl befindet sich die IHHT Borrelientherapie noch in der Erprobungsphase-ist aber sehr spannend. Die Einstellung der IHHT wird speziell auf die Borrelienbehandlung abgestimmt. Sicher werden auch hier nicht auf einmal alle Borrelien abgetötet, was auch nicht erwünscht wäre. Aber durch eine Reihe von Sitzungen ( in der Regel 10 bis 20 Mal-das hängt auch von der Erregerbelastung und der individuellen Konstitution des Organismus ab) gehen nach Erfahrungen von vielen IHHT-Therapeuten die Symptome zurück.

Somit freuen wir uns, dass wir unseren Patienten jetzt dieses neue Verfahren anbieten können – selbstverständlich nicht nur zur Borreliosebehandlung.

Wir informieren Sie gerne!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ulrike Walter und Team

Höhentraining im Ruhesessel (IHHT)

Höhentraining im Ruhesessel (IHHT)

Höhentraining im Ruhesessel in unserer Praxis (IHHT)

Wir nehmen Sie mit auf den Kilimandscharo!

2019 wurde der Medizin Nobelpreis an drei Wissenschaftler für ihre Erkenntnisse in der Hypoxieforschung verliehen. William Kaelin, Gregg Semenza und Peter Ratcliffe hatten Mechanismen in Zellen entdeckt, die sie befähigen, den Sauerstoffgehalt in der Umgebung zu messen und Anpassungsvorgänge zu initiieren.

Vom Höhentraining der Sportler ist bekannt, dass der Körper auf Sauerstoffreduktion in der Höhe mit einem Anstieg des Hormons Erythropoetin reagiert, was zu einer vermehrten Bildung von roten Blutkörperchen führt und zusammen mit einer Induktion von Neubildung kleinster Blutgefäße damit auch zu einer Leistungssteigerung und mehr Energie. Die Forscher hatten auf der Suche nach dem Sensor für die Anschaltung des EPO-Gens einen Proteinkomplex entdeckt, der diese Genreaktion abhängig vom Sauerstoffgehalt reguliert. Sie nannten ihn HIF-a Faktor. Wenn der Sauerstoff knapp wird, reichert sich dieser Faktor in den Zellen an und ermöglicht z.B. Muskelzellen, auch bei großer Anstrengung weiter zu funktionieren.

Die Orte der Energiegewinnung in der Zelle sind die Mitochondrien – unsere Zellkraftwerke. Der bevorzugte Kraftstoff für die Energiegewinnung ist der Sauerstoff. Hauptsächlich in der Atmungskette in den Mitochondrien findet unter Sauerstoffverbrauch die Energieproduktion aus den Nährstoffen statt. Täglich wird hier annähernd unser Körpergewicht an Energie produziert (ATP).

Wenn unsere Zellkraftwerke geschwächt oder dezimiert sind, werden wir das an unserem Energielevel zu spüren bekommen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Toxinbelastungen und Mikronährstoffmängel, z.B. durch ungünstige Ernährungsgewohnheiten, Medikamente, elektromagnetische Belastung, chronischen Stress, körperliche Überforderung, Schlafmangel, Umweltschadstoffe, bakterielle und virale Belastungen und vieles mehr können zu einer Schädigung der Mitochondrien führen. Je länger diese Dinge auf den Körper einwirken, um so eher kommt es zu Symptomen, da die Kompensationsmechanismen nicht mehr optimal greifen können. Zellschäden durch massives Anfallen von Sauerstoff und Stickstoffradikalen sind nicht zu vermeiden, wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen. Alle Alterungsprozesse sind letztlich Oxidationsvorgänge – wie eine Banane langsam eine bräunliche Färbung annimmt.

Freie Radikale sind primär notwendig. Wir brauchen Sie z.B. für unser Immunsystem zur Abwehr von Erregern und Krebszellen. Sie entstehen ständig natürlicherweise bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien. Das ist aber nur ein Problem, wenn im Verhältnis zu wenig Radikalfänger zur Verfügung stehen. Die freien Radikale werden sich unter Schädigung von Zellwänden und Raub von Mikronährstoffen Reaktionspartner suchen. Daher ist es wichtig, durch eine gesunde Ernährung und sinnvolle Bewegung optimale Bedingungen für die Versorgung unserer Zellen mit ihren Energiekraftwerken zur Verfügung zu stellen.

Sicher haben Sie schon festgestellt, dass manche Menschen früher altern als andere und das biologische Alter nicht unbedingt dem tatsächlichen Lebensalter entsprechen muss. Die Fitness der Mitochondrien ist hier maßgeblich mitbeteiligt.

Diese Tatsachen sind messbar in Laborwerten und anderen Körperanalysesystemen. Wir können zum Beispiel mit dem sogenannten biologischen health index den Zustand der Mitochondrien und ihre Reservekapazität messen. Diese Messung ist sehr sinnvoll auch vor einem Höhentraining, um den Erfolg des Sauerstofftrainings zu verfolgen und die Einstellungen der Hypoxieintervalle und der Sauerstoffkonzentration besser zu taxieren. Wir können die ATP Produktion messen und wir können auch die Telomerlänge bestimmen. Die Telomere sind die Schutzkappen auf unseren DNA Strängen, und um gesund und vital zu bleiben, sollte die Telomerlänge möglichst erhalten werden. Durch die Aktivierung der Telomerase können aber Verkürzungs- und Alterungsvorgänge aufgehalten und vielleicht sogar zurückgedreht werden. Auch hier spielt wieder die Lebensweise, aber natürlich auch genetische Veranlagungen eine besondere Rolle. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass Genetik nicht alles ist und durch Umwelt- und Lebensbedingungen (Epigenetik) diese genetische Disposition durchaus beeinflusst werden kann. Hier ist ein enormes Forschungsgebiet entstanden.

Wir bieten Ihnen in der Praxis die Messung des vegetativen Nervensystems an, um Ihren Stressindex und Ihre Erholungsfähigkeit über den Beruhigungsnerv Vagus zu ermitteln. Während des Sauerstofftrainings wird das vegetative Nervensystem und somit die Reaktion auf das Höhentraining fortlaufend gemessen.

Wir wissen zum Beispiel sehr genau, dass durch Fasten und durch Kälteeinwirkung die Mitochondrienfunktion gestärkt und Alterungsprozesse aufgehalten werden – also eine Lebensverlängerung bewirkt wird. Fastenmodelle sind überall im Gespräch und ob 16 und 8 oder 1 Fastentag pro Woche oder 2 Fastenwochen pro Jahr sind bei professioneller Durchführung und Beachtung von Kontraindikationen bewiesenermaßen gesundheitsfördernd. Und man muss nicht Wim Hof heißen, um täglich eine Kaltdusche zu absolvieren als Mitochondrientraining.

Auch verschiedene Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel stehen im Fokus der Gesunderhaltung und Lebensverlängerung. Generell trägt alles an bunter, vielfältiger Pflanzennahrung und gutes, stilles Quellwasser zu unserer Gesundheit bei. Dies ist die Basis von allem. Kein Nahrungsergänzungsmittel wird eine ungünstige Ernährung richten können.

Zusätzlich zugeführte Stoffe können aber bei erhöhtem Bedarf bei Krankheit, im Alter, zur Prävention bei genetischen Belastungen usw. sinnvoll sein. Hier sollte besonders auf vertrauenswürdige Firmen, die optimale Rohstoffe schonend verarbeiten und ohne Zusatz-und Füll-Farbstoffe auskommen, zurückgegriffen werden. Gerade bei der unglaublichen Menge an Menschen, die Intoleranzen und Allergien entwickelt haben kommt es auf die Qualität der Substanzen an.

Zum Beispiel können Polyphenole, Flavonoide und weitere sekundäre Pflanzenstoffe unsere Sirtuine günstig beeinflussen. Sirtuine sind Enzyme, die Langlebigkeitsgene anschalten können. Essen Sie deshalb immer wieder Brokkoli, Blaubeeren, Himbeeren, Aroniabeeren, schwarze Johannisbeeren, Sellerie. Trinken Sie grünen Tee und pressen Sie sich ab und zu ein grünes Smoothie mit Ruccola, Limette, Beeren, Ingwer, Sellerie, Zimt und Gerstengraspulver. Essen Sie täglich ein paar Nüsse und verwenden bestes Leinöl, Omega 3 Fischöl und Olivenöl.

Kommen wir auf die Sauerstofftherapie zurück. Sie kann als Mitochondrientraining verstanden werden und kann unsere Energiebilanz im Laufe der Sitzungen erhöhen. Unter der Hypoxie, also einem Zustand mit abgesenktem Sauerstoffanteil in der Atemluft können Reparatur- oder Aufräumungsarbeiten in der Zelle angestoßen werden. Das bedeutet, dass alte Zellkraftwerke mit niedriger Leistung ihrem Untergang zugeführt werden, damit schnell neue Mitochondrien mit mehr Power nachgebildet werden können. Reparaturarbeiten an erhaltungswürdigen Zellorganellen finden außerdem verstärkt statt.

Wie funktioniert die IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie)?

Sie sitzen bequem in einem Ruhesessel und atmen entspannt durch ihre persönliche Atemmaske. Zusätzlich ist ein Virenfilter zwischen das Sauerstoffgerät geschaltet, um virale Kontaminationen in der Atemluft auszuschalten. Ein Brustgurt wird am Körper getragen. Er wird nach jeder Anwendung im Ultraschallbad desinfiziert, zusätzlich zur sonstigen Desinfektion.

Vor der IHHT-Sitzung machen wir den sogenannten BOLT Test mit Ihnen. Hierbei messen wir in Sekunden die Zeit, die Sie mit in der Ausatmung angehaltener Atmung schaffen können. Diese sollte mindestens 20 Sekunden betragen, am besten mehr. Je nach dieser Messung wird auch Ihr Training eingestellt. Der BOLT Wert sollte sich im Laufe der Trainingseinheiten verbessern.

Sinnvoll wäre auch eine Messung der Herzratenfrequenzvariabilität vor dem Training, um Ihren Stressindex aktuell zu bestimmen.

Während der etwa 40-minütigen Sitzung atmen Sie sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft im Intervall. Das Training ist nicht anstrengend, Sie können sogar dabei einschlafen. Auf Wunsch können wir Ihnen zusätzlich Entspannungsmusik über Kopfhörer oder auch über das Brainlight System eine professionelle, geführte Entspannungssitzung durch eine Spezialbrille mit Lichteffekten und Suggestionsprogrammen anbieten.

Während der gesamten Trainingseinheit wird kontinuierlich über ein Pulsoximeter die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Darüber erfolgt die Trainingskontrolle. Ihr Arzt kann das Training auf dem Gerätebildschirm verfolgen. Das Gerät selbst hat Sicherheitskriterien eingebaut, um bei einem Sauerstoffabfall unter einen eingestellten Grenzwert sofort automatisch gegenzusteuern.

Die Grundeinstellung des sauerstoffreichen und sauerstoffarmen Intervalls wird Ihr Arzt für Sie einstellen. Zum Beispiel kann eine Grundeinstellung 4 Minuten sauertoffarme und 4 Minuten sauerstoffreiche Luft sein oder auch ein 5:3 Intervall. Die Sauerstoffsättigung wird zunächst sehr behutsam gesenkt und liegt etwa zunächst bei 85 % in der Hypoxiephase. Er wird mit der Zeit eventuell angepasst werden – je nach Trainingsfortschritt. Zunächst werden eher die Intervalle der Hypoxie im Training verlängert, bevor möglicherweise die Sauerstoffkonzentration verändert wird. Es ist erwiesen, dass zu ehrgeizige Trainingseinheiten mit zu kurzen sauerstoffreichen und zu vielen sauerstoffarmen Sequenzen nicht zielführend sind und eher den Erfolg schmälern. Für Athleten mag es hier andere Kriterien geben, um einen stärkeren Trainingsreiz zu setzen.

Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?

Wenn Sie sich für die IHHT entscheiden, sollte es klar sein, dass es sich um ein Zelltraining handelt und eine Sitzung nur ein Hineinschnuppern in die Welt des Höhentrainings ist.

Insgesamt sind 10 Sitzungen unbedingt zu empfehlen, am besten 15. Über 20 Sitzungen in einer Trainingsreihe sind meist nicht sinnvoll oder erforderlich, aber natürlich nicht schädlich. Die positiven Effekte halten in der Regel monatelang an.

Wie oft in der Woche sollte ich trainieren?

Eine optimale Trainingsfrequenz liegt bei 2x bis maximal 3x pro Woche.

Welche Wirkung können Sie spüren?

Oft fühlen sich Hypoxieanwender nach der Behandlung leichter und frischer. Bei Selbstversuchen habe ich zum Beispiel einen deutlichen Energieschub für die Nachmittagssprechstunde erfahren. Daher ist die Mittagspause für mich optimal. Aber auch morgens kann der Start in den Tag mit deutlich mehr Energie verbunden sein. Vielfach wird über einen tieferen, erholsamen Schlaf berichtet.

Wenn Sie Sport treiben, werden Sie in der Regel eine Verbesserung der Fitness spüren. Der Herzschlag wird langsamer. Der gefühlte Stresspegel wird als niedriger empfunden, das heißt, die Stresstoleranz steigt. Die konditionelle Verbesserung kann sich auch positiv auf den Hormonstoffwechsel und das Liebesleben auswirken. Außerdem werden Sie vermutlich auch ohne Umstellung der Ernährung etwas abnehmen. Dies ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders. Aber durch die Vermehrung der Mitochondrien und die erhöhte Leistung werden in der Regel mehr Kalorien verbraucht.

Wenn Sie sehr erschöpft mit Gefahr eines Burnout sind, kann die IHHT sehr hilfreich sein. Vermutlich sind etwas mehr Sitzungen erforderlich mit behutsamer Hypoxie und sollte eingebettet sein in ein Gesamtkonzept. Deshalb gibt es ja bei uns eine umfängliche ganzheitliche Sprechstunde.

Für wen ist die IHHT geeignet?

Zunächst kann die IHHT sowohl als Antiaging-Training, als auch als Prävention und auch als Therapie bei Krankheitssymptomen (Begleitmaßnahme) verstanden werden.

Demzufolge kann annähernd jeder ein Sauerstofftraining absolvieren, der etwas für seine Fitness und Gesundheitsprävention tun möchte. In unserer Praxis wurden aus Vorsichtsgründen einige Personen vom Training ausgeschlossen.

Schwangere und Patienten mit Epilepsie, Angstneurosen (Atemmaske!) oder schweren Depressionen sollten nicht trainieren. Ebenso ist kein Training bei akuten (fieberhaften) Infekten zu empfehlen. Auch Patienten mit Polyzythämie, laufender Krebsbehandlung und schweren Herzlungenerkrankungen oder exzessivem Hypertonus sollten nicht zur Behandlung kommen. Auch Patienten im Endstadium schwerer Erkrankungen sind ausgeschlossen.

Sehr sinnvoll dagegen ist eine IHHT bei Erschöpfungsyndromen, allen Stresserkrankungen, auch bei Tinnitus, Durchblutungsstörungen, bestimmten Schwindelformen, leichten Herzkreislauferkrankungen, Hormonstörungen, Schlafstörungen.

Ganz besonders effektiv ist die IHHT bei der chronischen Borreliose.

Was kann die IHHT leisten?

Möglich, aber natürlich nicht garantiert sind:

  • Stoffwechseloptimierung mit Gewichtsreduktion
  • Gefäßverjüngung und Durchblutungssteigerung
  • Steigerung der Fitness, Vertiefung der Erholungsphasen, Stressreduktion durch Erhöhung der Stressresilienz
  • Herz-und Lungenstärkung
  • Verbesserung der Gedächtnisleistung und der Konzentration
  • Günstige Beeinflussung des Hormonhaushalts
  • Ihre Stimmung kann sich positiv verändern

Was kann die IHHT nicht leisten?

Die IHHT wird nicht einen krankmachenden Lebensstil ausgleichen und sie ist kein Allheilmittel gegen alle Erkrankungen. Sie ist ein möglicher Baustein zu mehr Wohlbefinden und Fitness und Stärkung der Prävention mit möglicher positiver Auswirkung auf bereits bestehende bestimmte Erkrankungen – als Begleit- und niemals alleinige Therapie.

Was kostet die IHHT?

Von Privatkassen wird die IHHT sehr oft übernommen – dies ist aber nicht garantiert.

Es gilt immer, was in den jeweiligen Versicherungsverträgen vereinbart wurde.

Die IHHT ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir informieren Sie gerne über die Kosten. Sprechen Sie uns gerne an bei allen Fragen für diese innovative Möglichkeit der Gesundheitsstärkung.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr. Ulrike Walter und Team

Das Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom

Der Begriff Reizdarm ist keine wirkliche Diagnose, sondern beschreibt einen Symptomenkomplex – genauso wie Kopfschmerzen auch keine Diagnose darstellen.

Die Symptome sind nach der Übereinkunft in den ROM IV Kriterien festgehalten:

Spasmen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Meteorismus. Obligat sind Schmerzen im Bauchbereich mindestens an 1 Tag in der Woche und noch weitere Faktoren.

Immerhin sollen 20-30% der Bevölkerung betroffen sein mit einem Altergipfel vom 20. bis 40. Lebensjahr. Frauen sind doppelt so häufig betroffen.

Es handelt sich um eine definitionsgemäß rein funktionelle Erkrankung, da endoskopisch kein Korrelat für die Beschwerden gefunden werden kann.

Viele der Betroffenen ernähren sich nach landläufiger Meinung eher besonders gesund und sind trotzdem krank. Bekannt ist der Grundsatz: man lebt nicht von dem, was man isst, sondern von dem, was man verdaut. Und man könnte noch hinzufügen: was hilft die gesündeste Nahrung, wenn mein Körper krank davon wird.

Das heißt: was ist für mich gesund?

Genaue Ursachen des Reizdarms sind bisher unbekannt. Erklärungsversuche sieht man in einer erhöhten Empfindlichkeit des enterischen Nervensystems mit Beeinträchtigung der Darm-Hirnachse und möglicherweise gestörtem Serotoninstoffwechsel. Außerdem vermutet man eine Ursache durch Mikrobiom-Veränderungen. Einer ganzen Reihe von chronischen Reizdarmsymptomen ging eine Episode mit Antibiotikaeinnahme oder eine schwere gastrointestinale Infektion voraus.

Wichtig ist die Differentialdiagnose zu anderen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, die aber durchaus individuelle Schnittmengen mit dem RDS (Reizdarmsyndrom) haben können.

Hierzu zählen: Nahrungsmittelintoleranzen (Fruktose, Laktose, Sorbit), Nahrungsmittelallergien (z. B. Weizen, Gluten), Histaminintoleranz, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Mangel an Enzymen und Mikronährstoffen, Toxin-Belastungen, Motilitätsstörungen, Gallensäurerückresorptionsstörungen, Divertikulose, Candidose, Dysbiose und mehr.

Eine genaue Anamnese der Stuhlgewohnheiten im Rahmen einer möglichst umfangreichen ganzheitlichen Anamnese ist zwingende Voraussetzung, um den Patienten mit seiner individuellen Beschwerdesituation vollumfänglich zu erfassen. Hierbei sollte auch nach der psychischen Befindlichkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Hautveränderungen, Herzkreislaufbeschwerden usw. gefragt werden. Sodann sollte eine schulmedizinische Basisdiagnostik mit Abdomenpalpation, Sonografie und Labor erfolgen. Selbstverständlich sollten auch die bekannten Atemtests zum Ausschluss der Kohlenhydratintoleranzen durchgeführt werden. Zuletzt schließen sich die endoskopischen Verfahren an.

Viele meiner Patienten sind vollständig und regelrecht diagnostiziert worden und es wurden keine pathologischen Befunde erhoben, welche die Beschwerden erklären konnten, obwohl der Leidensdruck immens ist. Die Symptome werden deshalb als „funktionell“ bezeichnet und deshalb auch immer wieder in den Bereich der psychosomatischen Beschwerden eingereiht.

Nach meinem Verständnis wird man diesem Beschwerdebild bei einer so großen Anzahl von Betroffenen mit ähnlichen Klagen nicht gerecht. Es fragt sich, ob nicht häufiger das körperliche Leiden auch eine seelische Beeinträchtigung nach sich zieht.

Also ist es erforderlich, dass man tiefer nach Ursachen forscht.

In meiner ganzheitlichen Sprechstunde beginne ich regelmäßig nach der umfassenden Anamnese mit der Messung des vegetativen Nervensystems (HRV). Hier kann ich schnell eine parasympathische Dysfunktion erkennen, welche eine Dysfunktion im Gastrointestinaltrakt mitbedingen kann. Der Parasympathikus steuert wesentlich die Verdauungsfunktion.

Ein für mich unverzichtbarer Teil meiner komplementärmedizinischen Diagnostik ist die Untersuchung nach den Regeln der Applied Kinesiology (nicht schulmedizinisch validiert). Hier kann ich nach meiner Erfahrung schon eine gewisse Tendenz der Beschwerdeursachen finden, welche dann auch die nachfolgende Labordiagnostik bestimmt. Meistens liegen immer verschiedene Gründe vor, die schließlich zu der Chronifizierung der Beschwerden geführt haben. Eine genetische Disposition mag immer wieder vorliegen, aber Umweltfaktoren führen dann schließlich zum Ausbruch der Symptome.

Welches Laboruntersuchungen machen zusätzlich Sinn?

Hier versuche ich ein sinnvolles Vorgehen, da eine ganze Reihe der hauptsächlich komplementärmedizinischen Laboruntersuchungen keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen darstellen.

Hierzu zählen in erster Linie die Stuhluntersuchungen zur Mikrobiomdiagnostik, welche wirklich in den meisten Fällen-für mich- unverzichtbar sind. Außerdem ist es wichtig, einen Überblick über die Schleimhautsituation des Darms (Leaky-Gut-Syndrom) und Entzündungszeichen sowie die Abwehrbereitschaft und ggf. eine mangelnde Verdauungsleistung des Pankreas zu bekommen. Individuell je nach den Ergebnissen der kinesiologischen Untersuchung stellt sich dann die Frage nach weiteren Labortests hinsichtlich Histaminabbaustörung (z. B. DAO, DAO Aktivität, Histamingehalt des Stuhls, Histaminmetaboliten im Urin ect), Candidabelastung und Parasitendiagnostik, welche schwierig ist, aber deshalb trotzdem versucht werden sollte. Selbstverständlich sind auch Tests auf Nahrungsmittelintoleranzen mit IGE- und eventuell IGG- Bestimmungen (zumindest umstritten) individuell erforderlich.

Schließlich ist es wichtig, die Mikronährstoffe, welche für die Darmfunktion wichtig sind, zu analysieren und ggf. einen Blick auf das Serotonin und den Tryptophanstoffwechsel zu werfen.

Insgesamt wird man mit diesen Analysen einen guten Einblick auf die individuelle Situation gewinnen können und danach die Therapiestrategie ausrichten. Sehr häufig sind allerdings dann Ernährungsumstellungen erforderlich, die nicht immer beliebt sind. In den meisten Fällen müssen sie keineswegs für immer sein, aber ohne Disziplin geht es nicht. Wenn die Patienten aber sehen, dass aber Maßnahmen greifen, ist die Motivation oft sehr hoch. Natürlich kann man sehr gut mit einer Fülle unterschiedlicher Darmtherapeutika unterstützend eingreifen- allerdings nicht nach dem Motto: viel hilft viel, sondern gezielt und nach einem sinnvollen Schema. Detox- und Entsäuerungsmaßnahmen, Entlastungstage, Stressmanagement, Bauchmassagen, Colon-Hydrotherapie, Leibwickel, Bewegung, Meditationsformen, Stärken der Mitte mit Maßnahmen aus der TCM u. v. m. können außerdem Unterstützung bieten.

Und das Wichtigste:

Zeit nehmen zum Essen, slow Food, Konzentration auf das Essen und: Kauen, kauen, kauen.

So kann in vielen Fällen das chronische RDS sehr günstig beeinflusst werden, selbst wenn eine gewisse Darmempfindlichkeit bleibt. Aber wenn man weiß, was man tun muss, um wieder ins Lot zu kommen, ist man dem Ganzen nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ulrike Walter

Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung für Tinnituspatienten und alle Stressgeplagten

Wundervolle Tiefenentspannung

Für Tinnitus-Patienten und alle Stressgeplagten mit unserem audiovisuellen Entspannungssystem!

Unsere Praxis hat unter anderem den Schwerpunkt auf individuelle Tinnitus Beratung und Linderungskonzepte sowie funktionelle Stressmedizin gelegt. Stress und Tinnitus sind ja häufig eng miteinander verbunden – wenn auch sicher nicht ausschließlich.

Wichtig ist für mich nach wie vor, individuelle Tinnitus Ursachen meiner Patienten in unserer ganzheitlichen Sprechstunde aufzudecken. Dies erfordert selbstverständlich eine gründliche HNO-Untersuchung mit verschiedenen Otoneurologie-Verfahren. Auch eine MRT-Untersuchung kann in wenigen Fällen erforderlich sein.
Äußerst wichtig ist – auch nach den aktuell neu überarbeiteten Leitlinien für chronischen Tinnitus –das sogenannte „counseling“. Dies bedeutet so viel wie: intensive Beratung. Dies ist zweifellos ein unabdingbarer Baustein zur erfolgreichen Tinnitus Bewältigung.

Inzwischen gibt es auch die „online“-Verhaltenstherapie, ein weiteres evidenzbasiertes Verfahren zur Tinnitus Bewältigung als digitale Gesundheitsanwendung. Die Ausstellung eines roten Kassenrezeptes zur Vorlage bei der Krankenkasse ist hier möglich.

Auf der Basis der funktionellen Medizin gibt es aber für mich weitere Möglichkeiten der Ursachenforschung und vor allem der Bewältigungsstrategien auf breiterer Basis – auch wenn sie in der Schulmedizin keinen Platz finden. So ist die funktionelle Myodiagnostik in der Applied Kinesiology für mich auch neben der ausführlichen Anamnese eine wesentliche diagnostische Hilfe geworden.

Das Phänomen Stress als Dystress ist allerdings sehr häufig bei der Belastung durch Ohrgeräusche zu finden. Externer Stress kann Tinnitus mitverursachen und Tinnitus verursacht internen Stress. Dieser Zyklus muss unterbrochen werden.

Deshalb haben wir einen weiteren Baustein in unserer Praxis implementiert, um Patienten das Gefühl einer Tiefenentspannung zu ermöglichen- und zwar mittels audiovisueller Stimulation des parasympathischen Regulationssystems zur Aktivierung von langsameren Hirnwellen.

In der Erfahrung werden Delta-Wellen (0-4Hz) der Gehirnströme mit zellulärer Regeneration, Ausgeglichenheit, Harmonie, Schmerzreduktion in Verbindung gebracht. Während dieser Theta- Wellen (4-8Hz) – Dominanz soll Intuition verstärkt stattfinden, sollen Lernprozesse sich beschleunigen, ein meditativer Zustand erreicht werden und es soll sich der Zugang zu geistiger Klarheit und Kreativität leichter öffnen.

Sogenannte Schumann Wellen bei 7,83 Hz finden sich als Resonanzfrequenz in zahlreichen Körperrhythmen. Diese Frequenz wurde von dem Physiker Otto Schumann entdeckt und mit der natürlichen, elektromagnetischen Resonanz der Ionosphäre der Erde in Verbindung gebracht.

Mit Hilfe der audiovisuellen Stimulation sich über das Einschwingen in diese Frequenz sich selbst zu „erden“ kann eine bereichernde Auszeit-Erfahrung in unserer Gegenwart sein, die für viele mit Ängsten, Zeit- und Leistungsdruck, unrealistischen Ansprüchen an sich selbst und andere und die Unfähigkeit, sich selbst zu spüren und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, verbunden ist. Das Gefühl der Isolation und des Getrennt-Seins von unserer ursprünglichen Wesensart und unserer Daseinsbestimmung ist bei so vielen Menschen in unserer Zeit vorhanden, ohne das benannt werden kann, warum das eigentlich so ist.

Natürlich kann eine notwendige Unterstützung durch einen Therapeuten jedweder Art dadurch nicht ersetzt werden.

Aber es kann ein Einstieg sein in das Gefühl des geführten „Loslassens“, weil es Menschen gibt, die sich mit Entspannungstechniken schwertun.

Konkret soll mit diesem System über eine Brille (grün, rot oder weiß) mit Hilfe von Lichtblitzen, die mit Suggestionen und Musik über Kopfhörer synchronisiert sind, ein Entspannungszustand hin zu den beschriebenen Frequenzbereichen der Hirnwellen eingeleitet werden. Die Lichtblitze werden bei geschlossenen Augen und stufenloser Helligkeitsregulation schon bald gar nicht mehr wirklich wahrgenommen. Es kann zwischen vielen verschiedenen Programmen gewählt werden-mit und ohne Tiefensuggestionen, Musikprogrammen, themenbezogenen Programmen wie Tiefenentspannung erreichen, Tinnitus Bewältigung fördern, Unterstützung beim Abnehmen oder bei der Raucherentwöhnung erfahren, Lebensmut tanken, Ängste überwinden, Meditation und Fantasiereisen, Lernprogramme zur Konzentrationssteigerung bei Prüfungen und auch Sportprogramme.

In unserer Praxis werden besonders die Tiefenentspannung, geführte Meditationen und die Tinnitus Suggestionen z. B. als Begleitung bei einer Infusion oder bei einer Akupunkturbehandlung als sehr angenehm und hilfreich empfunden. Schon nach einigen Anwendungen wurde von Patienten über mehr Achtsamkeit, mehr Gelassenheit im Alltag, höhere Belastbarkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit, besseren Schlaf und bessere Gedächtnisleistung berichtet-dies ist subjektiv und nicht auf jeden Anwender zu übertragen und daher nicht allgemeingültig.

Einen wissenschaftlichen Wirknachweis für diese meditative Selbsterfahrung gibt es nicht. Epilepsie-Patienten, Patienten mit Herzschrittmachern und Schwangere sind nicht für Stimulation mit der Frequenzbrille geeignet.

Für alle anderen Patienten gilt:
Probieren Sie es gerne bei uns aus und vielleicht schaffen Sie sich selbst ein solches Gerät für zu Hause an, weil Sie es nicht mehr missen möchten…

Das Beste für Ihre Gesundheit wünscht
Ihr Praxis- Team Dr Walter

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsschmerzen

Chronische Halsbeschwerden nehmen sowohl bei jungen Patienten als auch in der älteren Bevölkerungsschicht in meiner Praxis einen breiten Raum ein.

Üblicherweise wird zunächst immer an einen akuten oder persistierenden Infekt, eine Mandelentzündung oder ein grippales Symptom gedacht. Dies kann eine mögliche Ursache sein, bedarf aber bei fortbestehenden Beschwerden trotz antiviraler oder antibakterieller Therapie einer genaueren Abklärung.

Zu diesem Thema gibt es eine gerade überarbeitete Leitlinie. Hierbei wurde in infektiöse und nicht-infektiöse Ursachen der chronischen Halsbeschwerden unterteilt. Unter den infektiösen Ursachen sind virale Rachenentzündungen die häufigste Ursache. Außerdem wurden Kriterien festgelegt, nach denen selbst bakterielle Racheninfektionen zunächst ohne Antibiotikagabe nur symptomatisch behandelt werden sollen.

Bei immungeschwächten Personen kann es zu verlängerten oder häufiger wiederkehrenden entzündlichen Racheninfektionen kommen. Immer sollte bei einem chronischen Verlauf eine HNO-Fachärztliche Untersuchung erfolgen. Eine Abstrichentnahme oder ein Labortest wurde nicht primär empfohlen. Trotzdem kann dies in manchen Fällen sinnvoll sein.

In meiner Praxis, die ja auch ganzheitlich ausgerichtet ist, habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass virale Reaktivierungen der Herpesviren, speziell des EBV Virus solche Beschwerden verursachen können. Diese Reaktivierungen sind nicht unbedingt in der Schulmedizin nachgewiesen, trotzdem gibt es Labortests, mit deren Hilfe zumindest ein Hinweis darauf gefunden werden kann. Da sie nicht etabliert sind, sind sie oft auch kein Gegenstand der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Ich teste zunächst mit Applied Kinesiology mögliche Erregerursachen aus, um dann erst weitere Labordiagnostik zu erwägen. Das Verfahren der Applied Kinesiology hat sich bei mir sehr bewährt, ist nicht schulmedizinisch unterstützt und ist eine Selbstzahlerleistung.

Manchmal finde ich immunologische Ursachen, z. B. Herdbelastungen (vor allem nicht bekannte chronische Zahnherde), welche zu Reaktivierungen von Viren führen können, da das Immunsystem ständig an anderen Fronten beschäftigt ist. Manche Viren wie z. B. EBV verbleiben in unserem Körper und „wohnen“ in den B-Zellen der Immunabwehr. Die Schulmedizin empfiehlt symptomatische Therapie zB mit Ibuprofen, was sicherlich eine Zeitlang versucht werden kann, jedoch keine ursächliche Behandlung ist. Vergessen sollte man keineswegs das Mikrobiom in unserem Darm, das eminent wichtig ist für die Schleimhautgesundheit und über die Bildung von sIGA auch für die Abwehr von Erregern. Hier sind unglaublich viele störende Einflüsse, allen voran durch die Ernährung möglich.

Deshalb sehe ich in der Ganzheitsmedizin hier eine große Chance, nähere Ursachenforschung zu betreiben und auch die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde zu nutzen-auch wenn sie nicht durch Studien belegt sind und einfach Erfahrungsheilkunde darstellen. In unserer Praxis kommen iso-und homöopathische Verfahren, Neuraltherapie, Mikroimmuntherapie, verschiedene Infusionstherapien sowie Akupunkturinjektionen (Homöosiniatrie), Ernährungsoptimierung, Ordnungstherapie und Eigenblutverfahren zum Einsatz. Die Liste ist nicht vollständig. In meiner Vorstellung der Behandlung von Immunstärkung bei chronisch persistierenden und rezidivierenden Infekten im oberen Atemwegsbereich sind diese Verfahren unverzichtbar und das Vorgehen erfordert immer eine individuelle Behandlung.

Es wird auch in den Leitlinien auf nicht-infektiöse Ursachen chronischer Halsbeschwerden hingewiesen.

Diese sind mindestens genauso häufig. Hier sind es vor allem die chronische Refluxkrankheit und Schleimhautirritationen durch ständiges Schnarchen, die hier zu nennen sind.

Außerdem gibt es medikamentöse Nebenwirkungen von Medikamenten wie z. B. blutdrucksenkenden Mitteln (ACE-Hemmern), die dies verursachen können.

Muskuläre Ursachen wie bei chronischen Stimmstörungen (Dysphonie), besonders bei schwachem Stimmeinsatz können ebenso zu Halsbeschwerden führen und man muss nach der HNO Diagnostik der stroboskopischen Stimmlippenfunktion daran denken. Muskuläre Überlastungen der vorderen Halsmuskulatur in allen Schichten sowie der Mundbodenmuskulatur sind häufig beim sogenannten CMD-Syndrom bei Bruxismus (Zähneknirschen) zu finden. Hier kann Physiotherapie, Logopädie und unterstützend auch Entspannungstherapie sowie Homöopathie oder Pflanzenheilkunde helfen.

Häufig findet man bei älteren Patienten durch die Osteophytenbildung (Knochenausziehungen) bei chronisch degenerativen HWS-Veränderungen auch eine Beteiligung der Schluckstraße, was sich in Halsschmerzen äußern kann. Seltener sind z. B. ein verlängerter Griffelfortsatz im Bereich der Gaumenmandeln (Eagle-Syndrom) oder einschießende Neuralgien des n. glossopharyngeus beim Schlucken .

Unbedingt sollte auch eine Ursache im Bereich der oberen Kopfgelenke (Atlas/ Axis/Übergang Okziput) sowie nach sogenannten Schädelfehlern mit nachfolgender Duraspannung im osteopathischen Fachgebiet gesucht werden, da diese durch Irritation mancher Hirnnerven – besonders des nervus vagus zu nicht leicht zu diagnostizierenden-Beschwerden auch im Halsbereich führen können.

Es gibt auch noch eine ganze Reihe von wirklich seltenen Ursache, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Schilddrüsenknoten und Struma führen so gut wie nie zu Halsbeschwerden, es sei denn, es liegen akute Entzündungen der Schilddrüse oder eine große, gefüllte Zyste in diesem Bereich vor.

Aus ganzheitlicher Sicht möchte ich auch auf eine mögliche Störung des 5. Chakras des Halschakras hinweisen. In der Schulmedizin wird die Diagnose „Globusgefühl“ kodiert, was soviel bedeutet wie: Druck im Hals ohne erkennbare Ursache.

Hier liegen oft psychosomatische – oft unbewusste Ursachen – zugrunde. Was kann nicht mehr geschluckt werden? Was kann nicht mehr in Worte gefasst werden? Worüber will man nicht sprechen? Was verschlägt mir die Sprache? Was bedrückt mich? Was sind meine Stressoren?

Diese Fragen sind sehr wichtig bei chronischen Halsbeschwerden ohne Diagnose , die nicht einfach durch ein Antibiotikum oder ein Schmerzmittel zu behandeln sind sind, wie leicht zu verstehen ist. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass hier auch Neuraltherapie und Homöopathie helfen kann, natürlich zugleich mit Angehen der tieferliegenden Ursachen.

Es ist sehr wichtig, eine fachärztliche Abklärung bei chronischen Halsbeschwerden durchzuführen zu lassen, die auch verschiedene Fachgebiete betreffen kann. Nur bei richtiger Ursachenfindung ist die beste Chance auf Heilung gegeben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Bleiben Sie gesund!

Dr. Ulrike Walter

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