Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Post-Covid-Syndrom – Riechstörungen

Gerade wurde eine Leitlinie bezüglich andauernder Gesundheitsbeschwerden nach einer durchgemachten COVID-19-Infektion erstellt. Hierbei soll es um eine Orientierung hinsichtlich diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten zur Behandlung von Nachfolgebeschwerden gehen. Die Häufigkeit dieser unterschiedlichsten Symptome in nahezu allen Körpersystemen beträgt annäherungsweise um 15%.

Bemerkenswert ist, dass die Schwere der durchgemachten Erkrankung nicht unbedingt mit einem Auftreten eines Post-COVID-Syndroms korreliert. Auch junge Patienten mit einem verhältnismäßig leichten Verlauf können z.B. ein anhaltendes Fatigue-Syndrom oder Riechstörungen lange über die eigentliche Erkrankungszeit hinaus behalten. Die genauen Ursachen sind bisher nicht bekannt.

Aber auch andere virale Infektionen, z.B. das bekannte EBV (Ebstein-Bar-Virus), können ebensolche langanhaltenden Leistungseinbrüche hervorrufen.

Zu den Post-COVID-Beschwerden zählen Riech- und Geschmackstörungen, anhaltende Müdigkeit und Leistungsschwäche, pulmonale Einschränkungen wie Luftnot bei geringster Belastung, Hör- und Sehstörungen, Tinnitus, kardiale Probleme und Thrombosen, Schmerzsymptome aller Art, aber auch gerade psychische Belastungen bis hin zu Depressionen und Angststörungen kommen nicht selten vor. Es gibt eine Vielzahl weiterer Beschwerden, die hier nicht genannt wurden.

Hier soll es nun um die HNO-spezifischen Aspekte – insbesondere Riech- und Geschmackstörungen gehen. Es gibt aber durchaus auch Höreinbußen mit und ohne Tinnitus, welche Patienten in meiner Praxis berichtet haben nach einer durchgemachten COVID-19-Erkrankung.

Die Geschmackstörungen hängen ja meist mit dem Riechverlust zusammen, da ja insgesamt nur 5 Geschmacksqualitäten – nämlich süß, sauer, salzig, bitter und umami bekannt sind, alles andere sind Geschmackseindrücke, die durch das Riechen spezifiziert werden. Trotzdem kommen auch wirkliche Störungen der Sinneseindrücke der Geschmacksknospen durch Störungen der Nervenversorgung aus den Ästen des Nervus vagus, glossopharyngeus und facialis vor.

Riechstörungen sind ja in der Akutphase der Erkrankung schon ein pathognomonisches Zeichen.

Der Riechverlust kann komplett oder teilweise vorhanden sein oder es können auch verfälschte Geruchseindrücke auftreten. Insgesamt ist der Geruchsverlust für die Patienten sehr belastend.

Der Riechverlust kann mit Hilfe von Fragebögen und einem Riechtest mit definierten „Sniffin` Sticks“ diagnostisch angegangen werden. Selbstverständlich gehören eine genaue endoskopische Exploration der Nasenhaupthöhlen, des Nasenrachenraums und auch eine Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen dazu. Ergeben sich hier Hinweise auf eine Sinusitis, sollte ein CT der Nasennebenhöhlen angeschlossen werden. Auch Geschmackstestlösungen oder Streifen kommen diagnostisch zum Einsatz. Vereinzelt wurden im Schädel-MRT Veränderungen an den zentralen Riechhirnstrukturen festgestellt.

Insgesamt ist der Verlauf als günstig anzusehen. Die meisten Patienten erholen sich von dem Riechverlust innerhalb von 2 Monaten. Bei Beschwerden, die längstens nach 3 Monaten immer noch bestehen, sollte eine genaue HNO-Diagnostik erfolgen und eine Therapie eingeleitet werden.

Hier sollte dann auf jeden Fall ein gezieltes Riechtraining zu Hause durchgeführt werden. Dieses erfolgt durch mindestens 30 Sekunden riechen an 4 verschiedenen Düften morgens und abends. Dabei sollten dies starke Gerüche sein wie z.B. Zitronenduft oder Rosenöl, eine Duftqualität sollte stechend sein wie z.B. Essig oder Menthol zur Trigeminusstimulation. Das Riechtraining sollte monatelang fortgeführt werden.

Die Anwendung von Corticoid-Nasenspray ist eher zurückhaltend zu bewerten.

Zusätzlich kann noch lokal intranasal mit Vitamin A als angefertigte Nasentropfen mit 1x 10 000 I.E. pro Tag 2 Monate lang therapiert werden. Dies gehört unbedingt in fachärztliche Hand und sollte keineswegs in eigener Regie durchgeführt werden. Bei Schwangerschaft besteht eine eindeutige Kontraindikation.

Von Seiten der Komplementärmedizin gibt es weitere Verfahren, die sich bei uns bewährt haben in der Unterstützung von Patienten mit Riechstörungen, aber schulmedizinisch nicht gesichert sind.

Hierzu gehört vor allen Dingen die Anwendung verschiedener Homöopathika, die ich individuell nach Applied Kinesiology austeste. Die Anwendung von B-Vitaminen und Vitamin C auch als Infusionen im höher dosierten Bereich ist Teil unserer Behandlung in der Praxis sowie eine Einstellung des Vitamin-D-Spiegels mindestens im oberen Normdrittel.

Omega 3 Fettsäuren sollten unbedingt substituiert werden, ggf. auch Krillöl, da es Phopholipde enthält, welche essenziell für die Zellmembranen auch im Gehirn sind. Des Weiteren sollten genügend Antioxidantien vorhanden sein, welche z.B. in sekundären Pflanzenstoffen vorhanden sind.

Eine Akupunkturbehandlung kann ebenfalls bei Riechstörungen angewendet werden. Dies hat sich seit vielen Jahren in unserer Praxis bewährt, solange noch funktionsfähige Riechneurone vorhanden und nicht komplett zerstört sind, was ja fast nie der Fall ist (wie z.B. nach einem Trauma).

Allerdings gestaltet sich nach meiner Erfahrung der Erfolg der Akupunktur bei COVID-19-bedingten Geruchsstörungen etwas schwieriger und langwieriger als bei anderen viralen Ursachen wie z.B. grippalen Infekten.

Ein Therapieversuch zur Behandlung von persistierenden Geruchsstörungen nach COVID-Erkrankung lohnt sich auf jeden Fall, egal wie lange sie bestehen. Eine dauerhafte Geruchseinbuße bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität.

Bitte wenden Sie sich doch gerne an uns, wenn Sie weitere Informationen wünschen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Dr. Ulrike Walter

Ursachen für chronischen Husten

Ursachen für chronischen Husten

Ursachen für chronischen Husten

Immer wieder suchen Patienten meine Praxis auf, die unter chronischem Husten, also Husten der länger als 8 Wochen andauert, leiden.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Hustenformen. Es handelt sich teilweise um produktiven Husten mit Schleim, teilweise um schlimme Reizhustenanfälle, um Husten nur bei Stress, um Husten nach dem Essen oder im Liegen, andauernd nach einem heftigen Atemwegsinfekt u. s. w.

Deshalb ist ersichtlich, dass eine genaue Anamnese unbedingt erforderlich ist, da nach richtig gestellter Diagnose auch die Therapie unterschiedlich ist. Hustenstillende Medikamente zu geben kann ja nur die ultima ratio sein, wenn nirgendwo ein Auslöser zu finden ist und ist auch nicht für jede Hustenform geeignet. Außerdem werden immer verschiedene Fachgebiete zur Abklärung eines chronischen Hustens erforderlich sein.

Der Hustenreflex läuft über Hustenrezeptoren und afferente Nervenfasern im Nervus Vagus. Daraus ist ersichtlich, dass zentrale und periphere Ursachen den Hustenreflex triggern können. Außerdem gibt es Ursachen in Lunge und Bronchien selbst und auch außerhalb davon.

Persistierende Entzündungen in den Bronchien nach protrahierten Infekten mit und ohne Erregernachweis können für Dauerhusten verantwortlich sein. Ich habe schon Patienten gehabt, die ein Jahr gehustet haben und dann wurde doch noch ein einer neuerlichen Bronchoskopie ein Keim gefunden, der durch die vorangehenden Antibiotika nicht zu behandeln war. Durch ein passendes Antibiotikum war auch der Husten vorbei.

Die häufigsten Ursachen in der Praxis sind Asthma bronchiale, die bronchiale Überreagibilität, die chronische Bronchitis neben der gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD) und auch der chronischen Rhinosinusitis durch das Hinablaufen von Sekret aus den Nasennebenhöhlen in die Bronchien.

Ursachen im Bereich der Lungen werden selbstverständlich mittels Bildgebung bis hin zu invasiven Verfahren vom Pulmologen abgeklärt. Auch ein sehr seltener Mediastinal Tumor kann Ursache für Husten einmal sein, wenn auch andere Ursachen wie z.B. Bronchiektasien oder Lungenparenchym-Erkrankungen viel häufiger sind.

Der HNO-Arzt kann durch die Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen eine entzündliche Ursache in diesem Bereich ausschließen und durch die Kehlkopfspiegelung kann er auch einen Verdacht auf eine Reflux bedingte Larynx- und Trachealirritation äußern.

Keineswegs zu vernachlässigen sind die medikamentösen Ursachen von Reizhusten, wie sie z. B. bei der Einnahme bestimmter Antihypertonika nicht selten vorkommen.

Außerdem sind Raucher bekanntlich sehr viel öfter von chronischem Reizhusten durch die ständige Schädigung des Flimmerepithels der Atemwege betroffen.

Eine chronische Herzerkrankung mit Stauungszeichen in der Lunge kann ebenfalls chronischen Husten auslösen.

Nicht zu vergessen ist natürlich der allergische Husten, der häufig in der Pollensaison auftritt aber auch Hausstaubmilbenallergiker besonders in den Wintermonaten belasten kann. Eine Tierhaarallergie ist aber ebenso nicht zu vernachlässigen wie Schadstoffbelastungen der Raumluft z. B. durch Formaldehyd oder Schimmelpilzbelastung. Hier müssen Pricktest und auch ggf. ein Umweltmediziner Klarheit schaffen, wenn der Husten nur in bestimmten Räumen auftritt (Pflanzen wie z. B. Ficus).

Um einen sogenannten idiopathischen Husten handelt es sich dann, wenn man einfach in keinem Organ eine Ursache des Hustens finden kann. Man diskutiert eine herabgesetzte Hustenreizschwelle.

In meiner ganzheitlichen Sprechstunde finde ich manchmal Patienten, die einen psychosomatisch mitbedingten Räusperzwang besonders in Stresssituationen haben. Dies kann manchmal mit passenden pflanzlichen oder auch homöopathischen Mitteln gebessert werden (nicht schulmedizinisch validiert) Manchmal finde ich aber auch eine chronische Schwermetallbelastung wie z. B. Blei, welche neben multiplen anderen Symptomen Hustenreiz auslösen kann. Außerdem gibt es parasitäre Belastungen, die auch die Lunge betreffen und Hustenreiz besonders nachts verursachen können (nicht unbedingt schulmedizinisch belegt, meine persönliche Meinung und Erfahrung).

Bei Kindern kann manchmal ein sogenannter Tic vorliegen, wenn man sonst keine weiteren körperlichen Ursachen findet. Dies habe ich zb bei Kindern gesehen, die privaten oder schulischen Stresssituationen ausgesetzt sind. Aber auch stark vergrößerte Rachenmandeln können dieses Symptom machen und hier würde ich im Rahmen der Ganzheitsmedizin immer nach einer Milchintoleranz fahnden.

Als seltenere Ursache kann nach meiner persönlichen Erfahrung auch ein Zahnherd, der einen lungenassoziierten Zahn betrifft ein Trigger sein oder auch Blockaden der oberen Kopfgelenke und Duraspannungen, welche über den lymphatischen oder Rezeptorweg Irritationen im Vagusbereich machen können (nicht schulmedizinisch).

Es gilt zunächst immer streng nach schulmedizinischen Kriterien alle betroffenen Fachgebiete zu bemühen, um nicht z. B. ein tumoröses Geschehen zu übersehen.

Bevor man sich aber mit der Diagnose „idiopathischer Husten“ zufriedengibt, bemühe ich immer meine ganzheitlichen Diagnostikverfahren, um vielleicht doch noch eine Ursache oder auch Behandlungsmöglichkeit dieses belastenden Symptoms zu finden.

In der Annahme, dass hypersensible Nervenfasern im Bereich der Signalleitung für chronischen Hustenreiz verantwortlich sein können, sind P2X3 Antagonisten in der Erprobung und können bei verschiedenen geeigneten Patienten dann zum Einsatz kommen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit.
Ulrike Walter

Gutartiger Lagerungsschwindel

Gutartiger Lagerungsschwindel

Gutartiger Lagerungsschwindel

Der gutartige Lagerungsschwindel ist nach dem sogenannten funktionellen Schwindel die häufigste Schwindelform überhaupt. Er tritt vermehrt in höherem Lebensalter und wesentlich häufiger bei Frauen auf. Bei diesen neigt er auch mehr zu Rezidiven.

Er ist gekennzeichnet durch akute, Sekunden – bis höchstens Minuten dauernde, heftige Drehschwindelattacken bei Lagewechsel. Das kann beim Umdrehen im Bett passieren oder auch beim Aufrichten nach dem Schuheanziehen. Die Attacken kommen plötzlich aus dem Nichts und sind teilweise so heftig, dass sie Übelkeit mit Erbrechen und auch Panik auslösen können. Hörstörungen sind damit nicht verbunden. Die Schwindelattacke endet nach wenigen Sekunden und kann bei erneuter Kopf-oder Körperdrehbewegung -meist in eine bestimmte Richtung-erneut auftreten.

Man hat in Studien herausgefunden, dass frühere Schädeltraumen, Migräne in der Anamnese, Hungerepisoden, erniedrigtes Hämoglobin, Kreatinin oder Triglyzeride vermehrt bei Patienten mit Lagerungsschwindel-besonders bei der rezidivierenden Form-auftreten.

Allerdings kann auch eine Hyperlipidämie, sowie Vitamin D-Mangel, Vitamin A-Carotin und Vitamin B2 Mangel mit Lagerungsschwindel assoziiert sein. Außerdem bekommen gestresste Personen leichter einen Lagerungsschwindel.

In meinem Patientenkollektiv mit Lagerungsschwindel finde ich vermehrt Patienten, welche heftig knirschen in der Nacht (Bruxismus) – ebenfalls nicht selten mit Stress verknüpft. Hier ist im Rahmen eines sogenannten CMD- Syndroms auch durch spezifische Trigger für die Nackenrezeptoren, die Muskulatur der Halswirbelsäule besonders im Bereich des Kopf-Halsübergangs stark verspannt. Hier entstehen auch Wirbelblockaden, Sympathikusaktivierungen und Duraspannungssyndrome. Auch sogenannte Schädelfehler (Fehlstellungen von Schädelknochen gegeneinander zB durch Geburtstraumen, Unfälle, Kieferoperationen oder – Verblockungen, Fehlbelastungen,Kopfstörherde uvm) können nach meinen Erfahrungen eher zu einem Lagerungsschwindel führen.

Ein längerdauernder Lagerungsschwindel kann zu verminderter körperlicher Aktivität und Sturzneigung führen-was ja nicht verwunderlich ist. Die daraus resultierende Ängstlichkeit kann selbst nach Beendigung des typischen Lagerungsschwindels in eine weitere, längerfristige Schwindelform führen, nämlich des psychovegetativ mitbedingten funktionellen Schwindels. Überhaupt besteht sehr häufig nach Nachlassen der typischen bewegungsabhängigen Schwindelattacken noch wochenlang ein Unsicherheitsgefühl wie das Gefühl auf Schiffsplanken zu gehen.

Wodurch entsteht der benigne periphere anfallsartige Lagerungsschwindel?

Neben dem typischen Lagerungsschwindel gibt es noch einige wenige andere Schwindelformen ,die lagerungsabhängig auftreten können. Sie spielen aber eine völlig untergeordnete Rolle.

Beweisend für den sog. gutartigen Lagerungsschwindel ist das positive Dix-Hallpike – Manöver oder auch das diagnostische Semont-Manöver. Hier wird der Patient schnell in definierte Körperpositionen gebracht, um mit Hilfe einer Frenzel-oder M-Brille (welche auch zu Hause für Angehörige zur Diagnostik verwendet werden kann) die schnellen, attackenweisen Augenbewegungen( Nystagmen) nachzuweisen. Diese sind häufig( aber nicht immer!) mit rotatorischer Komponente zum unten liegenden Ohr bei der Seitlagerung gerichtet. Sie dauern nur einige Sekunden an und haben häufig einen crescendo-decrescendo Charakter.

Diese Schwindelanfälle – sichtbar durch die schnellen Augenbewegungen während des Anfalls (Nystagmus) entstehen bei dieser Schwindelform durch Ablösen von Kalziumkarbonatkristallen, welche in einer gelartigen Substanz in den Otolithenorganen abgelagert sind. Die Otolithenorgane sind senkrecht zueinander angeordnet im Vestibularorgan und reagieren auf Beschleunigungsreize.

Aus bereits genannten, verschiedenen, teilweise unbekannten Ursachen, lösen sich Kalziumkarbonatkristalle aus der Gelsubstanz und gelangen in einen oder mehrere der Bogengänge (insgesamt 6), welche für die Information von Drehbewegungen verantwortlich sind. Hier lösen sie einen Reiz auf sensorische Rezeptoren aus und führen zu Fehlinformationen in den zentralvestibulären Gleichgewichtskoordinationsstrukturen.

Über den betroffenen Bogengang geben die spezifischen Nystagmusmuster-und Richtungen Auskunft. Deshalb lohnt es sich hier, eine genaue Untersuchung durchzuführen, um nachher auch die richtigen Lagerungsübungen-sogenannte Befreiungsmanöver, auswählen zu können(z. B. nach Semont, Brandt-Daroff, Barbecue, Eply usw.)

Manchmal allerdings kann man selbst bei bester Untersuchungtechnik den betroffenen Bogengang nicht feststellen, sei es, dass dem Patienten so übel wird, dass er die Provokation nicht durchhält, oder dass einfach kein Schwindelanfall auszulösen ist. Hier kann eine Beobachtung der Nystagmen zu Hause durch Angehörige weiterhelfen oder auch sehr gut ein Video auf dem Smartphone(smart devices).

Therapie des gutartigen Lagerungsschwindels

Wie der Name schon sagt, ist diese Schwindelform gutartig, das heisst, sie lässt sich gut therapieren, auch wenn der Patient anfänglich möglicherweise ein Vernichtungsgefühl im Anfall hat und er leider rezidivieren kann.

Es ist manchmal nicht einfach, dem Patienten zu vermitteln, dass nur ein gezieltes Lagerungsmanöver, das durchaus die Schwindelattacken zunächst provozieren kann, die einzig sinnvolle Therapie ist. Medikamentöse Unterstützung ist nicht sinnvoll, allenfalls ganz am Anfang ein Antivertiginosum – keinesfalls als Dauertherapie.

In unserer Praxis bekommen die Patienten nach der Diagnosestellung eine genaue Information über das ausgewählte, passende Lagerungsmanöver und eine Abbildung mit der Übungssequenz mit nach Hause. Die Patienten üben 3x täglich und nach einigen Tagen gibt es eine Besprechung in der Videosprechstunde. Falls keine Besserung aufgetreten sein sollte-was sehr selten ist-kommt der Patient in die Sprechstunde und ich führe selbst ein Befreiungsmanöver durch. Danach muss er wieder üben, es sei denn, die Schwindelanfälle sind weg. Dann sollten die Patienten die Übungsmanöver einstellen (Achterbahnfahren kann Lagerungsschwindel auslösen und auch therapieren).

Solange akuter Lagerungsschwindelbesteht, darf der Patient nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen.

Auch wenn es keine sicheren Beweise für eine Prophylaxe gibt, rate ich doch zu einem Laborcheck-vor allem hinsichtlich der oben genannten Parameter. Der Vitaminhaushalt-insbesondere Vitamin D-sollte sich im oberen Normbereich bewegen und bei entsprechenden Hinweisen sollte zahnärztlich ein CMD Syndrom abgeklärt und behandelt werden-oft in Zusammenarbeit mit Orthopäden, Physiotherapeuten, Atlastherapeuten, Osteopathen, Podologen, Orthomolekulartheapeuten-und Stressmedizinern-wie es auch in unserer Praxis angeboten wird.

Wichtig ist bei Schwindel – egal welcher Ätiologie – immer eine ausführliche Anamnese und Diagnostik – soweit erforderlich zur Diagnosestellung.

Wir sind auf detaillierte Schwindeluntersuchungen und Therapie ausgerichtet und im Bedarfsfall wenden Sie sich gerne an uns.

Bleiben Sie gesund!

Dr Ulrike Walter und Team

Virusinfekte: Prävention- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Virusinfekte: Prävention- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Virusinfekte: Mögliche Vorbeugungs- und Behandlungsoptionen mit ganzheitlicher Medizin

Alles schaut auf Corona und nicht Wenige fürchten um ihre Gesundheit und die ihrer Lieben. Sicher tut man gut daran, sich an die Regeln zur Ansteckungsvermeidung zu halten. Aber Angst und soziale Isolation dienen nicht dazu, dem Virus zu trotzen. Und natürlich betrifft das nicht nur das Coronavirus. Denn wir leben ständig in einer Umgebung mit vielen Erregern-Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze. Und was seltsam anmutet: ohne viele von diesen Mikroorganismen wären wir überhaupt nicht lebensfähig. Bereits vor der Geburt gehen wir eine enge Beziehung mit den Bakterien ein, die unseren Darm bevölkern werden, unser Leben lang. Und zwar in einer Art und Weise, die individuell völlig unterschiedlich sein kann. Sozusagen unser Fingerabdruck im Darm.

Sie helfen uns zu überleben, indem sie unsere Immunabwehr stärken, unsere Nahrungsbestandteile zerlegen helfen und die Mikronährstoffe, die wir zum Leben brauchen, aufnehmen können. Sie bilden sogar Vitamine selbst, ernähren unsere Darmschleimhaut und stützen unsere Psyche.

 Daher sollten wir zeitlebens gut mit unseren Mitbewohnern umgehen und ihnen Nahrung zuführen, die gut für sie ist und damit gleichzeitig für uns. Antibiotika, Schmerzmittel, jede Menge Zucker, Alkohol und Drogen jeder Art gehören da nicht dazu.

Aber es gibt ja nicht nur Covid 19. Besonders im Winter stecken wir uns mit Rhinoviren, anderen Coronaviren, Influenzaviren, RS-Viren u. s. w. an. Warum grade im Winter? Manche Viren vermehren sich viel besser in kälteren Monaten und gehen bei Hitze zugrunde. Wir sind mehr in Räumen enger zusammengerückt und außerdem sinkt gerne gegen Ende des Winters unser Speicher an Vitaminen -besonders Vitamin D (eigentlich ein Hormon). Es fehlt vielen Menschen noch mehr als im Sommer. Die meisten von uns sind in einem ständigen Vitamin D – Mangel, wenn sie es nicht zuführen. Daher mein Rat: lassen Sie unbedingt Ihren Vitamin- D Spiegel bestimmen, um es gezielt aufzufüllen-das geht nicht so schnell! Und bestimmen Sie am besten gleich Ihre Mineralstoffe und Spurenelemente im Vollblut mit- z. B. Zink, Magnesium, Selen, Mangan, Kupfer, Kalium und ggf. die B-Vitamine.

In der komplementären Medizin herrscht die allgemeine Auffassung, dass ein guter Zinkspiegel für eine gute Immunfunktion unabdingbar ist.

Bewegung an frischer Luft ist gut für uns – auch und gerade im Winter. Bleiben Sie nicht nur zu Hause in überheizten Räumen und Lüften Sie regelmäßig im Sinne von Stoßlüften. Gehen Sie regelmäßig spazieren, walken, joggen oder Fahrradfahren.

Unsere Ernährung sollte gerade im Winter saisonal und regional sein und wenn möglich noch von Biobetrieben kommen. Sie sollte pflanzenbasiert sein, möglichst kein bis wenig Schweinefleisch enthalten und nur ab und zu gutes Geflügel oder Rindfleisch. Ebenso hin und wieder kann Fisch auf den Teller kommen, aber angesichts der Überfischung und des Schwermetallgehalts vieler Fische besonders am Ende der Nahrungskette kann leider Meeresfisch (der mit den besonders guten Omega 3-Fettsäuren) nicht mehr uneingeschränkt empfohlen werden. Essen Sie daher lieber mal Fisch aus heimischen Gewässern von Züchtern, denen Sie vertrauen oder mal einen geangelten Lachs.

Essen Sie im Winter nicht zu viele Zitrusfrüchte – sie kühlen eher ab. Sondern essen Sie auch mal einen Apfel. Essen Sie reichlich Wintergemüse-Brokkoli, alle Kohlsorten, Kraut, Nüsse, Linsen und Bohnen, Gemüseeintöpfe, Kürbisgerichte, Wurzelgemüse aller Art wie rote Beete und vieles mehr. Vielleicht haben Sie Lust sich mal auch Gemüse selbst zu fermentieren? Ihr Darm wird es Ihnen danken. Essen Sie lieber Bio-Dinkelbrot als Weizen und kauen sie alles gründlich. Trinken Sie Holundertee oder auch mal ein Gläschen Saft- Holunder ist voll von besten sekundären Pflanzenstoffen und stärkt die Abwehr. Ebenso Aronia oder Acerola sowie Wildheidelbeeren. Es gibt alles als Bio-Pulver und boostert Ihr Morgenmüsli oder Ihren Morgenbrei enorm. Überhaupt ist ein wärmender Getreidebrei-am besten fein gemahlen mit Rosinen, Nüssen, Kernen und Mandeln, getrockneten Beeren und ein bisschen Obst der allerbeste Start in den Tag!

Was kann man denn jetzt außer qualitativ guter Ernährung und Bewegung noch tun, um eine Infektion zu vermeiden?

 Zum Beispiel Saunagänge und Wechselduschen härten ab. Ansteigende Fußbäder und langgekochte Rindersuppen oder Hühnersuppen mit Wurzelgemüsen, Ingwer und Chili können das Immunsystem ungemein unterstützen und können auch auf Vorrat gekocht werden. Im Winter sollten Sie davon immer was zu Hause haben! Das Rezept gibt’s bei uns in der Praxis.

Nach unserer Erfahrung kann auch Zistrosen-Tee oder Zistrosen-Tropfen das Immunsystem stärken. Es gibt sie im guten Bio-Kräuterhandel. Zistus incanus gilt seit Jahrtausenden durch den Polyphenolgehalt als wirksam in der Unterstützung zur Prophylaxe und Therapie von Infektionskrankheiten viraler oder bakterieller Art.

Zistus-Lutschtabletten mit Zink und Vitamin C können bei beginnenden Halsschmerzen gute Dienste leisten.

Nehmen Sie Vitamin C in kleinen Dosen verteilt über den Tag ein. Größere Dosen werden einfach nicht mehr resorbiert und ausgeschieden. Ebenfalls zu empfehlen ist Vitamin C als Retardtablette oder lypophilisiertes Vitamin C.

Prophylaxe kann auch mit Propolis-Produkten aus dem Biohandel als Tropfen sehr gut betrieben werden, auch bei Beginn einer Infektion. Es wirkt manchmal sehr schnell bei akuten Halsschmerzen. Vorsicht sollten Allergiker walten lassen-hier können unter Umständen akute allergische Zustände bis hin zur Atemnot auftreten, die gefährlich werden könnten.

Vitamin E und Vitamin A gehören ebenfalls zu den Antioxidantien und sollten ggf. bei Mangel eine Zeitlang zugeführt werden. Vorsicht bei Vitamin A in der Schwangerschaft-hier ist es ebenso wie bei Tumorerkrankungen kontraindiziert. Besprechen Sie bei allen hiergenannten Empfehlungen auf jeden Fall die Dosierung und die Einnahmedauer mit Ihrem Therapeuten! Bei manchen Substanzen kann man auch überdosieren – z. B. Vitamin D, Zink, Selen und andere. Manchmal wird auch die Blutgerinnung durch Pflanzen oder Vitaminpräparate beeinflusst und kann bei Patienten, die bereits blutgerinnungshemmende Medikamente nehmen zu Nebenwirkungen führen.

Auch Omega 3 Fettsäuren zählen zu den Fetten, die vermehrt in unserer Ernährung ihren festen Platz haben sollten (Leinöl, Hanföl, Fischöl oder Algen-Öl in Kapseln oder flüssig). Aber auch diese sind in hohen Dosen bei Gerinnungsstörungen kritisch zu betrachten.

Kapuzinerkresse zählt ebenfalls zu Pflanzenwirkstoffen, die anscheinend antiviral wirken. Es gibt sie auch als Tropfen.

Isopathische Bakterienprodukte, welche als Umstimmungsmittel eingesetzt werden, haben sich bei uns in der Praxis auch prophylaktisch bewährt. Sie können über die Haut aufgenommen werden.

Echinacea angustifolia – der schmalblättrige Sonnenhut – ist ebenfalls als immunstärkendes Mittel bekannt. Er kann in vielfältiger Weise aus der Apotheke bezogen werden. Vorsicht ist geboten bei Korbblütler-Allergie!

Astragalus oder Tragant ist ebenfalls eine Pflanze, die immer wieder als immunstärkend angesehen wird. Ihm werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen.

Bekannt sind auch verschiedene Heilpilze – unter anderem hinsichtlich ihrer wohl immunstärkenden Wirkung – z. B. Shitake, Coriolus, Reishi und andere. Sie sollten nur aus zuverlässigen Quellen bezogen werden, welche schadstofffrei arbeiten.

 Man kann sich auch aus verschiedenen Gewürzen, Chili, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Apfelessig usw. ein sog. „natürliches Abwehrmittel“ selbst herstellen. Es hält monatelang im Kühlschrank. Rezept gibt es ebenfalls bei uns in der Praxis.

Einen Tee zur Abwehrstärkung kann man sich aus Hagebutten, Lindenblüten, Orangenschalen und Holunderblüten herstellen.

In der Ganzheitsmedizin gibt es weitere Verfahren, die das Immunsystem unterstützen können. Wir wenden in der Praxis Eigenblutbehandlungen und darmstärkende Therapien sowie Ausleitungsmethoden an.

Wenden Sie sich bei Interesse gerne bei uns zu einem Informationsgespräch an.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie bei bester physischer und psychischer Gesundheit gut über den Winter kommen!

Denken Sie so viel wie möglich positiv und freuen Sie sich an alltäglichen Kleinigkeiten – auch das ist Kraft und Sonne für Ihre Abwehr – denn die liegt in Ihrer Mitte!

 Herzlichst, Ulrike Walter

 

Die Empfehlungen geben die individuelle Meinung und Erfahrung der Ärztin hauptsächlich aus dem Bereich der Erfahrungsheilkunde wieder und sind zwingend schulmedizinische Lehrmeinung.

Professionelles Ohrlochstechen

Professionelles Ohrlochstechen

Professionelles Ohrlochstechen

Ab sofort auch in unserer Praxis!

Wir bieten eine neuartige, schonende Technik unter medizinisch keimarmen Bedingungen.

Wir informieren Sie gerne detailliert über das Verfahren. Sie können unter verschiedensten sterilen Ohrringmodellen wählen.

Gehen Sie zum Ohrlochstechen am besten in eine Fachpraxis!

Bei uns für Kinder ab 4 Jahren.

Kosten für 1 oder 2 Ohren: 65 Euro

Mit freundlicher Empfehlung

Dr. Ulrike Walter

Videokopfimpulstest

Videokopfimpulstest

Videokopfimpulstest

Modernes Untersuchungsverfahren in der Schwindeldiagnostik

Seit Ende 2015 hat sich unsere Schwindeldiagnostik um eine weitere, wertvolle Untersuchungsmethode erweitert: den Videokopfimpulstest.

Hierbei werden kurze, hochfrequente Kopfdrehimpulse vom medizinischen Personal auf die Testperson abgegeben. Mittels einer extrem leichten Videobrille werden die Augenbewegungen, welche physiologischerweise dabei auftreten (VOR=vestibulookulärer Reflex) auf eine Hochgeschwindigkeitsvideokamera übertragen. Der vestibulookuläre Reflex dient dazu, dass wir auch bei kurzen, schnellen Kopfbewegungen eine stabile optische Umgebungswahrnehmung behalten. Dies wird erreicht durch eine komplexe Verschaltung der einzelnen Bogengänge des Vestibularorgans mit den Augenmuskelkernen.

Bei subjektivem Schwindel, Unsicherheit oder Taumel kann bei verschiedenen Defiziten im Vestibularorgan dieser Reflexbogen gestört sein. Bei der lange etablierten kalorischen Reizung der einzelnen Vestibularorgane mittels Luft oder Wasser wird eher der niederfrequente Bereich des VOR gemessen. Mit dem neueren Kopfimpulstest messen wir dagegen den hochfrequenten Anteil dieses Reflexes- und zwar in allen 3 Kopfbewegungsrichtungen der 3 Bogengänge jeweils einer Seite. Bei pathologischen Ergebnissen findet man häufig sogenannte Sakkaden-Nachstellbewegungen des Auges zur Blickstabilisierung.

Diese Untersuchung ist schnell durchzuführen, wenig belastend für den Patienten und liefert bei korrekter Durchführung eine sehr zuverlässige Aussage bei der Diagnostik peripher bedingter Gleichgewichtsorganstörungen.

Nicht durchführen sollte man ihn bei akuten oder chronischen massiven Beschwerden an der HWS wie z. B. klinisch relevanten Bandscheibenvorfällen oder bei Zustand nach HWS Operationen.

Merkmale von diesem Design:

Der Menübereich auf dieser Webseite schmal. Darum passen sich perfekt Logos im Querformat an, aber auch quadratische Logos funktionieren gut und verändern lediglich die Höhe des Menübereichs. Unsere Menüstruktur unterstützt eine dritte Ebene, wobei darauf geachtet werden sollte, dass diese nicht die beiden letzten Menüpunkte betrifft, um ein klares und zugängliches Navigationslayout zu gewährleisten.

Die vier Infofelder Kontakt, Termine, Sprechzeiten und Aktuelles, können bei Bedarf auf drei reduziert werden, um eine präzisere und fokussiertere Darstellung zu ermöglichen.

Dieses Seitenlayout unterstützt auch Inhalte mit umfangreichen Texten!