Hämolasertherapie | Low-level-Lasertherapie
Wie wirkt Low-Level-Lasertherapie?
Durch die Bestrahlung von Geweben mit niedrig dosiertem Laserlicht kann möglicherweise eine Zellregulation und Verbesserung des Zellstoffwechsels erreicht werden. Insbesondere die Zellkraftwerke – die Mitochondrien – sollen durch biochemische Modulation auf ein höheres Energieniveau gebracht werden. Ein positiver Regenerationsanstoß zur Selbstheilung kann damit durch das Laserlicht ermöglicht werden-so der Organismus noch selbst regulieren kann.
Insbersondere in der Behandlung von
- Chronischen Schmerzen wie bei rheumatoider Arthritis
- Erschöpfungszuständen
- Durchblutungsstörungen
- Erregerbelastungen wie Borreliose oder EBV
- Chronischer Entzündungsneigung
hat man Verbesserungen der Symptomatik sehen können. Die Behandlung mit Laserlicht sollte aber immer eingebettet in ein Gesamtkonzept sein (Ernährung, Bewegung, Mikronährstoffe, psychoemotionale Stabilisierungen und Atemtherapie) und kann allein für sich genommen kein Heilversprechen sein.
Das Laserlicht kann direkt zur Hautbehandlung auf entsprechenden Schmerzarealen oder auch als Akupunkturbehandlung von Akupunkturpunkten angewendet werden. Die Bestrahlungsdauer richtet sich nach der gewünschten Eindringtiefe und der zu behandelnden Fläche sowie individuelle Empfindlichkeit und Alter der Patient:innen.
Hämolaserbehandlung
Bei der Hämolaserbehandlung wirkt das Laserlicht direkt auf das vorbeifließende Blut.
Hierbei wird eine Vene wie für eine Infusion punktiert.
Sodann wird ein Lichtleiter mit dem entsprechenden Laserlicht ( verschiedene Farben möglich( rot, blau ect. mit etwas unterschiedlichem Spektrum) direkt auf das Blut geleitet und zwar unter sterilen Bedingungen.
Insbesondere wurden folgende Effekte durch das Laserlicht beobachtet:
1. Bessere Erythrozytenverformbarkeit und dadurch mögliche Verbesserung der Mikrozirkulation in den Endkapillaren
2. Abnahme der Erythrozyten- und Thrombozytenaggregation
3. Abnahme der Blutviskosität
Damit ist möglicherweise eine bessere Sauerstoffversorgung von Geweben möglich. Man konnte dies auch mittels Laboranalysen teilweise zeigen.
Auch bei Post-Covid-Patienten konnten in einer Anwendungsbeobachtung eine Verbesserung verschiedener belastender Symptome wie chronische Muskelschmerzen, Fatigue und Brain-Fog gezeigt werden.
Die möglichen Indikationen können sich aus der Wirkweise daher bei ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern ergeben wie:
- Durchblutungsstörungen aller Art
- Wundheilungsstörungen
- Allergien
- Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Tinnitus, Schwindel
- Erschöpfungszustände
- Lebererkrankungen
- und weitere
Eine Wärmeentwicklung tritt dabei nicht auf.
Wie lange dauert die Behandlung?
Üblicherweise dauert eine Behandlung etwa eine halbe Stunde. Für sehr empfindliche Menschen kann eine kürzere Bestrahlungsdauer erforderlich sein.
Wie viele Behandlungen werden empfohlen?
Eine Behandlungsserie umfasst etwa 10 Behandlungen 1-3x pro Woche .Meist sollte man nach 7 Behandlungen etwa eine Reaktion erwarten.
Meist wird dann eine Pause der Behandlungen eingelegt oder in größeren Abständen weiterbehandelt.
Welche Laserleistung kommt in der Vene an?
Etwa 1-5 mWatt Laserleistung kommen in der Vene an.
Gibt es Nebenwirkungen?
Die Low-level-Lasertherapie ist ein nebenwirkungsarmes Behandlungsverfahren . Müdigkeit oder auch Energiesteigerung mit momentaner Einschlafstörung konnte beobachtet werden, deshalb kann bei manchen Patient:innen eine abendliche Therapie besser auf den Vormittag verlegt werden.
Generell ist eine Durchblutungsförderung als Teil der Therapie erwünscht. Bei Patient:innen, welche Blutgerinnungshemmer nehmen, sollte Vorsicht walten und diese sollten eventuell aus der Therapie ausgeschlossen werden. Schwangerschaft und Photosensibilität sind absolute Kontraindikationen und auch bei der Einnahme von Medikamenten wie Doxycyclin oder Johanniskraut, welche Phototoxizität bewirken können, sollte man auf eine Laserbehandlung verzichten.
Insgesamt ist es meiner Meinung nach einen Versuch wert und eine Chance auf Symptomverbesserung bei entsprechender sorgfältiger Indikationsstellung und Abklärung von Kontraindikationen diese Behandlung besonders auch bei Fatigue- Zuständen und Mikrozirkulationsstörungen als sehr nebenwirkungsarmes Verfahren anzuwenden.
Es ist keine schulmedizinisch etablierte Therapie und kann auch kein Heilversprechen geben. Aber auch ich habe Patient:innen, welche positive Effekte durch die Hämolaserbehandlung zu verzeichnen hatten- besonders im Rahmen eines Gesamtkonzeptes.
